Beschreibung der Studie

Ziel / Hintergrund: Das Smartphone stellt heute wohl das persönlichste Gerät des Menschen dar. Erkenntnisse aus unserer Studie - „ONLIFE“ – Smartphone-Nutzung und Diagnostik von Depression - könnten eine genauere Erforschung bisher weitgehend unbekannter Zusammenhänge zwischen der Smartphone-Nutzung und der Erkennung und Intensivierung einer depressiven Symptomatik ermöglichen. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob durch die Analyse einiger dieser Daten Rückschlüsse auf die Ausprägung der depressiven Symptomatik des Nutzers gezogen werden können. Es sollen mögliche Ansatzpunkte der Früherkennung depressiver Verhaltensmuster erforscht werden, um Patienten ggf. frühzeitige Behandlungshilfen (z.B. in Form von Selbsthilfeprogrammen) zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus sollen die Daten des Forschungsprojekts die Entwicklung eines Fragebogens zur besseren Unterscheidung unterschiedlicher Formen der Depression unterstützen. Methode: Durch die Hilfe diverser Fragebögen zu Beginn und Ende der Studie und das Aufzeichnen von mit Depression in Verbindung gebrachten Smartphone-Nutzungsdaten über 6 Monate, sollen Verhaltensweisen identifiziert werden, die maximale Vorhersagen über mögliche diagnostische Kriterien einer Depression des Nutzers erlauben. Die Versuchspersonen sind depressive Probanden (N = 200) und gesunde Kontrollprobanden (N=200).

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Studiendetails

Studienziel - Messung depressionsspezifischer Symptome (IDCL, BDI-II), Persönlichkeitstest (NEO-FFI), Tests zur Erfassung von Angst, Ärger, Umgang mit Emotionen (DERS, STAI, STAXI), Resilienz (CD-Risc), kindlicher Traumata (CTQ), Soziales Netzwerk (SNI) und Smartphone-Nutzung (SAS-SV) Alle Fragebögen werden zu zwei Messzeitpunkten (Beginn und Follow-Up nach 6 Monaten) erfasst. - Erfassung von Smartphonedaten über einen Zeitraum von 6 Monaten (GPS, Telefonnutzung, abgehende/eingehende Anrufe, Anzahl, gesendeter/erhaltener SMS/Emails, installierte Apps und Nutzung, Zeit in denen sich Telefon auf lautlos/Vibration/laut Modus befindet, Anzahl Kalendereinträge/Erinnerungen, WLAN ein-/ausgeschaltet, Flugmodus – on/off, Abgespielte Musik, Häufigkeit Fotografieren/Videoaufnahme, Notifications, Durchschnittliche Textlänge in Zeichen, Zeit Bluetooth aktiv (Sekunden, Verbindung mit anderen Geräten)) und Veränderung im Zusammenhang mit der depressiven Symptomatik derer.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Ludwig-Maximilians-Universität MünchenDepartment PsychologieLehrstuhlinhaber psychologische Methodenlehre und Diagnostik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Depressive Patienten:
  • Gesicherte Diagnose einer Depression muss vorliegen (F32.x; F33.x; F34.1)
  • ambulante, teilstationäre oder stationäre psychiatrischer und/ oder psychotherapeutischer Behandlung
  • Kontrollgruppe:
  • Psychisch gesunde Probanden

Ausschlusskriterien

  • Depressive Patienten:
  • Akute Suizidalität, Suchterkrankung, schwerwiegende körperliche Erkrankungen, Schwangerschaft, Psychotische Erkrankung, Bipolare Erkrankung, mangelhafte Deutschkenntnisse
  • Primärdiagnose: Panikstörung, generalisierte Angststörung, soziale Phobie oder posttraumatische Belastungsstörung.
  • Kontrollprobanden:
  • Einnahme von Psychopharmaka, schwerwiegende körperliche Erkrankungen, Schwangerschaft, Psychiatrische Erkrankung

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München, München

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel / Hintergrund: Das Smartphone stellt heute wohl das persönlichste Gerät des Menschen dar. Ziel dieser Studie ist es, explorativ, mögliche Zusammenhänge zwischen einer Vielzahl an möglichen Variablen mit Bezug zum Smartphone-Nutzungsverhalten, der Persönlichkeitsstruktur, physischer Aktivität, genetischer Dispositionen und des Ausprägungsgrades der Depression (Schweregrad und chronische Depression vs. episodische Depression) zu untersuchen und herauszufinden, ob durch die Analyse einiger dieser Daten Rückschlüsse auf die Ausprägung der depressiven Symptomatik des Nutzers gezogen werden können. Es sollen mögliche Ansatzpunkte der Früherkennung depressiver Verhaltensmuster erforscht werden, um Patienten ggf. frühzeitige Behandlungshilfen (z.B. in Form von Selbsthilfeprogrammen) zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus ist die stufenweise Entwicklung eines reliablen und validen Fragebogens zur Erfassung der chronischen Depression geplant. Methode: Durch die Hilfe diverser psychometrischer Testverfahren zu Beginn und Ende (Follow Up) der Studie und das Aufzeichnen von mit Depression in Verbindung gebrachten Smartphone-Nutzungsdaten über 6 Monate, sollen Verhaltensweisen identifiziert werden, die maximale Vorhersagen über mögliche diagnostische Kriterien einer Depression des Nutzers erlauben. Die Versuchspersonen sind depressive Probanden (N = 200) und hinsichtlich Alter, Geschlecht und Bildungsstand auf die depressiven Patienten gematchte Kontrollprobanden (N=200). Erkenntnisse aus unserer Studie - „ONLIFE“ – Smartphone-Nutzung und Diagnostik von Depression - könnten eine genauere Erforschung bisher weitgehend unbekannter Zusammenhänge zwischen der Smartphone-Nutzung und der Erkennung und Intensivierung einer depressiven Symptomatik ermöglichen. Diskriminationsmöglichkeiten anhand von Smartphone-Sensoren - erfasst über einen längeren Zeitraum - könnte ein weiterer Schritt in Richtung einer stadienspezifischen Diagnostik und Intervention der Depression sein.

Quelle

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