Beschreibung der Studie

Hintergrund und Zielsetzung der Studie: Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit einem Neugeborenen stellen eine Lebensphase dar, die von vielfältigen Veränderungen geprägt ist. Vielen Frauen gelingt die Anpassung an die neue Situation ohne größere Schwierigkeiten. Daneben gibt es einen Anteil an Frauen, die in dieser Zeit stärker eingeschränkt sind, beispielsweise durch Schmerzen oder Traurigkeit. Die Studie befasst sich damit, ob man bereits in der Schwangerschaft durch eine Befragung der Frauen zu unterschiedlichen Themen (z.B. Verlauf der Schwangerschaft, Schmerzerleben, Stimmung, Ängste, Einstellungen zu engen Beziehungen, psychische Probleme in der Lebensgeschichte) vorhersagen kann, wer ein höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten verstärkter Belastungen (Schmerzen, depressive Symptome) nach der Geburt aufweist. Könnte man entsprechende Frauen frühzeitig identifizieren, so bestünde die Möglichkeit, diesen besondere Unterstützungs- oder Behandlungsangebote zu machen. Durchführung der Studie: Die Studie umfasst vier Messzeitpunkte: 1. Messzeitpunkt: schriftliche Befragung zum Verlauf der Schwangerschaft, Schmerzerleben, Stimmung, Ängsten und Einstellungen zu engen Beziehungen im Rahmen der anästhesiologischen Aufklärung vor der Geburt im letzten Trimester der Schwangerschaft (Dauer: ca. 20 Minuten); 2. Messzeitpunkt: schriftliche Befragung zum Verlauf der Geburt, Schmerzerleben, Einstellungen zu Schmerzen und Stimmung einen Tag nach der Geburt (Dauer: ca. 15 Minuten); 3. Messzeitpunkt: schriftliche Befragung zur ersten Zeit mit dem Neugeborenen, Schmerzerleben und Stimmung drei Monate nach der Geburt per Post (Dauer: ca. 10 Minuten); 4. Messzeitpunkt: schriftliche Befragung zur ersten Zeit mit dem Baby, Schmerzerleben und Stimmung sechs Monate nach der Geburt per Post (Dauer: ca. 10 Minuten). Teilnahmevoraussetzungen: An der Studie können schwangere Frauen teilnehmen, die mindestens 18 Jahre alt sind, die deutsche Sprache in Wort und Schrift verstehen, eine Entbindung in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg planen und ihre Einwilligung zur Studienteilnahme schriftlich abgegeben.

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Studiendetails

Studienziel Primäre Forschungshypothesen: 1. Problembehaftete maternale Bindungsmerkmale (hohe Ausprägungen von Angst und bindungsbezogener Vermeidung, niedrige Ausprägungen von Vertrauen in Beziehungen - gemessen mithilfe der Adult Attachment Scale (AAS) und der Experiences in Close Relationships-Revisted (ECR-RD) im letzten Trimester der Schwangerschaft), gehen mit einem erhöhten Risiko für akute und chronische Schmerzen (gemessen mit einem eigens konstruierten Fragebogen einen Tag sowie drei und sechs Monate nach der Entbindung) bei Frauen nach einer Geburt einher. 2. Problembehaftete maternale Bindungsmerkmale (hohe Ausprägungen von Angst und bindungsbezogener Vermeidung, niedrige Ausprägungen von Vertrauen in Beziehungen - gemessen mithilfe der Adult Attachment Scale (AAS) und der Experiences in Close Relationships-Revisted (ECR-RD) im letzten Trimester der Schwangerschaft) gehen mit einem erhöhten Risiko für depressive Symptome (gemessen mithilfe der Edinburgh-Postnatal-Depressions-Skala (EPDS) einenTag sowie drei und sechs Monate nach der Entbindung) bei Frauen nach einer Geburt einher.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 210
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universität Würzburg Abteilung für Medizinische Psychologie & Psychotherapie, Medizinische Soziologie & Rehabilitationswissenschaften

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Verständnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift; geplante Entbindung in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg

Ausschlusskriterien

  • Patientinnen mit einem Alter unter 18 Jahre, Patientinnen, die die deutsche Sprache in Wort und/oder Schrift nicht verstehen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Studie befasst sich mit potentiellen Prädiktoren für akute und chronische Schmerzen sowie depressive Symptome nach einer Geburt, wobei insbesondere auf maternale Bindungsmerkmale eingegangen werden soll. Um der Komplexität möglicher Zusammenhänge zwischen maternalen Bindungsmerkmalen, Angstsensitivität, Katastrophierung bzgl. Schmerzerleben, akuten und chronischen Schmerzen sowie depressiven Symptomen gerecht zu werden, sollen in der geplanten Längsschnittstudie die genannten Variablen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst werden: So sollen Bindungsmerkmale, Angstsensitivität, depressive Symptome und Schmerzerleben gegen Ende der Schwangerschaft im Rahmen einer geplanten anästhesiologischen Aufklärung vor der Geburt erhoben werden. Mehrmals nach der Geburt (einen Tag und drei sowie sechs Monate später) sollen schriftliche Befragungen zu Schmerzen und depressiven Symptomen erfolgen, während die Katastrophisierung bzgl. Schmerzerleben ausschließlich einen Tag nach der Geburt erhoben wird. Angestrebt werden Aussagen über den Verlauf der Beschwerden, über die Richtung eines möglichen kausalen Zusammenhangs sowie zu potentiellen Mediatoren.

Quelle

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