Beschreibung der Studie

In Deutschland ereignen sich pro Jahr zwischen vier und fünf Millionen Stürze bei zu Hause lebenden Menschen im höheren Lebensalter. Vor allem im fortgeschrittenen Lebensalter steigt die Sturzhäufigkeit. Gegenwärtig gibt es zwar zahlreiche Sturzpräventionsprogramme in Deutschland, jedoch existiert darunter kein ergotherapeutisches Sturzpräventionsprogramm, welches Training von körperlichen Funktionsfähigkeiten mit Wohnraumanpassung kombiniert. Viele der bereits bestehenden Programme sind weder theoretisch fundiert noch wurde deren Wirksamkeit evaluiert. Gefordert wird ausschließlich qualitätsgesicherte Präventionsprogramme durchzuführen und zu finanzieren. Das Ziel dieser Studie besteht darin, das neu entwickelte, theoretisch fundierte Sturzpräventionsprogramm "Fit-Daheim" hinsichtlich seiner Praktikabilität, Akzeptanz und Machbarkeit zu untersuchen. Ein vergleichbares Programm für zu Hause lebende ältere Menschen existiert in Deutschland bisher nicht.

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Studiendetails

Studienziel 1. Machbarkeit, Akzeptanz und Praktikabilität der Intervention 1.1 Verständlichkeit und Anwendbarkeit des Manuals durch Ergotherapeuten (selbst entwickelter Fragebogen) 1.2 Prüfung der Manualtreue der Ergotherapeuten im Rahmen der Umsetzung der Intervention (selbst entwickelter Fragebogen) 1.3 Untersuchung der Verwendbarkeit von Assessmentinstrumenten für den deutschen Versorgungskontext (Literaturrecherche) 1.4 Einschätzung der Praxistauglichkeit, Akzeptanz der Intervention durch die Therapeuten (problemzentrierte Interviews) 1.5 Zufriedenheit und Akzeptanz der Intervention durch Patienten und Angehörige (problemzentrierte Interviews) 1.6 Drop-out Rate der Patienten 1.7 Aufwand und Kosten der Intervention 1.8 Einschätzung des Aufwandes der Patientenrekrutierung
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 44
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Forschungskoordinator der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar)
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Patienten wohnen in der eigenen Häuslichkeit oder in einem Apartment für betreutes Wohnen.
  • Die Patienten sind im letzten Jahr bereits gestürzt oder fast gestürzt oder fühlen sich unsicher beim Gehen und haben Bedenken, dass sie stürzen könnten.
  • Die Patienten berichten über eine Gangverschlechterung und/oder einer der Verschlechterung der Standsicherheit im letzten Jahr.
  • Die Patienten benötigen zeitweise oder stetig Hilfe bei mindestens einer der folgenden alltäglichen Verrichtungen:
  • Aktivitäten zur körperlichen Selbstversorgung wie tägliche Hygiene, Ankleiden oder Bewegung durch die Wohnung inkl. Treppensteigen.
  • Haushaltstätigkeiten wie Mahlzeiten zubereiten, Einkaufen, Wohnung oder Wäsche in Ordnung halten.
  • Freizeitaktivitäten oder kleinere Instandhaltungsaufgaben in Wohnung oder Garten.
  • Grundsätzlich ist das Vorliegen einer Pflegebedürftigkeit oder einer pflegerischen Betreuung kein Ausschlusskriterium.

Ausschlusskriterien

  • Menschen, die dauerhaft im Pflegeheim leben.
  • Patienten, die medizinisch instabil oder terminal erkrankt sind.
  • Menschen, die nicht stehen oder die auch mit Gehhilfsmittel nur weniger als drei Meter gehen können.
  • Patienten mit mittleren oder starken Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit.

Adressen und Kontakt

Ergotherapiepraxen, Saarbrücken

Ansprechpartner: Christian Müller

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Häufig gestellte Fragen

In Deutschland ereignen sich pro Jahr zwischen vier und fünf Millionen Stürze bei zu Hause lebenden Menschen im höheren Lebensalter. Vor allem im fortgeschrittenen Lebensalter zeigt sich eine höhere Prävalenz von Stürzen, da Sturzrisikofaktoren aufgrund von altersbedingten Veränderungen gehäuft auftreten. Gegenwärtig gibt es zwar zahlreiche Sturzpräventionsprogramme in Deutschland, jedoch existiert darunter kein ergotherapeutisches Sturzpräventionsprogramm, welches Training von körperlichen Funktionsfähigkeiten mit Wohnraumanpassung kombiniert. Gefordert wird ausschließlich theoretisch fundierte und qualitätsgesicherte Interventionen zu implementieren und zu finanzieren. Das Ziel dieser Studie besteht darin, das in eigener Vorarbeit entwickelte, theoretisch fundierte multifaktorielle Sturzpräventionsprogramm hinsichtlich seiner Machbarkeit und Akzeptanz zu untersuchen. Ein vergleichbares Sturzpräventionsprogramm für zu Hause lebende Senioren existiert in Deutschland bisher nicht. Die Therapeuten erhalten eine strukturierte Schulung, um das Manual des Sturzpräventionsprogramms in der Praxis umsetzen zu können. Die Schulung wird durch eine quantitative und qualitative Befragung evaluiert. Aus Sicht der Therapeuten werden die Akzeptanz und Machbarkeit sowohl durch einen Fragebogen als auch durch problemzentrierte Interviews erfasst. Darüber hinaus werden mit Senioren und ihren Angehörigen problemzentrierte Interviews zu Akzeptanz, Zufriedenheit, und Belastbarkeit durchgeführt. Im Anschluss an die Datenanalyse wird das Manual überarbeitet und publiziert.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien