Beschreibung der Studie

Untersucht werden Patienten mit chronisch-degenerativen Schultererkrankungen, die im Rehabilitationszentrum Bad Pyrmont (Niedersachsen) stationär behandelt werden. Ziel dieses Vorhabens ist es, die Ergebnisse der orthopädischen Rehabilitationsbehandlung anhand standardisierter berufsbezogener Leistungstestungen zu überprüfen. Die Patienten erhalten neben allen üblichen Untersuchungen und Therapien, die zur Verbesserung oder Wiederherstellung ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit beitragen sollen, ergänzende Untersuchungen des Herz-Kreislauf Systems durch Fahrradergometrie und gezielte Funktionsuntersuchungen des Bewegungsapparates. Der Ablauf der Rehabilitation wird von behandelnden Ärzten festgelegt und unterscheidet sich durch die zusätzlichen Funktionsuntersuchungen von dem üblichen Vorgehen. Die Bewegungsmessungen finden am Anfang und am Ende des Aufenthalts im Rehabilitationszentrum statt; der Zeitaufwand beträgt insgesamt 2 Stunden. Weitere Datenerhebung erfolgt anhand von Fragebögen. Relevant sind dabei Informationen zu gesundheitlichen Beschwerden, zu den individuellen Zielen der Rehabilitation sowie Informationen zu derzeitigen Berufssituation. Der gesamte Zeitaufwand für das Ausfüllen der Fragebögen beträgt ungefähr 1 Stunde. Aus dem Entlassungsbrief werden ergänzende medizinische Daten zum Verlauf der Rehabilitation gewonnen. Verglichen werden Patienten mit und ohne besondere berufliche Problemlagen (BBPL); die Problemlagen liegen vor, wenn eine deutliche Diskrepanz zwischen geminderten Leistungsvermögen und den Arbeitsanforderungen im Berufsfeld besteht.

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Studiendetails

Studienziel Erwerbsbezogene funktionell-motorische Leistungsfähigkeit (Überprüfung mit EFL-Verfahren und dem Assessmentsystem Sapphire): (1) Modifizierter EFL-Test nach Isernhagen: dynamisches Heben Bank-/Ablagenhöhe bis Erreichen des Maxialmalgewichtes, dynamisches Heben von Taillen- zu Kopfhöhe, jeweils nach EFL-Kriterien (in Kilogramm) zum Reha-Beginn (t1) und Reha-Ende (t2) (2) Sapphire-Basistest entsprechend dem standardisierten Testablauf ergänzt um Arbeiten über Kopf (ohne 6 min. Gehtest oder vorheriges Aufwärmen) zum Reha-Beginn (t1) und Reha-Ende (t2): (2a) Bewegungsgeschwindigkeit bezogen auf MTM-Kriterien (in Prozent): Hand / Fingerfunktion rechts und links (2b) Bewegungsgeschwindigkeit bezogen auf MTM-Kriterien (in Prozent): Vorwärtsreichen im großen Greifraum rechts, links und Mittelwert (2c) Statisches Heben mit willkürlicher Maximalkraft (nach Testprogramm des Herstellers) Höhe Mittelhand: gemittelt und mit Seitenvergleich (in Kilogramm)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Funktionsstörung eines oder beider Schultergelenke mit und ohne bildtechnisch nachweisbare strukturelle Läsionen
  • Dokumentierte Bildgebung (Röntgen, MRT, Sono oder CT vorhanden)
  • Eignung für stationäre Rehabilitationsmaßnahmen wegen zu erwartendem Therapiefortschritt
  • Komplette Datendokumentation zu allen Einfluss- und Zielkriterien

Ausschlusskriterien

  • Schulterendoprothesen
  • Radikuläre motorische Läsion der Halswirbelsäule
  • Periphere Nervenläsionen und Durchblutungsstörungen der oberen Extremitäten
  • Schwere Sehbehinderung
  • Fehlende kardiopulmonale Belastbarkeit für Maximalkrafttestungen
  • Lungenerkrankungen mit Gefahr des Spontanpneumothorax
  • Akute infektiöse oder entzündliche Erkrankungen
  • Psychische Komorbidität
  • Wirbelgleiten über Stadium II nach Meyerding
  • Manifeste Osteoporose
  • Große Bauchdeckenhernien oder Anus praeter
  • Patientenwunsch nach Ausscheiden aus der Studie
  • Dauerberentung
  • Sprachbarrieren
  • Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen oder auf Schonarbeitsplätzen
  • Ausschluss vom allgemeinen Arbeitsmarkt wegen schwerer atypischer Leistungseinschränkungen
  • Anschlussheilbehandlungen nach vorausgegangenen stationären Krankenhausbehandlungen
  • Nicht einwilligungsfähige Patienten

Adressen und Kontakt

Rehabilitationszentrum Bad Pyrmont, Bad Pyrmont

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Ziel: In dieser Studie soll der Einfluss der Therapiemotivation auf arbeitsbezogene funktionell-motorische Leistungsfähigkeit bei Rehabilitanden mit chronisch-degenerativen Schultererkrankungen untersucht werden. Projektbeschreibung: Es handelt sich um eine explorative monozentrische prospektive Pilotstudie ohne Intervention. Verglichen werden Rehabilitanden mit und ohne besondere berufliche Problemlagen (BBPL). Arbeits- und Zeitplan: Der Zeitplan sieht eine 1-jährige Laufzeit der Pilotstudie vor. Im orthopädischen Rehazentrum Bad Pyrmont werden männliche Patienten im Erwerbsalter mit relevanten Diagnosen rekrutiert. In die Auswertung gehen die Daten von 40 Personen ein, die nach Screening mit Hilfe des Würzburger Fragebogens zwei Vergleichsgruppen bilden sollen: jeweils 20 Rehabilitanden mit und ohne BBPL. Einschlusskriterien sind Funktionsstörungen eines oder beider Schultergelenke, dieselben verordneten Standardtherapien, der gleiche Umfang von arbeitsplatzbezogenen medizinischen Trainingstherapien und das gleiche Angebot an freiwilligen Zusatztherapien. Erhoben werden sozioökonomische Daten, Diagnosen, Schmerzintensität (VAS), Burnout (BOSS-1), subjektives Belastungsempfinden (Borg-Skala) und Funktionszustand (DASH). Mit Assessmentdiagnostik nach Isernhagen und Sapphire wird die funktionell-motorische Leistungsfähigkeit zum Reha-Beginn und zum Reha-Ende evaluiert. Dokumentiert wird die Nutzungsintensität freiwilliger Zusatztherapien. Zur Erfassung der berufsbezogenen Therapiemotivation wird der Patientenfragebogen FBMT-R eingesetzt. Es soll getestet werden, ob sich die Gruppen mit und ohne BBPL hinsichtlich der Therapiemotivation und Nutzungsintensität der freiwilligen Angebote unterscheiden. Des Weiteren soll geprüft werden, ob die bessere Therapiemotivation zu einer höheren Steigerung der funktionell motorischen Leistungsfähigkeit am Ende der stationären Rehabilitation führt. Schließlich wird untersucht, ob sich bei beruflichen Problemlagen unter Nutzung der Assessmentdiagnostik Hinweise auf submaximale Leistungsbereitschaft in den Testen anhand der Häufigkeit und Verteilung von Inkonsistenzen und im Therapieergebnis ergeben.

Quelle

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