Beschreibung der Studie

Titel des Projekts: Sagt eine asymmetrische Ausprägung der Gehirnstrukturen vor Geburt spätere Sprachfähigkeiten und die Lokalisation dieser Fähigkeiten voraus? Hintergrund: Das Gehirn zeigt bei den meisten Menschen eine Asymmetrie seiner Strukuren. Die linke Hemisphäre, speziell der linke Temporallappen, weist dabei meist mehr Volumen und Faserverbindungen auf. Verschiedene Forscher konnten nachweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen dieser Asymmetrie des Gehirns und der Lokalisation von Sprache im Gehirn gibt. Desweiteren legen verschiedene Studien einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Parametern mit den Sprachfähigkeiten der Probanden nahe. In einer früheren Studie konnten wir die Asymmetrie des Gehirns eines Fötus bereits in der 20. bis 30. Gestationswoche in vielen, aber nicht allen Föten im Mutterleib zeigen. Wir interessieren uns nun für die Beziehung zwischen der vorgeburtlichen Asymmetrie der Gehirnstrukturen mit der Lokalisation von Sprache im Gehirn, den sprachrelevanten Faserverbindungen, und den Sprachfähigkeiten derselben Kinder einige Jahre später. Zielsetzung: Ziel der Studie ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen der vorgeburtlichen Asymmetrie des Gehirns mit späteren Sprachfähigkeiten, der Lokalisation dieser Fähigkeiten, und den sprachrelevanten Faserverbindungen zu untersuchen. Hypothesen: Wir erwarten einen signifikanten Zusammenhang zwischen einer vorgeburtlicher Asymmetrie des Gehirns mit der späteren Lokalisation von Sprache im Gehirn, der Ausprägung der sprachrelevanten Faserverbindungen, und den späteren Sprachfähigkeiten dieser Kinder. Methoden: Wir werden 40 gesunde Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahre untersuchen. Alle Kinder hatten eine Magnetresonanzuntersuchung als Föten im Mutterleib zwischen der 20. und 30. Gestationswoche. Wir werden eine Magnetresonanzuntersuchung zur Darstellung der sprachrelevanten Faserverbindungen und der Lokalisation von Sprachfunktionen durchführen. Desweiteren werden wir die Sprachfähigkeiten dieser Kinder ausführlich testen. Was ist das Neue daran? Diese Studie wird zum ersten Mal vorgeburtliche Daten mit späteren Sprachfähigkeiten und Ausprägungen von sprachrelevanten Arealen und Faserverbindungen im Längsschnitt bei denselben Probanden vergleichen. Mit dem Wissen, das wir durch diese Studie gewinnen können, hoffen wir, frühe Marker für spätere Sprachfähigkeiten oder -einschränkungen finden zu können.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Die Fragen nach primären und sekundären Endpunkten treffen auf diese Grundlagenforschung an gesunden Kindern nicht zu. Im Folgenden werden die Objectives angeführt. 1) eine positive Korrelation zwischen pränataler struktureller Lateralisation im Planum temporale und kindlicher Sprachlokalisation. 2) eine positive Korrelation zwischen pränataler struktureller Asymmetrie im Planum temporale und sprachbezogener Faserverbindungen im kindlichen Gehirn. 3) eine Korrelation zwischen pränataler anatomischer Asymmetrie im Planum temporale und späteren Sprachfähigkeiten, in dem pränatale linksseitige Asymmetrie des Planum temporale signifikant assoziiert ist mit besseren Sprachfähigkeiten. 4) spezifische Marker im fetalen MRI für spätere Sprachfähigkeiten
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle FWF Wissenschaftsfonds

Ihr ganz persönlicher Studienberater

Über 25.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ≥ 6 and ≤ 16
  • Vorliegen eines fetalen MRIs mit unauffälligem neurologischen Befund
  • keine neurologische oder psychiatrische Erkrankung aktuell oder in Krankengeschichte
  • intaktes Sprachverständnis
  • intaktes Sehen und Hören
  • beide Eltern deutscher Muttersprache

Ausschlusskriterien

  • Zwillings- oder Mehrlingsgeburt
  • neurologische oder psychiatrische Erkrankung
  • generelle MRI Kontraindikationen

Adressen und Kontakt

Wien

Ansprechpartner: Ass.-Prof. PD Dr. Lisa Bartha-Doering

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung in englischer Sprache verfügbar

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien