Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll untersucht werden, wie nonverbale Kommunikation, also Kommunikation ohne den Einsatz von Sprache nur mittels Blick und Mimik, funktioniert. Dazu interagieren die Versuchspersonen mit einem virtuellen Agenten, der auf einem Bildschirm dargestellt wird. Während der Interaktion werden der Blick und die Mimik der Versuchsperson mittels spezieller Kamerasysteme (sog. Eyetracker und Emotionstracker) registriert. Diese Daten werden von einem Computeralgorithmus in Echtzeit verarbeitet und dazu genutzt, den virtuellen Agenten zu steuern. Dieses ermöglicht, dass der Agent auf die Versuchsperson reagiert und in Sequenzen von bis zu mehreren Minuten mit ihr interagiert. Das Verhalten des Agenten wird dabei jedoch systematisch variiert, d.h. der Agent zeigt mehr oder weniger Aufmerksamkeit für die Versuchsperson und reagiert auch zu unterschiedlichen Graden auf deren Verhalten. Wir möchten testen, ob und welche Effekte diese Unterschiede im Verhalten des Agenten auf das Verhalten der Versuchsperson und deren Sympathie für den Agenten haben. Auf diese Weise möchten wir herausfinden, wie nonverbale Kommunikation funktioniert, was nötig ist, damit sich Menschen nonverbal verständigen können und welchen Einfluss das nonverbale Verhalten einer Person auf unsere Sympathie für diese Person hat. In einem Vergleich zwischen gesunden Probanden und Probanden aus dem autistischen Spektrum möchten wir untersuchen, welche Probleme sich für die Interaktion aus den für Autismus typischen Einschränkungen bei der nonverbalen Kommunikation ergeben.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Untersuchung nonverbalen Verhaltens in einer rein nonverbalen Interaktion. Dabei wird das Verhalten des einzelnen Interaktionspartners untersucht sowie die Dynamik der Interaktion in Abhängigkeit von verschiedenen Interaktivitätsgraden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 180
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für alle:
  • Normaler, keine Sehhilfen erforderner Visus
  • Rechtswirksame, schriftliche Einverständniserklärung des Probanden zur Teilnahme an der Studie //
  • Spezifisch für gesunde Kontrollpersonen:
  • keine neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen
  • keine aktuelle psychotrope Medikation //
  • Spezifisch für Personen mit Diagnose HFA/Asperger-Syndrom:
  • Zugehörigkeit zur Diagnosegruppe F84.5 (Asperger-Syndrom) nach ICD-10,
  • Keine komorbiden neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen

Ausschlusskriterien

  • Minderjährige Personen und Personen, die älter als 60 Jahre sind
  • Aktuelle oder vorhergehende Diagnose einer psychiatrischen oder neurologischen Er-krankung, aber nicht F84.5 (Asperger-Syndrom)
  • Nicht ausreichender (Sehhilfen erfordernder) Visus
  • Akute Suizidalität, eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten
  • Fehlende rechtswirksame Einverständniserklärung, nicht geschäftsfähige Personen und Personen in behördlicher oder gerichtlicher Verwahrung (PsychKG, BTG)

Adressen und Kontakt

Psychiatrie, Köln

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley

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Häufig gestellte Fragen

In dieser Studie sollen in einer experimentellen Verhaltensbeobachtung Kernelemente sowie die Dynamik der Entstehung blickbasierten Rapports untersucht werden. Dazu wird ein System eingesetzt, das die gleichzeitige kontinuierliche Registrierung von Blickrichtung und Mimik zwischen einer Versuchsperson (VP) und einem von einem Algorithmus kontrollierten virtuellen Agenten (VA) ermöglicht. In längeren Sequenzen aus Blickinteraktionen sollen VP und Interaktionspartner bzw. VA (periodisch wechselnden) Stimuli visuell explorieren. Aufmerksamkeits-, Verhaltenszustand und Grad der Interaktivität des VA werden dabei systematisch variiert. Das Verhalten der VP sollen statistisch und mit computationalen Modellen auf Zusammenhänge mit dem Blickverhalten des Agenten untersucht werden. Diese Ergebnisse sollen außerdem in Bezug gesetzt werden zu Einschätzungen der VP bzgl. Sympathie und verschiedener Persönlichkeitsmerkmale des VA. In einem Vergleich zwischen gesunden Kontrollpersonen und Personen mit Diagnose Asperger-Syndrom sollen spezifische Eigenheiten hoch-funktionalen Autismus' in der nonverbaler Interaktion untersucht werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien