Beschreibung der Studie

In der Schweiz sind ungefähr 16'000 Personen pro Jahr von einem Hirnschlag betroffen. Nach einem Hirschlag haben zwischen 37-80% eine Urininkontinenz. Der Schwerpunkt bei der Behandlung der Inkontinenz liegt meistens auf dem Umgang mit der Inkontinenz. Die Förderung der Kontinenz steht eher nicht im Vordergrund. Es werden neue Massnahmen zur Betreuung von Menschen mit Inkontinenz nach Hirnschlag in der Rehabilitation eingeführt. Das Ziel ist dadurch die Kontinenz und Lebensumstände der Betroffenen zu verbessern. Ferner soll das Wissen der Pflegepersonen erweitert und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt werden. Um dies zu überprüfen werden Patientinnen/Patienten und Pflegepersonen der Rehabilitationsklinik in die Studie eingeschlossen. Patientinnen/Patienten werden in zwei Gruppen aufgeteilt, welche am Ende der Studie miteinander verglichen werden. Eine Gruppe wird die übliche, bisherige Betreuung erhalten und die andere Gruppe wird nach neu eingeführten Massnahmen zur Förderung der Kontinenz betreut. Die neuen Massnahmen werden mittels Schulungen für Pflegepersonen eingeführt. Am Anfang der Rehabilitation einer Patientin/eines Patienten, jeweils nach allen drei Wochen während dem Aufenthalt und bei Austritt, sowie drei Monate danach, werden Daten mittels Fragebogen erfasst. Ebenfalls zur Erfassung von Daten wird das Dokumentationssystem sowie ein Formular verwendet.

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Studiendetails

Studienziel Zielkriterium: Urinkontinenz der Patientinnen/Patienten Instrument: Fragebogen (International Consultation on Incontinence Modular Questionnaire - Short Form) Zeitpunkt: Eintritt, nach jeden drei Wochen während dem Aufenthalt, bei Austritt und drei Monate nach Austritt
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle Programm "BREF-soziale Innovation" von swissuniversities und Gebert Ruf Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen/Patienten:
  • Stationäre Rehabilitation in den Kliniken Valens, Rehazentrum Valens
  • Diagnostizierter Hirnschlag
  • Urininkontinenz
  • Erste stationäre Rehabilitation nach Hirnschlag
  • Informed consent
  • Pflegepersonen:
  • Alle Pflegepersonen der neurologischen Stationen der Klinken Valens, Rehazentrum Valens

Ausschlusskriterien

  • Patientinnen/Patienten:
  • Suprapubischer Katheter
  • Ausgeprägte Agitation oder Delirium
  • Unfähigkeit Deutsch zu lesen und sprechen
  • Pflegepersonen:
  • Keine

Adressen und Kontakt

Fachhochschule St.Gallen / Institut für Angewandte Pflegewissenschaft, St.Gallen

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In der Schweiz sind ungefähr 16'000 Personen pro Jahr von einem Hirnschlag betroffen. Mindestens ein Viertel der Personen mit Hirnschlag haben eine bleibende Beeinträchtigung. Je nach Literatur liegt die Prävalenz einer Urininkontinenz nach Hirschlag zwischen 37-80%. Der Fokus bei der Behandlung der Inkontinenz liegt meistens auf dem Umgang mit der Inkontinenz basierend auf Gewohnheiten der Praxis und die Förderung der Kontinenz ist meist nicht prioritär. Studien zeigen, dass das Risiko einer Einweisung in eine stationäre Pflegeeinrichtung nach dem Rehabilitationsaufenthalt höher ist, wenn die Person an einer Inkontinenz leidet. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind keine evidenzbasierten, international anerkannten Richtlinien zur Kontinenzförderung nach Hirnschlag in der Rehabilitation vorhanden. Das Ziel der vorliegenden Studie ist, ein systematisches Kontinenzmanagement bei Menschen nach einem Hirnschlag in der Rehabilitation zu implementieren und die Effektivität bezüglich Kontinenz, Lebensqualität und Selbstpflegefähigkeit der Patientinnen und Patienten zu prüfen. Zusätzlich wird die Kosteneffektivität der Intervention, sowie die Wissenserweiterung der Pflegepersonen untersucht. Die Wirksamkeit des systematischen Kontinenzmanagement wird mittels einem quasi-experimentellen Design evaluiert. In der Kontrollphase erhalten Patientinnen und Patienten die übliche Versorgung. Nachfolgend wird die Intervention, ein strukturierter Ablauf bestehend aus Screening, Assessment, individuelle Massnahmen und Kommunikation/Evaluation, mittels Schulungen für Pflegepersonen implementiert. Am Anfang der Rehabilitation einer Patientin/eines Patienten, jeweils nach allen drei Wochen während dem Aufenthalt und bei Austritt, sowie drei Monate danach werden Daten mittels Fragebogen, Formular und Dokumentationssystem erfasst.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien