Beschreibung der Studie

Die Genito-Pelvine Schmerz-Penetrationsstörung (GPSPS) ist eine sexuelle Funktionsstörung bei Frauen, die durch vaginale Penetrationsstörungen einhergehend mit Schmerzen und Angstsymptomen charakterisiert ist. Schwierigkeiten, Geschlechtsverkehr zu haben, obwohl dieser gewünscht wird, stellt eine enorme Belastung für betroffene Frauen dar, welche sich insbesondere im allgemeinen sexuellen Funktionsniveau, in niedriger sexueller Zufriedenheit, einer Beeinträchtigung der Paarbeziehung sowie unerfülltem Kinderwunsch manifestieren kann. Das „Paivina-Care" Online-Gesundheitstraining richtet sich an Frauen, die von GPSPS betroffen sind und Unterstützung bei der Bewältigung suchen. Das Training soll den Teilnehmerinnen helfen, mehr über Ihr Krankheitsbild zu erfahren, Strategien im Umgang mit negativen penetrationsspezifischen Gedanken und Gefühlen zu erlernen sowie Entspannungs- und Beckenbodenübungen und schrittweise vaginale Einführungsübungen durchzuführen. Ziel dieser Studie ist die Entwicklung und Wirksamkeitsüberprüfung einer internetbasierten Intervention für Frauen mit GPSPS, die durch einen geschulten Online-Coach begleitet wird. Die Teilnehmerinnen werden per Zufallszuordnung der Interventionsgruppe oder der 6-monatigen Wartelistenkontrollgruppe zugeordnet.

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Studiendetails

Studienziel Ausmaß vaginaler Penetrationsfähigkeit (Primary Endpoint Questionnaire, deutsche Version, van Lankveld et al., 2006), vor Randomisierung/Trainingsbeginn (Baseline), während dem Training (nach Abschluss der 5. Lektion, ca. 5 Wochen nach Randomisierung) nach dem Training (10 Wochen nach Randomisierung) und zum 6-Monats-Follow-Up (6 Monate nach Randomisierung).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie (KliPs)Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Seit mind. 6 Monaten kein Geschlechtsverkehr aufgrund von GPSPS (Fragebogen: Primary Endpoint Questionnaire, deutsche Version, van Lankveld et al., 2006)
  • Volljährig (Alter ≥ 18 Jahre)
  • in heterosexueller Beziehung oder Sexualpartner (Demographischer Fragebogen)
  • Vorliegen körperlicher Ursachen für GPSPS-Beschwerden gynäkologisch abgeklärt (Selbstauskunft)
  • Internet-Zugang (Demographischer Fragebogen)
  • Bereitschaft der Teilnahme an vier Befragungen à 30 Minuten teilzunehmen (Einwilligungserklärung)
  • Bereitschaft, eine E-Mail-Adresse an das Forscherteam weiterzugeben (Einwilligungserklärung)

Ausschlusskriterien

  • Derzeitige oder vergangene psychotische Störung (Soziodemographischer Fragebogen)
  • Derzeitige oder vergangene Posttraumatische Belastungsstörung (SKID)
  • Derzeitige Alkohol-/Substanzabhängigkeit (AUDIT, Cut-Off ≥ 6)
  • Derzeitige mittlere oder schwere Depression (PHQ, Cut-Off ≥ 4 insgesamt)
  • Derzeitige bipolare Störung (Soziodemographischer Fragebogen)
  • Derzeit in psychotherapeutischer Behandlung aufgrund von GPSPS (Soziodemographischer Fragebogen)

Adressen und Kontakt

Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie (KliPs)Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Frauen mit einer Genito-Pelvine Schmerz-Penetrationsstörung leiden unter vaginalen Schmerzen, Angstsymptomen, einem niedrigen sexuellen Funktionsniveau, geringer sexueller Zufriedenheit, Problemen in der Paarbeziehung und unerfülltem Kinderwunsch. Das Angebot an verfügbaren, spezialisierten Behandlungsmöglichkeiten für GPSPS ist in der aktuellen Versorgungslandschaft sehr begrenzt. Internetbasierte Gesundheitstrainings weisen gegenüber traditionellen Angeboten den Vorteil der Unabhängigkeit von Zeit und Ort, des niedrigschwelligen Zugangs und der Anonymität auf. Internationale Studien zeigen, dass internetbasierte Gesundheitstrainings gerade diejenigen erreichen, die traditionelle Angebote nicht in Anspruch nehmen können oder wollen. Ziel dieser Studie ist die Entwicklung und Wirksamkeitsüberprüfung einer internetbasierten Intervention für Frauen mit GPSPS, die durch einen geschulten Online-Coach begleitet wird. Im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie werden 200 Frauen mit GPSPS der Trainingsgruppe- oder der 6-monatigen Wartelistenkontrollgruppe zugeordnet. Die Intervention beinhaltet evidenzbasierte kognitiv-behaviourale Techniken wie Psychoedukation, Entspannungs- und Beckenbodenübungen, Sensate Fokus, körperbezogene Selbstexploration und vaginale Einführungsübungen im Rahmen systematischer Desensibilisierung. Das Programm besteht aus 8 Lektionen und einer Auffrischungslektion 4 Wochen nach Abschluss des Trainings und basiert auf dem internetbasierten, begleiteten Programm „Vaginismus-Free“, das in einer Vorläuferstudie mit N = 77 Frauen mit Vaginismus evaluiert wurde. Die Wirksamkeit wird zum Prä- und Post-Zeitpunkt (10 Wochen nach Randomisierung) sowie nach 6 Monaten überprüft. Eine Zwischenbefragung zur Erfassung von Mediatoren des Trainingserfolges erfolgt zusätzlich für die Interventionsgruppe im Trainingsverlauf nach Abschluss der 5. Lektion (ca. 5 Wochen nach Randomisierung). Den primären Endpunkt stellt das Ausmaß vaginaler Penetrationsfähigkeit durch den Penis des Partners dar.

Quelle

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