Beschreibung der Studie

Im Rahmen des Forschungsprojekts AtRisk wird eine komplexe trägerübergreifende Lebensstilintervention evaluiert, die sich an Arbeitnehmer mit Risikofaktoren richtet. Ausgehend von den Potentialen trägerübergreifender Konzepte und arbeitsplatzbezogener Maßnahmen in der Prävention, sowie den Chancen von Gesundheitscoaching, ist es Ziel der vorliegenden Studie den Effekt der Präventionsleistung unter Berücksichtigung des Einsatzes eines Gesundheitscoaches zu evaluieren. Zudem wird durch eine Struktur- und Prozessanalyse auf konzeptioneller Ebene Optimierungspotential für trägerübergreifende Präventionsangebote identifiziert.

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Studiendetails

Studienziel Körperliche Freizeitaktivität; 6 Monats-Follow-Up; mittels Fragebogen
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung DLR Projektträger Gesundheitsforschung

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Genehmigter Antrag auf eine Präventionsleistung der Deutschen Rentenversicherung
  • erste gesundheitliche Beeinträchtigungen
  • beginnende Funktionsstörung der Bewegungsorgane
  • beginnende Funktionsstörungen innerer Organe
  • psychische Beeinträchtigungen
  • Unterschriebene Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Rehabilitationsbedarf
  • Akutmedizinischer Behandlungsbedarf
  • mangelnde Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

ambulante Rehabilitationseinrichtungen, NRW

Ansprechpartner: Dr. Andrea Schaller

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Häufig gestellte Fragen

Hintergrund Aufgrund der hohen Relevanz von körperlicher Aktivität und Gesundheitskompetenz im Kontext der Vermeidung chronischer Erkrankungen sowie der hohen Beduetung betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention befasst sich die geplante Studie mit der Evaluation einer trägerübergreifenden arbeitsplatzbezogenen Präventionsmaßnahme. Methodik Konzeptionelle Grundlage ist das RE-AIM Modell. Um die Bewertungsdimensionen nach RE-AIM abzudecken und die Umsetzung und Effektivität des Präventionsprogrammes auf organisationaler und individueller Ebene möglichst umfassend zu erfassen, werden im Rahmen der Evaluation mehrere Perspektiven berücksichtigt und unterschiedliche Datenquellen genutzt (mixed-methods). Zum einen wird eine multizentrische longitudinale Beobachtungsstudie mit drei Messzeitpunkten durchgeführt (T0=baseline; Beginn der Präventionsleistung; T1=Ende der Präventionsleistung; T2=sechs Monats follow-up). Es werden zwei Gruppen verglichen: die TeilnehmerInnen der trägerübergreifenden Präventionsleistung [A) verhaltensorientierte Lebensstilintervention + B) Einsatz eines Gesundheitscoaches] und TeilnehmerInnen der verhaltensorientierten Lebensstilintervention (A). Die ergänzende qualitative Studie beinhaltet eine Dokumentenanalyse, leitfadengestützte Interviews und systematic field notes.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien