Beschreibung der Studie

Vor dem Hintergrund hoher Heilungsraten bei Kindern mit Krebserkrankungen gewinnt die gesundheitsbezogene Lebensqualität zunehmende Bedeutung und wird zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für die Wahl der onkologischen Therapie. Die Protonentherapie bietet als eine innovative Form der Strahlentherapie die Möglichkeit, gesundes und sich noch entwickelndes Gewebe besser zu schonen als andere strahlentherapeutische Methoden. Daher hat sie das Potenzial, strahlenbedingte Nebenwirkungen zu reduzieren und damit eine Erhöhung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zu bewirken. Bisher liegen jedoch wenige Erkenntnisse zur Lebensqualität von Kindern, die eine Protonentherapie erhalten, vor. Ziel dieser Untersuchung ist, die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern mit Hirntumoren und Tumoren an der Schädelbasis vor und nach einer Protonentherapie am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) zu beurteilen und in Beziehung zu möglichen therapiebedingten Nebenwirkungen zu setzen. Beurteilt wird die Lebensqualität mithilfe des Lebensqualitätsfragebogen PedsQLTM, den die Eltern stellvertretend für ihre Kinder ausfüllen. Die so gewonnenen Ergebnisse erlauben eine bessere Einschätzung der Vorteile der Protonentherapie auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern mit Hirn- und Schädelbasistumoren. Auf Basis dieser Daten können Empfehlungen für künftige Therapieverfahren bzw. die Protonentherapie und auch notwendige Hilfestellungen im Alltag betroffener Kinder und deren Familien gegeben werden.

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Studiendetails

Studienziel In dieser Studie wird die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern vor, zum Abschluss und jährlich nach Therapieende erfasst. Die Beurteilung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Kinder erfolgt durch die Eltern mithilfe des standardisierten und validierten PedsQLTM-Fragebogens. Die letzte patientenbezogene Datenerhebung erfolgt jeweils zum Zeitpunkt fünf Jahre nach Therapieende. Dieser Zeitpunkt stellt den Endpunkt dar.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen (WPE)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eltern verstehen die deutsche Sprache
  • Diagnose eines Hirntumors oder eines Tumors an der Schädelbasis
  • Protonentherapie am WPE und eine rechtfertigende Indikation
  • Die Eltern haben in die Teilnahme dieser Untersuchung und in die Datenerfassung und -verwendung im Rahmen dieser eingewilligt
  • Teilnahme an der „Registerstudie Standard Protonentherapie WPE – Kinder – (KiProReg)“

Ausschlusskriterien

  • Nichtzutreffen eines oder mehrerer der o.g. Punkte

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Bösartiger Weichteiltumor-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Protonentherapie ist ein spezielles strahlentherapeutisches Verfahren, bei der hochenergetische, geladene Teilchen eingesetzt werden. Die physikalischen Eigenschaften von Protonen erlauben eine gezielte und präzise Bestrahlung des Tumors bei gleichzeitiger Schonung der benachbarten, gesunden Strukturen. Kinder sind grundsätzlich besonders empfindlich für strahlenbedingte Nebenwirkungen wegen der noch im Wachstum befindlichen Organe und Gewebe. Die Protonentherapie verspricht daher insbesondere bei Kindern potenzielle Vorteile hinsichtlich der Vermeidung von strahlenbedingten Langzeitfolgen und Zweittumoren und lässt damit eine Verbesserung der posttherapeutischen gesundheitsbezogenen Lebensqualität erwarten. Bisher liegen jedoch wenige Erkenntnisse bezüglich des Einflusses der Protonentherapie auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität vor. Ziel dieser Untersuchung ist es, die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern mit Hirn- und Schädelbasistumoren, die eine Protonentherapie am WPE erhalten, prospektiv zu erfassen und auszuwerten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen mit den im Rahmen der Registerstudie für Kinder KiProReg am WPE (DRKS-ID der Studie: DRKS00005363) dokumentierten Nebenwirkungen der Protonentherapie korreliert werden. Die Beurteilung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Kinder erfolgt durch die Eltern und wird mithilfe des standardisierten und validierten Lebensqualitätsfragebogens PedsQLTM erhoben. Die Datenauswertung erfolgt durch die Arbeitsgemeinschaft Lebensqualität am Universitätsklinikum Bonn unter der Leitung von Dr. Gabriele Calaminus. Auf Basis dieser Daten können Empfehlungen für künftige Therapieverfahren bzw. die Rolle der Protonentherapie gegeben werden. Die Ergebnisse sind zudem Grundlage für die Etablierung von Hilfestellungen für betroffene Kinder und deren Familien im Alltag zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Ebenfalls sollen aus den Ergebnissen mögliche Therapieoptimierungen abgeleitet werden.

Quelle

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