Beschreibung der Studie

Der Alterungsprozess des Gehirns wird entscheidend durch verschiedene Prozesse, wie Veränderungen der kleinen Hirngefäße, krankhafte Eiweißablagerungen und damit einhergehende Zuckerstoffwechselstörungen der Nervenzellen, beeinflusst. Zusammen wirken die verschiedenen Mischpathologien des alternden Gehirns verstärkend auf das Auftreten von Gedächtnisstörungen und auf die Entwicklung sogenannter Mischdemenzen. Therapieoptionen gibt es bisher kaum. Unter Verwendung verschiedener Methoden, wie bildgebender Verfahren (strukturelles und funktionelles MRT, PET) und Nervenwasseranalysen, soll das Zusammenspiel aus den Mischpathologien des zerebralen Alterns untersucht werden. Es soll zusätzlich geprüft werden, welchen modifizierenden Einfluss der Lebensstil auf die Veränderungen der kleinen Hirngefäße, Eiweißablagerungen und Nervenzellstoffwechselstörungen hat. Studienteilnehmer werden Patienten mit Veränderungen der kleinen Hirngefäße sein, die anhand von Mikroblutungen in der MRT identifiziert werden können. Die Ergebnisse der Studie sollen neue Einblicke in die Pathophysiologie von Mischdemenzen liefern, um daraus perspektivisch optimierte Präventions- und Therapiestrategien ableiten zu können.

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Studiendetails

Studienziel Folgende primäre Fragestellungen sollen beantwortet werden: Haben zerebrale Mikroangiopathie und Amyloidansammlungen synergistische Langzeit-effekte auf die Entwicklung neurodegenerativer Veränderungen, Netzwerkstörungen, kognitiver Defizite und Demenzentwicklung? Welche Effekte haben verschiedene Varianten des Lebensstils auf die Mischpathologien des zerebralen Alterungsprozesses? Methodisch zur Anwendung kommen hierbei u.a. voxelweise Quantifizierungen struktureller MRT- und PET-Daten, Mustererkennungen im MRT (zur Erfassung mikroangiopathischer Läsionen), quantitative Analysen funktioneller MRT-Untersuchungen. M.H. weiterer statistischer Verfahren (z.B. unter Verwendung komplexer Strukturgleichungsmodelle oder verschiedener gemischter Modelle) sollen die Ergebnisse aus der Analyse der Bildgebungstechniken zu weiteren Variablen (kognitiver Status, Lebensstilparameter, Liquordaten) - unter Berücksichtigung des longitudinalen Datensatzes - in Beziehung gesetzt werden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Neurologie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Nachweis zerebraler Mikroblutungen in der MRT, gemäß der STRIVE Kriterien
  • Lebensalter 60 bis 90 Jahre
  • Schriftliche Einwilligungserklärung vor Eintritt in die Studie
  • Bereitschaft an Nachbeobachtungsuntersuchungen teilzunehmen

Ausschlusskriterien

  • Territorial- und Grenzzoneninfarkte, Makroblutungen
  • Hochgradige Stenosen der großen hirnzuführenden Arterien
  • entgleiste vaskuläre Risikofaktoren
  • fortgeschrittene Nieren- und Herzinsuffizienz
  • zu weit fortgeschrittene kognitive Einschränkungen
  • Tumorerkrankungen im Endstadium
  • Neurodegenerative und neuroinflammatorische Erkrankungen (Parkinsonsyndrome, Motoneuronerkrankungen, Temporallappenepilepsie, Speichererkrankungen/ Mito-chondriopathien, Multiple Sklerose)
  • Psychiatrische Erkrankungen (Schizophrenie, Bipolare Störungen)

Adressen und Kontakt

Klinik für Neurologie, Otto-von-Guericke Universität, Magdeburg

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Häufig gestellte Fragen

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Mischpathologien des alternden Gehirns sind häufig, und umfassen u.a. zerebrale Mikroangiopathie, zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) und pathologische Proteinablagerungen (z.B. Abeta, tau). Sie sind mit dem Auftreten von Mischdemenzen verbunden. Es ist bisher kaum geklärt, ob das gleichzeitige Auftreten verschiedener Pathologien kausale Ursachen hat, oder ob es sich um ko-inzidentale Phänomene handelt. Zusätzlich offen ist, über welche Mechanismen die verschiedenen Pathologien synergistisch auf das Auftreten kognitiver Defizite einwirken. Im Rahmen der Studie soll unter Verwendung multimodaler Biomarker, wie strukturelles und funktionelles MRT, PET und Liquor, untersucht werden, (i) ob es Abhängigkeiten zwischen dem Auftreten mikrovaskulärer Veränderungen, pathologischer Proteinablagerungen und Neurodegeneration gibt, (ii) über welche Mechanismen die zerebralen Mischpathologien auf klinisch-neuropsychologische Outcome-Parameter einwirken, und (iii) inwiefern der Lebensstil modifizierende Effekte auf das Zusammenspiel zwischen den Mischpathologien des zerebralen Alterns hat.

Quelle

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