Beschreibung der Studie

Hormon-Yoga ist eine spezielle Yogatechnik, die 1992 von der Brasilianerin Dinah Rodrigues entwickelt wurde. Sie besteht aus dynamischen Yogaübungen mit intensiver Atemtechnik sowie buddhistischen Techniken der Energielenkung und Tiefenentspannung. Diese Übungen wirken auf das Hormonsteuerungssystem und könnten dadurch hormonell bedingte Beschwerden positiv beeinflussen. Yoga bewirkt darüber hinaus eine Verbesserung der Beweglichkeit der Muskulatur, der Spannkraft des Körpers, des Aussehens der Haut, der Flexibilität und Ihrer Vitalität. Körperliche oder psychische Beschwerden z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Libidoverlust durch frühzeitigen oder regelrechten Beginn der Wechseljahre, das Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe), andere Regelanomalien, polyzystische Eierstöcke (PCOS), Gewichtsabnahme und Essstörungen (Anorexia nervosa) oder unerfüllter Kinderwunsch, können mit veränderten Hormonspiegeln zusammenhängen. Da eine Hormonbehandlung nicht immer möglich und erwünscht sowie auch mit Risiken verbunden ist, sollten auch andere Behandlungsmöglichkeiten untersucht werden. In dieser Pilotstudie möchten wir untersuchen, ob es bei Teilnehmerinnen an einem 10-wöchigen Hormon-Yoga Kurs zu Veränderungen von Beschwerden, Hormonspiegeln und Wohlbefinden kommt.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Änderungen von Hauptbeschwerden und Wohlbefinden gemessen mit dem Measure Yourself Concerns and Wellbeing (MYCAW) und dem WHO-5 Index vor und nach der Teilnahme an dem 10-wöchigen Hormon-Yoga Kurs
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative MedizinAbt. Gynäkologische Endokrinologie und FertilitätsstörungenUniversitätsfrauenklinik Heidelberg

Ihr ganz persönlicher Wechseljahre-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Angemeldete Teilnehmerinnen der in der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen angebotenen Hormon-Yoga-Kurse mit potentiell hormonell bedingten Beschwerden mit Interesse am Erlernen einer selbst anwendbaren Methode zur potentiellen Beeinflussung von Beschwerden, Wohlbefinden und Hormonspiegeln
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme an 10 wöchentlichen Unterrichtseinheiten
  • Bereitschaft zur selbstständigen Durchführung von 2-6 häuslichen Übungseinheiten/ Woche à 30 Minuten während der Dauer des Kurses
  • Vorhandene Einwilligungsfähigkeit
  • Ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • Bereitschaft zum Ausfüllen der Fragebögen

Ausschlusskriterien

  • hormonabhängige Tumoren (Mammakarzinom, Endometriumkarzinom)
  • nicht abgeklärte Blutungen im Genitalbereich
  • unbehandelte Endometriumhyperplasie
  • Endometriose
  • Myome von > 2 cm
  • Schwangerschaft
  • Z. n. kosmetischer Brustoperation
  • bestehende oder frühere venöse und/oder arterielle thromboembolische Erkrankungen (vor allem tiefe Venenthrombose, Lungenembolie, Angina pectoris, Myokardinfarkt)
  • bekannte thrombophile Erkrankungen (vor allem Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel
  • frühere Herzoperationen, Herzerkrankungen
  • akutes Glaukom oder Z. n. Glaukom
  • Vermindert belastbares Skelettsystem, z. B. Osteoporose, Knochenmetastasen, entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Bandscheibenerkrankungen
  • Unklare Unterbauchbeschwerden, chron Appendizitis, die noch nicht operiert wurde
  • Entzündungen des Innenohres
  • Psychiatrische Probleme, Psychosen ohne adäquate Therapie

Adressen und Kontakt

Ambulanz für Naturheilkunde und Integrative MedizinAbt. Gynäkologische Endokrinologie und FertilitätsstörungenUniversitätsfrauenklinik Heidelberg, Heidelberg

Ansprechpartner: Christine Mahrla

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Körperliche oder psychische Beschwerden bei Frauen z. B. Beschwerden durch Beginn der Wechseljahre (zeitgerecht oder frühzeitig), das Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe), andere Regelanomalien, polyzystische Eierstöcke (PCOS), Gewichtsabnahme und Essstörungen (Anorexia nervosa), prämenstruelles Syndrom oder unerfüllter Kinderwunsch, können mit veränderten Hormonspiegeln zusammenhängen. Eine Hormonbehandlung ist nicht immer möglich oder erwünscht sowie auch mit Risiken verbunden. Daher sollten auch andere Behandlungsmöglichkeiten untersucht werden. Yoga basiert auf einer indischen Philosophie, die ursprünglich sämtliche Bereiche des Lebensstils umfasst. Im engeren Sinn gehören dazu körperliche, meditative und Atemübungen. Inzwischen wird Yoga auch in vielen westlichen Ländern praktiziert, als Teil der Mind-Body-Medizin angeboten und wurde dort z. T. auch weiter entwickelt. Hormon-Yoga ist eine spezielle Technik, die 1992 von der Brasilianerin Dinah Rodrigues entwickelt wurde. Sie besteht aus dynamischen Yogaübungen mit intensiver Atemtechnik sowie buddhistischen Techniken der Energielenkung und Tiefenentspannung. Diese Übungen wirken auf das Hormonregulationssystem und könnten dadurch hormonell bedingte Beschwerden positiv beeinflussen. Yoga bewirkt darüber hinaus allgemein eine Verbesserung der Beweglichkeit der Muskulatur, der Spannkraft des Körpers, des Aussehens der Haut, der Flexibilität und der Vitalität. Untersuchungen zum Einfluss von Hormon-Yoga bei diversen hormonell bedingten Störungen wurden jedoch noch nicht publiziert. Da bereits positive Wirkungen anderer Yogatechniken auf die Lebensqualität bei unterschiedlichen Beschwerden nachgewiesen werden konnten, möchten wir in dieser Pilotstudie bei Teilnehmerinnen an einem 10-wöchigen Hormon-Yoga Kurs untersuchen, ob es bei den oben genannten Diagnosen zu Veränderungen von Beschwerden, Wohlbefinden und Hormonspiegeln kommt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien