Beschreibung der Studie

Mit dieser Studie möchten wir genauere Informationen über einen möglichen neurobiologischen Zusammenhang zwischen tryptophanreicher Ernährung und verbesserter sozialer Kognition erlangen. Soziale Kognitionen kann man als die vielschichtigen verstandesmäßigen Prozesse beschreiben, die der sozialen Interaktion zwischen Menschen zugrunde liegen und die notwendig sind, um die Absichten des anderen wahrzunehmen und zu verstehen. Bei vielen psychischen Störungen, z.B. Depression, ist die soziale Kognition beeinträchtigt. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass soziale Kognitionen, wie auch andere kognitive Leistungen, mit dem Alter abnehmen. Eine biologische Grundlage der sozialen Kognitionen scheint der Hirnbotenstoff Serotonin zu sein, der zum einen bei der Depression eine Rolle spielt, von dem aber auch bekannt ist, dass er im Alter weniger verfügbar ist. Damit Serotonin im Gehirn gebildet werden kann, müssen wir mit unserer Nahrung einen Vorläufer des Botenstoffs aufnehmen, das Tryptophan. Tryptophan gehört zu den sog. „essentiellen Aminosäuren“, das bedeutet, dass es nicht vom Körper selbst gebildet werden kann sondern mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Obwohl Tryptophan in vielen Lebensmitteln vorhanden ist, geht die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass die Menschen in der Regel zu wenig Tryptophan konsumieren. Wir wollen nun gesunde Menschen zwischen 21 und 65 Jahren untersuchen, ob die Aufnahme von Tryptophan, sowohl einmalig mittels einer Tablette, als auch über einen Monat hinweg, täglich mittels eines Frühstücksriegels, zu einer Veränderung der sozialen Kognitionen und der ihnen zugrunde liegenden Gehirnfunktionen führt. Außerdem interessieren wir uns dafür, ob bestimmte genetische Merkmale diesen Effekt des Tryptophans beeinflussen.

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung sozialer Kognition durch TRP (Tryptophan) fMRT, diverse Paradigmen zu sozialer Kognition und Emotionserkennung (RMET, Hariri matching task, moral judgement task nach Young et al) und Fragebogendaten (BDI II, STAI, Leids, EQ, WHO5, PTQ, Fragebogen zu TRP reicher Ernährung, GPAQ, SI, PSQI, FSS, social network and activity) von 3 Zeitpunkten: baseline, nach 5-HTP (2h nach Gabe im MRT messen und Fragebögen) und nach L-Tryptophan (nach 4 Wochen, geplant max. 1 Woche nach letzter Einnahme MRT und Fragebögen) 2 Zeitpunkte: Urin zur Messung von TRP Metaboliten und Blut um Zush. zu TRP Genetik und epigenetischen Faktoren zu finden 80 Probanden
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Placebo Ja
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle BMBF - Projektträger im Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • MRT tauglich, keine psychischen Störungen, BMI 18-30

Ausschlusskriterien

  • MRT untauglich, psychische Störung, BMI <18 oder >30

Adressen und Kontakt

Mannheim

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Ziel des Vorhabens ist die Untersuchung der neurobiologischen Grundlagen des Einflusses von Tryptophan auf die sozialen Kognitionen mittels Magnetresonanztomographie. Dabei soll sowohl untersucht werden, welche neuronalen Signaturen während sozial-kognitiver Informationsverarbeitungsprozesse nach akuter Einmalgabe von Trptophan auftreten als auch, inwieweit eine mehrwöchige Einnahme von tryptophanangereicherter Kost zu neuronalen Veränderungen in mit sozialen Kognitionen assoziierten Hirnregionen führt. Damit leistet das Vorhaben einen grundlagenwissenschaftlichen Beitrag zum Ziel des transnationalen Verbundes „iCase“, die Anwendbarkeit von tryptophanreicher Kost zur Verbesserung sozialer Kognitionen, insbesondere zur Kompensation altersbedingter Einbußen, zu untersuchen.

Quelle

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