Beschreibung der Studie

Hintergrund unserer Studie ist die Diskussion in Medien, Politik sowie rechtsmedizinischen und toxikologischen Fachkreisen über publik gewordene Fälle, in denen es zum Nachweis von Methadon und dessen Abbaustoffen in Kinderhaaren gekommen ist. Die Kinder stammen meist aus Familien, in denen beide Eltern oder zumindest ein Elternteil mit Methadon im Rahmen einer Entwöhnung von Opiaten ärztlich kontrolliert substituiert wird. Die generelle Frage ist in solchen Fällen, ob den Kindern der Drogenersatzstoff Methadon durch die Eltern oder andere Beteiligte verabreicht worden ist, da man bei einem Nachweis von Abbaustoffen davon ausgehen muss, dass der Stoff den menschlichen Körper durchwandert hat. Andere denkbare Erklärungsmuster wären, dass das Kind den Stoff versehentlich aufgenommen hat oder dass die Möglichkeit der Übertragung des Stoffes auf das Kinderhaar besteht. Im Falle einer Verabreichung durch die Eltern hat ein Aufdecken dieser Tatsache weitreichende Folgen für die Familie, da das Kind vom Jugendamt zum Schutze des Kindeswohles in Obhut genommen wird. Sollte jedoch eine Übertragung des Methadons und seiner Abbauprodukten durch den Schweiß der Eltern auf das Kinderhaar stattgefunden haben, gäbe es keinen Grund, das Kind aus dem familiären Umkreis herauszunehmen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Nachweis einer Übertragung mittels Schweiß von Substitutionspatienten auf Fremdhaar durch gaschromatographisch-massenspektrometrische Verfahren mit anschließender einer Korrelation der gemessenen Konzentrationen im Fremdhaar mit Konzentrationen im Blut/Urin und Schweiß sowie Festsetzung eines hypothetischen Grenzwertes für Konzentrationen von Methadon im Fremdhaar bei Übertragung durch Schweiß. Durch die tägliche Entnahme einer Strähne Fremdhaar sowie eines Sweat-Patches soll zudem ein zeitlicher Verlauf der Schweißaufnahme ins Haar dargestellt werden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Köln FortuneDekanat (Haus 42, Forum)Erdgeschoss Zimmer 007-009

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligungsfähigkeit
  • Volljährigkeit
  • Vermögen die von uns zugrunde gelegten Informationen zu erfassen und zu verstehen
  • Zustimmung zu einer freiwilligen Blutentnahme
  • Medizinisch indizierte Einnahme von Methadon im Rahmen einer Entwöhnung von einer Opiatabhängigkeit
  • Stabile Einstellung auf Methadon im Rahmen des Substitutionsprogrammes von Opiatabhängigen
  • Fähigkeit einer anfallenden Belastung entgegenzutreten
  • Motivation und Zuverlässigkeit

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

LVR-Klinik, Bonn

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Bonn via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Nicht nur in den Medien und der Politik, sondern auch in rechtsmedizinischen und toxikologischen Fachkreisen wird über die Tatsache diskutiert, dass immer wieder Fälle publik werden, in denen es zum Nachweis von Drogen und deren Abbaustoffen in Kinderhaaren gekommen ist. Die Kinder stammen meist aus Familien, in denen beide Eltern oder zumindest ein Elternteil entweder selbst Drogen konsumiert oder mit Methadon im Rahmen einer Entwöhnung von Opiaten ärztlich kontrolliert substituiert wird. Die generelle Frage ist in solchen Fällen, ob den Kindern Drogen bzw. in unserem speziellen Fall der Drogenersatzstoff Methadon durch die Eltern oder andere Beteiligte verabreicht worden ist, da man bei einem Nachweis von Abbaustoffen davon ausgehen muss, dass der Stoff den menschlichen Körper durchwandert hat. Andere denkbare Erklärungsmuster wären, dass das Kind den Stoff akzidentell aufgenommen hat oder dass die Möglichkeit der Übertragung des Stoffes auf das Kinderhaar besteht. Im Falle einer Verabreichung durch die Eltern hat ein Aufdecken dieser Tatsache weitreichende Folgen für die Familie, da das Kind vom Jugendamt zum Schutze des Kindeswohles in Obhut genommen wird. Sollte jedoch eine direkte Übertragung des Stoffes, in unserem Falle von Methadon und seinen Abbauprodukten, auf das Kinderhaar stattgefunden haben, gäbe es keinen Grund, das Kind aus dem familiären Umkreis herauszunehmen und das oftmals schon fragile familiäre Gerüst zu destabilisieren. Ziel der Studie ist es nachzuweisen, dass eine Übertragung von Methadon und seinem Abbauprodukt EDDP (2-Ethyliden-1,5-dimethyl-3,3-dipheny-lpyrrolidin) über den Schweiß der Substitutionspatienten auf das Kinderhaar möglich ist, nicht zuletzt da Substitutionspatienten oftmals unter der bekannten Nebenwirkung einer Methadonsubstitution in Form des exzessiven Schwitzens leiden. Diese Übertragung soll simuliert werden, indem die Probanden über einen Zeitraum von 5 Tagen substanzfreies Fremdhaar unmittelbar am Körper tragen. Dies soll durch eine selbstkonzipierte Tragevorrichtung in Form eines Gürtels, auf dem die Fremdhaare befestigt sind und lediglich durch ein Netz geschützt (im Folgenden als Haargurt bezeichnet) unmittelbar mit Haut und Schweiß des Probanden in Berührung kommen, geschehen. Der Haargurt soll rund um die Uhr, außer zur Körperpflege, getragen werden. Zudem werden schweißaufnehmende Patches (sog. Sweat Patches) auf die Haut des Probanden aufgebracht, um Schweiß in Reinform asservieren zu können. In diesem Zeitraum von 5 Tagen soll jeden Tag sowohl eine präformierte Strähne des Fremdhaares, als auch ein Sweat Patch entnommen werden, um einen möglichen Konzentrationsanstieg parallel zur Expositionszeit nachzuweisen. Die festgestellten Werte sollen schlussendlich untereinander und mit einer initial und einmalig im Blut des jeweiligen Probanden festgestellten Konzentration von Methadon und EDDP verglichen werden, um ggf. eine Aussage über die Beziehung der Konzentrationen untereinander und möglicherweise festlegbare Grenzwerte zu treffen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.