Beschreibung der Studie

Hintergrund: Unter dem Sammelbegriff „Neue psychoaktive Substanzen“ versteht man Substanzen, welche eine psychotrope Wirkung auf den menschlichen Organismus besitzen und im Allgemeinen chemisch mit klassischen Rauschdrogen wie Amphetamin und Cannabis verwandt sind. Die Anzahl an diesen Substanzen auf dem europäischen Drogenmarkt stieg in den letzten Jahren stetig. Mittlerweile hat die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) über 560 dieser Substanzen registriert. "Neue Psychoaktive Substanzen" sind wesentlich potenter als ihre Vorbilder der klassischen Rauschdrogen. Damit geht häufig mit ein erhöhtes Risikopotential einher. Im Vergleich zu den klassischen Rauschdrogen kann der Konsum „Neuer Psychoaktiver Substanzen“ deutlich unvorhersehbarere Neben- und Nachwirkungen mit sich ziehen. In der Literatur sind bereits einige Fallbeispiele zu Symptomen und Krankheitsverläufen, teils mit Todesfolge, beschrieben. Zielsetzung: Ziel der Studie ist es, das Konsumverhalten von "Neuen Psychoaktiven Substanzen" sowie von klassischen Rauschdrogen in Köln während eines Festivals zu untersuchen. Die hierfür auf einem Festival (Zeitraum: 01.07.2016 bis 03.07.2016) gesammelten Urinproben werden im Institut für Rechtsmedizin auf die verschiedenen Drogen untersucht. Anhand eines kurzen schriftlichen Fragebogens an die Probanden sollen Informationen wie Alter, Geschlecht, regionale Herkunft und Häufigkeit des Drogenkonsums gewonnen werden. Die Erhebung der Daten bzw. die resultierenden Forschungsergebnisse dienen der Aufklärung von Wissenschaftlern sowie Ärzten, die entweder bei der Versorgung intoxikierter Personen tätig sind oder sich mit der Therapie von Suchtpatienten (die teilweise an Psychosen leiden) befassen, wodurch eine Verbesserung der Patientenversorgung erhofft ist.

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Studiendetails

Studienziel Was wird gemessen: NPS (Neuen Psychoaktiven Substanzen), klassische Rauschdrogen Wann wird gemessen: nach der Probennahme Wie wird gemessen: mittels instrumentelle Analytik (LC-MS/MS, GC-MS/MS)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Ansprechbarkeit
  • Einwilligungsfähigkeit
  • Volljährigkeit
  • Vermögen, die von uns zugrunde gelegten Informationen zum Projekt zu erfassen und zu verstehen
  • Zustimmung zu einer freiwilligen Urin- und/oder Haarprobenabgabe
  • Drogenkonsum mindestens innerhalb der letzten 72 Stunden (bei Haaren auch länger zurückliegend (pro cm Haare ein Monat)

Ausschlusskriterien

  • Offensichtliches Verfälschen der abgegebenen Urinprobe
  • Fehlende Zusammenarbeit mit dem Personal am Stand
  • Unvollständige Angaben zu Alter und Geschlecht
  • Offensichtliche mehrmalige Teilnahme

