Beschreibung der Studie

Der Zusammenhang zwischen dem klinischen Verlauf und der Mechanik des Gelenkersatzes ist allgemein bekannt. Der Zusammenhang zwischen der Ausrichtung der verschiedenen Teile des künstlichen Gelenks einerseits und der erneuten Operation, der Gelenkstabilität, der Schmerzen nach der Operation und der Funktion andererseits ist in zahlreichen Studien klar belegt. Die Schwelle für eine „Fehlausrichtung“ sowie die radiologische Definition einer „normalen“ Ausrichtung sind derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen. Eine Reihe von aktuellen Entwicklungen von künstlichen Gelenken versucht dieses Thema nur durch eine Veränderung der Wölbungen der Gleitflächen und feiner abgestufte Prothesengrößen zu lösen. Nicht berücksichtigt wird die patientenspezifische Ausrichtung. Diese ist nötig um eine exakte Planung vor und während der Operation analysieren zu können und intraoperative Analyse der Weichteilsituation (Bandspannungstechnik) voraussetzt, um einer eingeschränkten Funktionalität als auch der Ursache von Schmerzen vorzubeugen. Eine exakten Planung und die richtige Auswahl des künstlichen Gelenkes ist vor der Operation wichtig. Zudem stellt sich oftmals die Frage der exakten auf den Patienten abgestimmten Schnittführung beim Implantieren der künstlichen Gelenke. Die Patientenspezifische Instrumentierungen (PSI) erlaubt eine Schnittführung die auf der Knochenoberfläche basiert und eine Schnittführung die während der Operation stattfindet. Dies ermöglicht es die Planung der Positionierung des Gelenkes, die vor der Operation stattgefunden hat, während des Operationsvorganges präzise umzusetzen. Sowohl ein optimiertes Design des künstlichen Gelenkes als auch patientenspezifische Schnittblöcke konzentrieren sich aber nur auf die knöchernen Aspekte der Versorgung von Kniegelenksdegeneration. Erfahrungsgemäß ist aber gerade auch die Weichteilsituation sehr wichtig. Sowohl die Bänder und die Kapsel des Kniegelenkes als auch die gelenküberspannenden Muskulatur sind von Bedeutung. Die Instabilität nach einem künstlichen Kniegelenksersatz ist einer der Hauptgründe für eine erneute Operation. Durch die Entwicklung einer patientenspezifischen Bandspannungs-/Ausrichtungstechnik in Kombination mit dem anatomischen Design des künstlichen Gelenks des 4- motion Kniegelenkes wäre erstmals ein biomechanisch korrekt balancierter Einbau eines Gelenkersatzes als Standardverfahren möglich. Als Vergleich dient ein herkömmliches TC Design, dass trotz fehlender physiologischer Gelenklinie eine ähnliche Grundgeometrie wie das 4-motion Design besitzt. Um den Einfluss des Prothesendesigns auf die Pivotsänderung während des gesamten Bewegungsablaufs zu untersuchen, werden Patienten mit einer 3DKnee lateralen Pivot Knieendoprothese untersucht (Amendment S9 (A)/2016 am 30.08.2016)

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Studiendetails

Studienziel Fluoroskopische Untersuchung der Kniegelenkskinematik von Patienten mit drei verschiedenen Knieendoprothesensystemen 6 und 12 Monate postoperativ
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH Betriebsteil WriezenKlinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Indikation zur Oberflächen-Knie-TEP bei primärer oder sekundärer medial betonter Gonarthrose
  • Einverständniserklärung des Patienten
  • Verwendung der o.g. Knie Systeme

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit Kontraindikationen zur Knie-TEP

Adressen und Kontakt

Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH Betriebsteil Wriezen Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sonnenburger Weg 3, 16269 Wriezen

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Häufig gestellte Fragen

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Der Zusammenhang zwischen klinischem Verlauf und der mechanischen Funktionalität des Gelenkersatzes ist allgemein bekannt.Die Assoziation zwischen der Ausrichtung der Implantatkomponenten einerseits und der Revisionswahrscheinlichkeit, der Gelenkstabilität, des postoperativen Schmerzniveaus und der Funktionalität andererseits ist in zahlreichen Studien klar belegt. Die Schwelle für eine „Fehlausrichtung“ sowie die radiologische Definition einer „normalen“ Ausrichtung sind derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen. Eine Reihe von aktuellen Implantatentwicklungen versucht dieses Thema nur Mithilfe spezifisch modifizierter Kurvaturen der Gleitflächen und feiner abgestufter Prothesengrößen, also mit Optimierungen am Prothesendesign zu beheben. Nicht berücksichtigt wird das patientenspezifische Alignment, welches eine exakte präoperative Planung und intraoperative Analyse der Weichteilsituation (Bandspannungstechnik) voraussetzt, um einer eingeschränkten Funktionalität als auch der Ursache von Schmerzen vorzubeugen. Neben der Frage der exakten präoperativen Planung und richtigen Prothesenauswahl stellt sich oftmals die Frage der präzisen und patientenspezifischen Schnittführung beim Implantieren der Prothesen. Patientenspezifische Instrumentierungen (PSI) erlauben eine auf Knochenlandmarken basierte intra-operative Schnittführung, welche die präoperative Planung für die Positionierung der Endoprothese intraoperativ präzise umzusetzen lässt. Sowohl ein optimiertes Prothesendesign als auch patientenspezifische Schnittblöcke konzentrieren sich aber nur auf die knöchernen Aspekte der Versorgung von Gonarthrosen. Erfahrungsgemäß kommt aber gerade auch den Weichteilsituationen sowohl der ligamentären Strukturen und Kapsel des Kniegelenkes als auch der gelenküberspannenden Muskulatur eine erhebliche Bedeutung zu. Die Instabilität nach Knietotalendoprothetik ist einer der Hauptgründe für Revisionsoperationen. Durch die Entwicklung einer patientenspezifischen Bandspannungs-/Ausrichtungstechnik in Kombination mit dem anatomischen Prothesendesign des 4- motion Kniegelenkes wäre erstmals ein biomechanisch korrekt balancierter Einbau eines Gelenkersatzes als Standardverfahren möglich. Als Vergleich dient ein herkömmliches TC Design, dass trotz fehlender physiologischer Gelenklinie eine ähnliche Grundgeometrie wie das 4-motion Design besitzt. Um den Einfluss des Prothesendesigns auf die Pivotsänderung während des gesamten Bewegungsablaufs zu untersuchen, werden Patienten mit einer 3DKnee lateralen Pivot Knieendoprothese untersucht (Amendment S9 (A)/2016 am 30.08.2016)

Quelle

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