Beschreibung der Studie

Ziel unserer Untersuchung ist es, durch Genanalysen an Erbsubstanz (DNA aus einer Blutprobe) krankmachende Veränderungen (Mutationen) im Erbgut von Patienten mit schwer behandelbarem Bluthochdruck zu finden. Seit längerem wird beobachtet, dass Bluthochdruck familiär gehäuft vorkommt. Dies ist ein Hinweis, dass diese Erkrankung wahrscheinlich zumindest teilweise erbliche Komponenten hat, die wir identifizieren wollen. Bislang konnte nur eine geringe Zahl an Mutationen in einzelnen Genen (monogene Hypertonieerkrankungen) als alleinige Ursache des Bluthochdrucks in vergleichsweise wenigen Familien verantwortlich gemacht werden. Dies liegt vor allem daran, dass Bluthochdruck eine komplexe, polygenetische Erkrankung sein kann, die zudem ganz wesentlich auch durch die Umweltfaktoren beeinflusst wird. Zum anderen sind genetische Ursachen der Hypertonie bislang unzureichend untersucht worden. Der Nachweis solcher Veränderungen im Erbgut ist jedoch von großer Bedeutung, um den Einfluss bestimmter Umweltfaktoren besser zu verstehen und gezielte Behandlungen zu entwickeln. Dies erlaubt dann Rückschlüsse über die beim jeweiligen Patienten vorliegenden Krankheitsprozesse.

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Studiendetails

Studienziel Prävalenz bekannter genetischer Hypertonieformen.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Universitäres Hypertoniezentrum Köln

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck

Ausschlusskriterien

  • Alter <18 Jahre
  • Bekannte sekundäre Hypertonieformen
  • Pseudohypertonie

Adressen und Kontakt

Universitäres Hypertoniezentrum Köln, Cologne

Ansprechpartner: Prof. Dr. Hannes Reuter

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Häufig gestellte Fragen

Bisher sind ca. 25 monogenetische Ursachen für die arterielle Hypertonie aus den sich überlappenden klinischen Spektren von kardiologischen, nephrologischen und endokrinologischen Erkrankungsbildern bekannt. Gerade in den letzten Jahren konnten mit Hilfe neuer Sequenzierungsmethoden (Verfahren der massiven Parallelsequenzierung) eine relevante Zahl neuer monogener Hypertonieerkrankungen identifiziert werden. Bei der noch geringen Zahl an gesicherten genetischen Hypertonieformen ist vor dem Hintergrund der hohen Frequenz und der klinischen Variabilität der arteriellen Hypertonie mit einer sehr großen genetischen Heterogenität und damit einer relevanten Zahl an bisher nicht identifizierten monogenen als auch komplexgenetischen Erkrankungen zu rechnen. Ziel des Forschungsvorhabens sind: i) die Überprüfung spezifischer Risikovarianten für die essentielle arterielle Hypertonie in unserer klinisch gut charakterisierten Patientenkohorte. ii) die Identifikation neuer Risikovarianten in Kandidatengenen. iii) die Identifikation bislang unbekannter genetischer Hypertonieursachen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien