Beschreibung der Studie

Das zu frühe Einsetzen eines spontanen Geburtsbeginns ist eines der wichtigsten ungelösten Probleme in der Geburtshilfe. Rund 9% aller Kinder in Deutschland werden zu früh geboren. Frühgeborene weisen aufgrund ihrer Unreife eine erhöhte Sterblichkeit, sowie im Fall des Überlebens häufiger körperliche und geistige Behinderungen im Vergleich zu reif Geborenen auf. Bei drohender Frühgeburt ist daher eine intensivierte Überwachung und Therapie notwendig. Problematisch ist hierbei, dass die klinischen Hinweiszeichen wie eine vorzeitige Verkürzung des Gebärmutterhalses oder regelmäßige Wehen nur eine geringe Vorhersagekraft haben, denn rund die Hälfte dieser Frauen wird trotz dieser Symptome am Termin entbunden. Aus diesem Grund ist es notwendig, bessere diagnostische Kriterien zu identifizieren. In kleinen experimentellen Ansätzen konnten Eiweiße aus dem Blut und aus dem Scheidensekret schwangerer Frauen identifiziert werden, deren Konzentration bei Frühgeburtlichkeit charakteristische Veränderungen aufweisen. Ziel dieser Studie ist es, solche potentiellen prädiktiven Biomarker an einem größeren Kollektiv von Frauen mit Zeichen einer drohenden Frühgeburt zu untersuchen. Dadurch könnte die Differenzierung von Frauen mit und ohne Frühgeburt verbessert werden.

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Studiendetails

Studienziel Testcharakteristika der zu prüfenden Marker in Bezug auf die Frühgeburtenrate < 32+0 SSW
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsfrauenklinik uns Poliklinik Rostock

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schwangere mit Einlingsgravidität zwischen 22+0 und 31+6 SSW, Alter >18 Jahre mit
  • einem oder mehreren Zeichen einer drohenden Frühgeburt: regelmäßige (>3/30min) oder schmerzhafte uterine Kontraktionen, Zervix <25mm

Ausschlusskriterien

  • Muttermunds-Dilatation >3cm, liegender Cerclagefaden, liegender Cerclagepessar, maternale Temperatur >37,5°C, vorzeitiger Blasensprung, vaginale Blutung, vaginale Untersuchung oder vaginaler Ultraschall in den letzten 6h, Geschlechtsverkehr in den letzten 24h, vaginaler pH-Wert ≥5,0, Mehrlingsschwangerschaften, Tokolyse in den letzten 7 Tagen, hypertensive Schwangerschaftserkrankung, Notwendigkeit einer iatrogen indizierten Entbindung in den nächsten 7 Tagen

Adressen und Kontakt

Universitätsfrauenklinik, Rostock

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Häufig gestellte Fragen

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Die anhaltend hohe Rate an Frühgeburten von weltweit 5-18% (Deutschland 2014 8,7%) ist hauptverantwortlich für die neonatale Mortalität und schwere Morbidität. Zwei Drittel aller Frühgeburten treten spontan auf. Die klinischen Zeichen einer drohenden Frühgeburt sind wenig prädiktiv und erlauben nur eine schlechte Risikoabschätzung. Der Nachweis fetaler Proteine im Zervikovaginalsekret (z.B. fetales Fibronektin, PAMG-1, pIGFBP-1) verbessert zwar die Vorhersage einer Frühgeburt innerhalb der nächsten 2-7 Tage, aber damit wird lediglich die gemeinsame, irreversible Endstrecke unabhängig von der Ursache erfasst. Therapeutische Maßnahmen zielen in diesem späten Stadium der Frühgeburt darauf ab, die Schwangerschaft für kurze Zeit zu verlängern, um eine Induktion der fetalen Lungenreife durchzuführen sowie eine Versorgung in einem Perinatalzentrum zu ermöglichen. Durch die Etablierung von prädiktiven Markern, die eine Früherkennung zu einem Zeitpunkt ermöglichen, an dem therapeutische Maßnahmen noch eine effektive Schwangerschaftsverlängerung bewirken, könnte die neonatale Morbidität und Mortalität gesenkt werden. Eine Reihe von prospektiven Biomarkern konnte in experimentellen Untersuchungen identifiziert werden, sie wurden jedoch bisher klinisch nicht weiter validiert. Ziel der Studie ist es, ein Panel von Markern an einem größeren Patientenkollektiv zu validieren. Möglicherweise kann hierdurch in Zukunft nicht nur die Vorhersage einer drohenden Frühgeburt verbessert werden, sondern auch Aussagen über die jeweilige Ursache der Frühgeburtsbestrebungen getroffen werden.

Quelle

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