Beschreibung der Studie

Nach einer schweren Sepsis und intensivmedizinischer Behandlung entwickelt ein Teil der Patienten, aber auch deren Angehörige, wie z.B. der Lebenspartner, in der Folge eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Internet-basierte Schreibtherapie gilt als effektive Behandlungsoption bei PTBS und kann den spezifischen Bedürfnissen von Sepsispatienten Rechnung tragen. Bislang gibt es allerdings kaum therapeutische Ansätze, die neben dem Patienten auch seinen Lebenspartner in die Therapie der PTBS einbeziehen. Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit und Anwendbarkeit einer Internet-basierten Intervention zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung bei Patienten nach schwerer Sepsis und deren Lebenspartnern zu untersuchen. Die Studienteilnehmer werden dabei nach dem Zufallsprinzip entweder der Behandlungsgruppe oder einer Wartelisten-Kontrollgruppe zugewiesen. Die Behandlungsgruppe absolviert eine Internet-basierte Schreibtherapie zur Behandlung der PTBS, die von einem Therapeuten begleitet wird und aus zwei wöchentlichen Schreibaufgaben über einen Zeitraum von ca. fünf Wochen (insgesamt 10 Schreibaufgaben) besteht. Nach Fertigstellung der jeweiligen Aufgabe erhalten die Teilnehmer bis zum Ende des folgenden Werktages eine individuelle Rückmeldung vom Therapeuten und weitere Instruktionen. Die Studienteilnehmer der Wartelisten-Kontrollgruppe erhalten die Schreibtherapie im Anschluss an ihre Wartezeit (nach etwa fünf Wochen).

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Studiendetails

Studienziel Schwere der posttraumatischen Stresssymptomatik (ca. 5 Wochen nach Randomisierung; gemessen mit der Posttraumatic stress disorder checklist [PCL-5])
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 196
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten nach schwerer Sepsis mit intensivmedizinischer Behandlung > 5 Tagen und deren Partner, klinisch relevante Symptomwerte einer posttraumatischen Belastungsstörung bei Patient und/oder Partner, das Trauma steht in Verbindung mit der intensivmedizinischen Behandlung einer Sepsis, in der deutschen Schriftsprache fließend, Internetzugang

Ausschlusskriterien

  • Patienten ohne Partner, akute Psychose, suizidale Absichten, Einnahme von Neuroleptika,
  • parallele psychotherapeutische Behandlung

Adressen und Kontakt

Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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In Anbetracht der hohen Prävalenz von PTBS bei Patienten nach schwerer Sepsis sowie deren Lebenspartnern und der Tatsache, dass PTBS oft ein unterbehandeltes Problem darstellt, besteht Bedarf an zielgruppenspezifischen Behandlungsansätzen. Die Internet-basierte Schreibtherapie hat sich in der PTBS-Behandlung als ebenso wirksam wie Face-to-Face-Therapie erwiesen und kann leicht von den Patienten und/oder deren Partnern von zu Hause aus wahrgenommen werden. Bislang gibt es allerdings kaum therapeutische Ansätze, die neben dem Patienten auch seinen Lebenspartner in die Therapie der PTBS einbeziehen. Ziele der Studie sind 1) die Überprüfung der Wirksamkeit und Anwendbarkeit einer Internet-basierten Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Patienten, die eine schwere Sepsis überlebt haben, sowie bei deren Partnern, 2) die Erhebung des Langzeiterfolges der Therapie nach 3, 6 bzw. 12 Monaten, 3) die Untersuchung dyadischer Konkordanz der Therapieeffekte und 4) die Untersuchung des Einflusses von dyadischem Coping auf die Therapieeffekte. Die Probanden werden randomisiert einer von zwei Bedingungen, d.h. einer Interventionsgruppe und einer Wartelisten-Kontrollgruppe zugewiesen: Die Interventionsgruppe absolviert eine therapeutengeleitete, manualisierte, Internet-basierte Schreibtherapie zur Behandlung der PTBS, bestehend aus zwei wöchentlichen Schreibaufgaben über einen Zeitraum von ca. fünf Wochen (insgesamt 10 Schreibaufgaben). Nach Fertigstellung der jeweiligen Aufgabe erhalten die Probanden bis zum Ende des folgenden Werktages eine individuelle Rückmeldung vom Therapeuten und weitere Instruktionen. Eine Warteliste dient als Kontrollgruppe gegen spontane Remission; diese Probanden erhalten die Schreibtherapie im Anschluss an ihre Wartezeit (nach etwa fünf Wochen). Eingeschlossen werden erwachsene Patienten (18 Jahre und älter) nach schwerer Sepsis, mit intensivmedizinischer Behandlung von mehr als 5 Tagen, oder Lebenspartner dieser Patienten. Patient und/oder Partner müssen klinisch relevante Symptomwerte einer PTBS aufweisen, die mit der intensivmedizinischen Behandlung in Zusammenhang stehen. Ausreichende Deutschkenntnisse und ein Internetzugang sind weitere Einschlussvoraussetzungen. Ausschlusskriterien sind Fehlen eines Lebenspartners, akute Psychose, Suizidabsichten, Einnahme von Neuroleptika und gleichzeitige psychotherapeutische Behandlung. Primärer Endpunkt ist die Symptomschwere der PTBS nach Beendigung der Schreibtherapie (etwa fünf Wochen nach der Baseline-Erhebung). Remission der PTBS, Depressivität, Angst, Somatisierung, Partnerschaftszufriedenheit, gesundheitsbezogene Lebensqualität (nach Ende der Therapie sowie 3, 6 bzw. 12 Monate danach) und Dropout während der Studie dienen als sekundäre Endpunkte.

Quelle

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