Beschreibung der Studie

Psychische Beschwerden wie Depression gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Belastungen in Deutschland. Kommen dann noch körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen hinzu, sind häufig Arbeitsunfähigkeit, Energieverlust, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit sowie hohe sozioökonomische Kosten die Folge. Get.Back ist eine speziell für arbeitsunfähige, depressive Rückenschmerzpatienten entwickelte Online-Intervention, deren Effektivität im Rahmen einer klinische Pilotstudie getestet werden soll. Das Training soll den Teilnehmer/innen helfen, wieder mehr Freude im Alltag zu erfahren, Strategien im Umgang mit Grübeln und Schmerzgedanken zu erlernen sowie mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz umzugehen. Hauptziel ist es, die Wirksamkeits der Internet- und mobilbasierten Intervention in der Routineversorgung zu überprüfen.

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Studiendetails

Studienziel Ausmaß der depressiven Symptomatik gemessen mit der Allgemeinen Depressionskala (ADS; deutsche Version; Hautzinger & Bailer, 1993). Eingesetzt als Screening, zur Baseline, Post und Follow-up-Assessments.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Lehrstuhl für klinische Psychologie und PsychotherapieFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Volljährigkeit (≥ 18 Jahre)
  • Internet- und Emailzugang
  • moderate depressive Symptome (gemessen mit der Allgemeinen Depressionsskala (Cut-Off > 22)
  • derzeitige Arbeitsunfähigkeit (länger als eine Woche, kürzer als 6 Monate)
  • Rückenschmerzdiagnose (M54 nach der Internationalen Klassifikation von Störungen (ICD-10), deutsche Version von) innerhalb der letzten 12 Monate
  • ausreichende Deutschkenntnisse, Computer- und Internetfähigkeit
  • unterschriebene Einwilligungserklärung und Bereitschaft, Fragebögen auszufüllen

Ausschlusskriterien

  • Aktuell unter akuter Suizidalität leiden oder Suizidversuche in der Vergangenheit begangen haben (Erfassung mittels des strukturierten klinischen Interviews (SKID)
  • derzeitige oder vergangene psychotische Störung (Filter BARMER GEK)
  • derzeitige Pflegestufe 3
  • derzeitige andere Maßnahme zur Behandlung von Depression (z. B. Psychotherapie, andere Depressionsstudie)

Adressen und Kontakt

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Komorbide Depressionen treten gehäuft bei Rückenschmerzpatienten auf (21-50%) und verursachen hohe sozioökonomische Kosten, z. B. durch Arbeitsunfähigkeit. Aktuelle Übersichtsarbeiten weisen auf einen starken Zusammenhang zwischen komorbiden Depression bei Rückenschmerzen und einem erhöhten Risiko für Morbidität, reduzierter Lebensqualität und deutlich erhöhten Kosten hin. Darüber hinaus zählen Depressionen zu den Kern-Prädiktoren für die Aufrechterhaltung der Schmerzsymptomatik sowie einer erhöhten Einschränkung durch den Schmerz und einer begrenzten Effektivität der Schmerzbehandlung. Im Versorgungsalltag mangelt es an spezialisierten Behandlungsangeboten für komorbide Depression bei Rückenschmerzpatienten. Ziel des aktuellen Vorhabens ist es, in einer randomisiert-kontrollierten Pilotstudie die Wirksamkeit einer internet- und appbasierten Intervention für reziidivierende, komorbide Depression bei krankgeschriebenen Rückenschmerzpateinten zu überprüfen, wenn Teilnehmer auf Basis von Versichertendaten direkt durch eine Krankenkasse rekrutiert werden. Die Intervention beinhaltet evidenzbasierte kognitiv-behaviourale Techniken wie Psychoedukation, Problemlöse-Training, Verhaltensaktivierung, kognitive Umstrukturierung sowie Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Das Programm besteht aus 7 Lektionen, 2 optionalen Lektionen, optionalen Zusatzmodulen und einer Auffrischungslektion (4 Wochen nach Abschluss des Trainings). Die Wirksamkeit wird zum Prä- und Post-Zeitpunkt (9 Wochen nach Randomisierung) sowie nach 6 und 12 Monaten (nur Interventions-Gruppe) überprüft. Eine Zwischenbefragung zur Erfassung von Mediatoren des Trainingserfolges erfolgt zusätzlich für die Interventionsgruppe im Trainingsverlauf nach Abschluss der 3. Lektion (ca. 3 Wochen nach Randomisierung).

Quelle

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