Adressen und Kontakt

Institut für Rechtsmedizin, Köln

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Hintergrund: Der Begriff „Neue psychoaktiven Substanzen“ (NPS) ist ein Sammelbegriff für Substanzen, welche eine psychotrope Wirkung auf den menschlichen Organismus besitzen und nicht der Suchtgiftkonvention (1961) oder der Psychotropenkonvention (1971) unterliegen. Die Substanzen besitzen häufig nur leichte strukturelle Modifikationen im Vergleich zu klassischen Rauschdrogen und können bis zur nationalen (Verkaufs-) Beschränkung als "legal" gehandelt werden. Die Anzahl an NPS auf dem europäischen Drogenmarkt stieg in den letzten Jahren stetig. Allein im Jahr 2015 hatte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) 98 neue psychoaktive Substanzen detektiert, wodurch inzwischen eine Gesamtheit von über 560 NPS registriert ist. NPS lassen sich aufgrund ihrer Struktur in die Substanzgruppen der synthetischen Cannabinoide, synthetischen Cathinone, Phenethylamine, Tryptamine, Piperazine, Benzodiazepine, Arylamine und Opioide unterteilen. NPS sind häufig mit einem hohen Risikopotential verbunden und können die Gesundheit des Konsumenten beträchtlich beeinträchtigen. In der Literatur sind bereits einige Fallbeispiele zu Symptomen und Krankheitsverläufen, teils mit Todesfolge, beschrieben. Im Vergleich zu den klassischen Rauschdrogen kann der Konsum „Neuer Psychoaktiver Substanzen“ deutlich unvorhersehbarere Neben- und Nachwirkungen mit sich ziehen. Sowohl Marihuana und Haschisch als auch synthetische Cannabinoide haben Einfluss auf das Kurzzeitgedächtnis, das Wahrnehmungs- und Denkvermögen, die motorische Koordination sowie das Empfinden von Angst, Schmerzen, Appetit und Übelkeit. Synthetische Cannabinoide sind jedoch deutlich potenter. Mit der erhöhten Potenz geht ein erhöhtes Risiko der Abhängigkeit, Gewöhnung, Überdosierung und nicht-kalkulierbarer Nebenwirkungen einher. Zu den wichtigsten Nebenwirkungen des Konsums von synthetischen Cannabinoiden zählen extremes Herzrasen, Bewusstlosigkeit bis hin zu komatösen Zuständen, Krampfanfälle, Halluzinationen, Panikattacken, Aggressivität, Psychosen und Depression. Folgende Klinikaufenthalte sind in jeder Hinsicht als kritisch zu beurteilen, da für Intoxikationen mit synthetischen Cannabinoiden weder bestimmte Indikationen noch Antidota bekannt sind. Der Konsum von synthetischen Cannabinoiden erfolgt vorrangig in Form von Joints, d. h. im Mischkonsum mit Cannabis und Tabak, und E-Zigaretten, aber auch in Pulverform. Ähnliches lässt sich auch zu anderen Untergruppen der „Neuen Psychoaktiven Substanzen“ wie den synthetischen Cathinonen berichten (bezogen auf die Nebenwirkungen und Konsumformen). Bei den stimulierend Wirkenden NPS stehen die herzkreislaufsteigernden Wirkungen und die Gefahr einer gefährlichen Erhöhung der Körpertemperatur bei gleichzeitiger fehlender Wahrnehmung aufgebrauchter Energiereserven und Elektrolytverlust durch starkes Schwitzen. Dies kann insbesondere bei vorgeschädigtem Herzen zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Zielsetzung: Ziel der Studie ist es, das Konsumverhalten von NPS (synthetischen Cathinonen, Phenethylaminen, Tryptaminen, Piperazinen und synthetischen Cannabinoiden) sowie von klassischen Rauschdrogen in Köln während eines Festivals zu untersuchen. Die hierfür gesammelten Urinproben werden im Institut für Rechtsmedizin mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie/Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS) sowie Gaschromatographie/Tandem-Massenspektrometrie (GC-MS/MS) auf die verschiedenen Drogen gescreent. Anhand eines kurzen schriftlichen Fragebogens an die Probanden sollen Informationen wie Alter, Geschlecht, regionale Herkunft und Häufigkeit des Drogenkonsums gewonnen werden. Die Erhebung der Daten bzw. die resultierenden Forschungsergebnisse dienen der Aufklärung von Wissenschaftlern sowie Ärzten, die entweder bei der Versorgung intoxikierter Personen tätig sind oder sich mit der Therapie von Suchtpatienten (die teilweise an Psychosen leiden) befassen, wodurch wir eine Verbesserung der Patientenversorgung erhofft wird.

Quelle

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