Beschreibung der Studie

Vitamin D ist wichtig für den Knochenaufbau und die Knochengesundheit. Vitamin D wird zu einem geringen Teil über die Nahrung aufgenommen und zum größten Teil in der Haut unter Zuhilfenahme von Sonnenlicht gebildet. In unseren Regionen leiden viele Menschen aufgrund der geringen Sonneneinstrahlung bzw. eines unzureichenden Aufenthaltes im Freien an einem Vitamin D Mangel. Dieser kann anhand einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Man untersucht hierbei den sogenannten Vitamin D Spiegel, den Gehalt von Vitamin D im Serum. Wenn dieser langfristig zu niedrig ist, kann das Folgen für die Knochengesundheit haben: brüchige Knochen, Verformungen von Knochen. Deswegen sollte ein Vitamin D Mangel behoben werden (z.B. durch die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten). Epidemiologische Studien haben auch Zusammenhänge zwischen dem Vitamin D Status und Herz-Kreislauf Erkrankungen zeigen können. Mittlerweile ist bekannt, dass viele Patienten mit einer Depression einen zu niedrigen Vitamin D Spiegel aufweisen und dass ein niedriger Vitamin D Spiegel das Risiko für das Auftreten einer Depression erhöht. Durch diese randomisierte und Placebo-kontrollierte Studie soll festgestellt werden, ob sich eine Placebogabe bei einem Vitamin Spiegel < 30nmol/l (=12,5 ng/ml) über einen Zeitraum von 28 Tagen, nachteilig im Vergleich zur Substitution mit Vitamin D auf die Depressivität (gemessen mit dem Beck-Depressions-Inventar [BDI-II]) von Kindern- und Jugendlichen auswirkt.

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Studiendetails

Studienziel Depressions-Score gemessen anhand des BDI-II nach 28 Tagen
Status Teilnahme vorübergehend ausgesetzt
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters,LVR-Klinikum Essen, Kliniken der Universität Duisburg-Essen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • teil-)stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Aufnahme, Alter: 11-18,9 Jahren, BDI-II > 13, 25(OH)-Vitamin D-Spiegel < 30 nmol/L (12ng/ml), Schriftliche Einwilligung des Kindes und der Erziehungsberechtigen

Ausschlusskriterien

  • Bestehende schwere körperliche Erkrankung, Hypokalzämie, Parathormon > 130ng/ml; IQ < 70, Kontraindikation oder Ablehnung einer Vitamin D Substitution.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Vitamin D ist ein Hormon, das möglicherweise die seelische Gesundheit beeinflusst. Eine Vitamin D Defizienz scheint mit Depressionen in Zusammenhang zu stehen. Sowohl Querschnitts- als auch prospektive Kohortenstudien haben einen Zusammenhang gefunden zwischen einem niedrigen 25(OH) Vitamin D Spiegel und einem höheren Risiko an einer depressiven Symptomatik zu leiden. Ein antidepressiver Effekt einer Vitamin D Supplementation konnte in einigen (nicht allen), ausschließlich an erwachsenen Patienten durchgeführten randomisiert kontrollierten Studien (RCTs) gezeigt werden. Die Messung des Vitamin D Spiegels bei depressiven Patienten gehört nicht zur gegenwärtigen Standarddiagnostik. Wir stellen die Hypothese auf, dass die Gruppe Vitamin D defizienter und depressiver Kinder und Jugendlicher, die für einen Zeitraum von 28 Tagen nicht mit Vitamin D3 substituiert wird, verglichen mit einer Gruppe, welche eine Substitution erhält, hinsichtlich der depressiven Symptomatik gemessen anhand des Beck Depression Inventory (BDI-II) unterlegen ist. Die vorliegende doppelt verblindete randomisiert kontrollierte Studie wird 200 teil-/stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Patienten mit einem 25(OH) Vitamin D Spiegel < 30nmol/l (12 ng/ml) und einem Punktwert im Beck Depressions Inventar (BDI-II) > 13 einschließen. Die Patienten werden in einen Substitutions- oder Nicht-Substitutions-Arm randomisiert. Teilnehmer beider Arme erhalten eine leitliniengemäßen Therapie der psychischen Erkrankungen, die Patienten des Substitutions-Arms zusätzlich 2640 I.E. Vitamin D pro Tag für 28 Tage, die Patienten des Nicht-Substitutionsarms entsprechend angepasste Placebos.

Quelle

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