Beschreibung der Studie

Hauptzweck der Studie ist die Unterstützung des dauerhaften Transfers von Effekten der stationären psychosomatischen Rehabilitation in den Alltag durch eine nahtlos anknüpfende poststationäre webbasierte Fortführung der Behandlung. Die Studie wird vor dem Hintergrund hoher Rückfallraten nach stationärer Therapie trotz erfolgreicher Behandlung und der Schnittstellenproblematik zwischen stationärer und ambulanter Therapie durchgeführt. Die Zielgruppe sind depressiv erkrankte Männer, da es übereinstimmende Hinweise darauf gibt, dass in dieser Gruppe die Inanspruchnahme ambulanter Unterstützungsangebote gering ist. In der Studie werden 2 Bedingungen verglichen: Die Experimentalgruppe nimmt über sechs Monaten einer webbasierte Nachsorge in Form eines modularen, therapeutische begleiteten Programms teil. Der Kontrollgruppe stehen Nachsorgeangebote im Rahmen der Routineversorgung zur Verfügung. Ziele der Studie sind die Verstetigung der Effekte der stationären Depressionstherapie und ein Transfer des Gelernten in den Alltag. Somit sollen Rückfälle vermieden werden. Hypothesen: Es soll überprüft werden, ob die webbasierte Nachsorge im Hinblick auf die depressive Symptomatik und die Verhinderung von Rückfällen wirksamer ist als die übliche, zur Verfügung stehende Routineversorgung im Anschluss an die stationäre Therapie.

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Studiendetails

Studienziel Depressive Symptomatik (Beck Depressions Inventar BDI II, Patient Health Questionnaire PHQ-D); 3 Messzeitpunkte: T1 Ende stationäre Rehabilitation; T2: 4 Monate post; T3 10 Monate post
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ICD-10 Hauptdiagnose F32 oder F33, Zugang zum Internet, ausreichende Deutschkenntnisse

Ausschlusskriterien

  • komorbide Persönlichkeitsstörung, Psychotische Erkrankung, Sucht, aktuell Suizidalität

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Der dauerhafte Transfer von Effekten der stationären Rehabilitation in den Alltag bedarf häufig einer poststationären Fortführung der Behandlung, da ansonsten die Gefahr besteht, dass positive Veränderungen wieder verloren gehen und es zu erneuten Zustandsverschlechterungen und symptomatischen Krisen kommt. Dies gilt zwar auch für weite Teile der stationären Rehabilitation bei somatischen Erkrankungen (Friedl-Huber et al., 2007), ist aber im Bereich der Psychosomatik aufgrund von Besonderheiten der Klientel (emotionale Instabilität, motivationale Defizite, häufig schwierige psychosoziale Kontextbedingungen) von besonderer Bedeutung. Diese prognostisch ungünstigen individuellen und psychosozialen Faktoren zeigen sich besonders deutlich, wenn depressive Erkrankungen den Schwerpunkt des Beschwerdebildes darstellen. Aufgrund der gesetzlich definierten Trennung zwischen stationärer und ambulanter medizinischer Versorgung in Deutschland ergibt sich häufig ein Schnittstellenproblem beim Wechsel zwischen den Versorgungsbereichen. In der Praxis etablierte und in ihrer Wirksamkeit belegte ambulante Nachsorgeprogramme wie ASP (Ambulante Stabilisierungs-Programm der DRV Baden-Württemberg) oder IRENA (Intensivierte Rehabilitationsnachsorge, Programm der DRV Bund) sind nur zugänglich für Patienten im Einzugsbereich größerer Städte, bzw. im geographischen Umfeld von Kliniken, die solche Angebote machen. Moderne Informationstechnologien eröffnen an diesem Punkt neue Möglichkeiten für Psychotherapie und Psychoedukation (Bauer & Kordy, 2008; Andersson & Cuijpers, 2009; Hardt & Ochs, 2011; Wagner & Maercker, 2011). In Modellprojekten im Rahmen verschiedener Studien wurden Durchführbarkeit und positive therapeutische Effekte solcher Ansätze nachgewiesen (z.B. Ruward et al., 2009; Zimmer et al., 2010). Vor diesem Hintergrund wird eine Online-Nachsorgeintervention entwickelt, in deren Rahmen Patienten der Rehaklinik Glotterbad im Anschluss an die stationäre Behandlung unter kontinuierlicher therapeutischer Begleitung über einen Zeitraum von 6 Monaten weiterbetreut werden. Aufbauend auf dem Kontakt im Rahmen des Klinikaufenthaltes und unter Einbezug von in der Klinik entwickelten Zielsetzungen und Veränderungsperspektiven wird der Entwicklungsverlauf des Patienten nach Rückkehr in den Alltag über sechs Monate kontinuierlich begleitet und unterstützt. Ein solches Modell versteht sich als ergänzender „link“ zwischen stationärem und ambulantem Setting, der es ermöglicht, in der Klinik initiierte therapeutische Prozesse nahtlos fortzuführen und die Integration der Veränderungen in den Alltag zu fördern, womit symptomatische Verschlechterungen und Rückfälle vermieden werden sollen. Ziele des Projekts sind die Entwicklung und Evaluation der Online-Nachsorgeintervention für depressiv erkrankte Männer.

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