Beschreibung der Studie

Das projektive offene Verfahren "Baum und Traumbaum" von Dr. Ludvik Betak (Brno, Tschechische Republik) wird in zwei Gruppen von psychosomatisch-psychotherapeutischen Patienten und gesunden Kontrollgruppe untersucht werden. StudienteilnehmerInnen werden gebeten, zwei Zeichnungen eines Baumes zu erstellen. Im ersten "ganz gewöhnlichen Laubbaum" werden eher sozial-konventionelle Themen projiziert, wohingegen auf den zweiten „ganz anderen, traumhaft unwirklichen Baum“ Hinweise auf tiefer gehende, existenzielle Konflikte projiziert werden. Dies eröffnet den Raum für therapeutisches Arbeiten im Sinne von imaginativer Technik und Traumarbeit. Das projektive Verfahren bietet wertvolle diagnostische Möglichkeiten für ein breites Spektrum an Patienten, sowohl Erwachsenen als auch Kindern. Das theoretische Konzept wurde von dessen Autor an über 3000 Fällen klinisch getestet. Ziel des Projektes ist es, die qualitativen klinischen Befunde des Autors in einer empirischen Forschungsarbeit zu untersuchen. Dazu werden 21 Patienten der Psychosomatischen Klinik und 21 Kontrollpersonen gebeten, zwei Bäume zu zeichnen. Diese werden im anschließenden therapeutischen Gespräch eingehender betrachtet. Die Zeichnungen werden von 3 unabhängigen Experten beurteilt.

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Studiendetails

Studienziel blinde Beurteiler sollen die kommentierten Zeichnungen der PatientInnen und KontrollprobandInnen richtig unterscheiden können
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 42
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Society of Psychotherapy Research,c/o University of Louisville

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Psychotherapeutische / psychosomatische PateinteInnen: Empfehlung des therapeutischen Teams, freiwillige Teilnahme.
  • Kontrolpersonen: freiwillige Teilnahme.

Ausschlusskriterien

  • psychiatrisch relevante Erkrankungen

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ulm

Ansprechpartner: PD Dr. Dan Pokorny

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Häufig gestellte Fragen

Das projektive offene Verfahren "Baum und Traumbaum" (Betak) ist frei inspiriert nach dem klassischen Baumtest von Koch; es erweitert diesen durch die Einbeziehung einer psychodynamischen Komponente grundlegend. Jeder Teilnehmer wird gebeten nacheinander zwei Bäume zu malen. Im ersten "ganz gewöhnlichen Laubbaum" werden eher sozial-konventionelle Themen projiziert, wohingegen auf den zweiten „ganz anderen, traumhaft unwirklichen Baum“ Hinweise auf tiefer gehende, existenzielle Konflikte projiziert werden. Dies eröffnet den Raum für therapeutisches Arbeiten im Sinne von imaginativer Technik und Traumarbeit. Das projektive Verfahren bietet wertvolle diagnostische Möglichkeiten für ein breites Spektrum an Patienten, sowohl Erwachsenen als auch Kindern. Das theoretische Konzept wurde von dessen Autor an über 3000 Fällen klinisch getestet. Ziel des Projektes ist es, die qualitativen klinischen Befunde des Autors in einer empirischen Forschungsarbeit zu untersuchen. 21 Patienten der Psychosomatischen Klinik und 21 Kontrollpersonen werden gebeten zwei Bäume zu zeichnen. Diese werden im anschließenden therapeutischen Gespräch eingehender betrachtet. Des Weiteren werden die Teilnehmer gebeten, frei assoziierte Adjektive, welche die Beziehung zu nahestehenden Personen qualitativ charakterisieren als auch Adjektiven, die die Bäume beschreiben, zu benennen. Darüber hinaus werden noch ausgewählte psychometrische Testverfahren angewandt: SCL-90-S, Neo-FFI ("big five"), TEM (Test zur existentiellen Motivation, Längle & Eckart). Auswertung: Die mit kurzen Beschreibungen begleitete Zeichnungen werden von 3 unabhängigen Experten beurteilt, die weder über die Reihenfolge (Baum/ Traumbaum), noch über die Gruppenzugehörigkeit (Patient/Kontrollgruppe) informiert sind. Der Erfolg dieser Expertenbeurteilung wird mit dem Binomialtest überprüft. Die transkribierten Dialoge werden in Hinblick auf emotionale Inhalte als auch Primärprozess untersucht. Die Adjektive werden durch das CCRT-LU Kategoriensystem beurteilt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien