Beschreibung der Studie

Eine regelmäßige Aufgabe im rechtsmedizinischen Tätigkeitsbereich ist die Untersuchung von Leichenfundorten mit Durchführung von Untersuchungen zur Bestimmung der Todeszeit und von Blutspurenmusteranalysen. Es soll u. a. Rückschluss auf den Ablauf des Tatgeschehens gezogen werden. Dieses kann jedoch nur geschehen, wenn die vor Ort vorhandenen Blutspuren zeitlich sicher dem im Rede stehen Vorfall zuzuordnen sind. Es stellt sich insbesondere bei diskreteren Blutspurenbildern im Ermittlungsverfahren bei Körperverletzungsdelikten oder Tötungsdelikten die Frage, ob die zu untersuchenden Blutspuren tatsächlich im Rahmen des in Rede stehenden Deliktes entstanden sind oder ob sie eventuell schon vorher vorhanden waren und mit dem eigentlichen Vorfall gar nicht in Verbindung zu bringen sind. In der Literatur finden sich veröffentlichte Studien, die gezeigt haben, dass das Absorptionsspektrum von Blutbestandteilen ändert, je älter die Blutspur ist. Die in der Literatur beschriebenen Studien sind jedoch überwiegend unter unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt worden, ferner wurden ist die Anzahl der untersuchten Zeitpunkte gering. In der Studie sollen nun künstlich Blutspuren gelegt werden, welche nach unterschiedlichen, vorher festgelegten Zeiträumen mittels Spectrophotometer hinsichtlich ihrer Absorptionseigenschaften untersucht werden. Ziel ist, die in der Literatur beschriebene Methodik unter kontrollierten Rahmenbedingungen zu validieren und längerfristig als Routineuntersuchung in der rechtsmedizinischen Arbeit zu etablieren. Als Studienteilnehmer kommen alle gesunden Personen zwischen 18 und 68 Jahren in Betracht, benötigt wird ein Röhrchen Blut à 9 mL pro Teilnehmer.

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Studiendetails

Studienziel Ziel ist es, anhand der Absorptionseigenschaft einer Blutspur deren Alter zu bestimmen. Dafür wird von unterschiedlich alten Blutspuren mittels Spectrophotometer die Absoprtion gemessen und mit dem Alter korreliert.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Köln

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gesunde Probanden

Ausschlusskriterien

  • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe für Hepatitis B-, C- oder HIV-Infektion (Prostituierte, i.v. Drogenabhängige, Homosexuelle)
  • Chronische Krankheiten des Herzens (KHK, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt)
  • Chronische Krankheiten der Lungen (chronische Bronchitis, Emphysem)
  • Hirnschlag/Apoplex
  • Krampfleiden/Epilepsie
  • Knochenmarkserkrankungen
  • Protozoonose: Babesiose, Trypanosomiasis (Chagas-Schlafkrankheit), Leishmaniosis
  • Bucellose, Rickettsiose, Rückfallfieber
  • Nachweis von Hepatitis C- oder HIV-Infektion
  • Akute Malaria-Erkrankung
  • Allergisches Asthma Bronchiale
  • Bösartige Neoplasien
  • Chronische Krankheiten von Niere und Leber
  • Diabetes Mellitus (insulinpflichtig)
  • Alkoholkrankheit
  • Medikamentenabhängigkeit
  • Aufenthalt in Großbritannien/Nordirland > 6 Monate zwischen 1980 und 1996
  • Zeitlich begrenzte Ausschlusskriterien
  • Hb-Wert: Frauen ≤125 g/l, Männer ≤135 g/l
  • Thrombozytopenie < 120.000/µl
  • Blutdruckabweichung: systolisch <100mmHg, >180mmHg; diastolisch >100mmHg
  • Puls: Frequenz >100/Minute
  • Fieberhafte Erkrankungen jeglicher Art innerhalb der letzten 4 Wochen
  • Bei Impfung mit Tot-/Toxoidimpfstoffen Rückstellung für 2 Tage, mit Lebendimpfstoffen für 4 Wochen
  • Nach großen operativen Eingriffen – Rückstellung für 6 Monate
  • Aufenthalt in Malaria-Endemiegebieten, wenn während oder nach der Reise keine klinischen Zeichen einer Malariaerkrankung bestanden – Rückstellung für 6 Monate
  • Schwangerschaft
  • Entbindung in den letzten 6 Monaten und Stillzeit
  • Fieber
  • Alkoholisierter Zustand
  • Medikamenteneinnahme:
  • Bei Einnahme von Thrombozyten-Aggregationshemmern oder Rheumamitteln (Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen) – Rückstellung für 8-10 Tage
  • Nach Einnhame von Antikoagulantien: Marcumar – Rückstellung für 8 Wochen; oder Heparin – Rückstellung für 1 Woche
  • Nach Einnahme von Steroiden – Rückstellung für 4 Wochen

Adressen und Kontakt

Uniklinik Köln Institut für Rechtsmedizin, Köln

Ansprechpartner: Dr. Svenja Binder

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Häufig gestellte Fragen

siehe "allgemeinverständliche Kurzbeschreibung". Die in der Literatur beschriebenen zeitabhängige Veränderung in der Absorptionseigenschaft von gelösten Blutspuren stellt sich als Verschiebung der lambda-Soret-Bande im blauen Wellenlängenbereich in Richtung kürzerer Wellenlängen dar. Als Ursache hierfür wird in der Literatur unter anderen die Oxidation des im Häm gebundenen Eisens genannt. Untersucht werden die gelegten Blutspuren mittel Spectrophotometer.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien