Beschreibung der Studie

Ziel ist es, im EEG ein Hirnpotential zu messen, das bei fehlerhafter Durchführung einer Aufgabe auftritt und dieses zwischen gesunden Probanden und Menschen mit einer Querschnittlähmung zu vergleichen. Dies dient der Überprüfung, ob dieses sogenannte Fehlerpotential (engl. Error-Potential) zukünftig bei Querschnittgelähmten zur Steuerung von Neuroprothesen herangezogen werden könnte.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Unterschiede in Häufigkeit, maximaler Amplitude, Latenz und Morphologie der aus dem EEG ermittelten Fehlerpotenzial zwischen Probanden und Patienten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum HeidelbergKlinik für Paraplegiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Querschnittlähmung AIS ( ASIA Impairment-Score) A bis D bei erhaltener Schulterfunktion

Ausschlusskriterien

  • Epilepsie

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Lähmung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Zur Verbesserung der Fehlerrate eines nichtinvasiven Brain-Computer Interfaces (BCIs) könnte die Detektion und Nutzung von Fehlerpotentialen (engl. Error Potentials) beitragen. Ein Error Potential stellt ein evoziertes Potential dar, das bei der Bewusstwerdung eines Handlungsfehlers auftritt und in charakteristischen Arealen des Gehirns gemessen werden kann. Tritt nun ein Fehler bei der Nutzung einer Neuroprothese auf, so könnte dieser bei rechtzeitiger bewusster Erkennung noch vor Ausführung der eigentlich fehlerhaften Bewegung über die Messung eines Error Potentials verhindert bzw. korrigiert werden. Die meisten Untersuchungen zu Error Potentials wurden an Personen ohne Körperbehinderung durchgeführt, so dass nicht klar ist, inwieweit die positiven Ergebnisse auf Neuroprothesennutzer mit einer Querschnittlähmung übertragen werden können. In bisherigen Studien wurde z.T. eine reduzierte Ausprägung von evozierten Potentialen wie dem P300 bei Personen mit einer Querschnittlähmung gegenüber Nichtbehinderten festgestellt. Es ist allerdings nicht bekannt, ob dies auch auf Error Potentials zutrifft und ob diese bei Querschnittgelähmten in Echtzeit erkannt werden können. Daher soll mit der geplanten kontrollierten, explorativen Studie überprüft werden, ob Error Potentials bei Querschnittgelähmten denen nicht motorisch eingeschränkter, geschlechts- und altersgematchter Probanden gleichen. Bei den Versuchsteilnehmern findet im Rahmen der geplanten Untersuchung eine EEG-Ableitung statt und es wird ein Sensor zur Messung von Schulterbewegungen aufgeklebt. Jeder Proband soll mittels dieses Schulterjoysticks Bewegungen in einer durch visuelle Präsentation vorgegebenen Achse durchführen. Der Versuchsteilnehmer erhält visuelles Feedback über die Ausführung der Aufgabe. Diese Aufgabe wird pro Versuchseinheit 80-mal wiederholt, wobei insgesamt 6 aufeinanderfolgende Versuchseinheiten vorgesehen sind. Fehler treten sowohl durch Unsicherheiten in der Bedienung als auch durch vorprogrammierte Abweichungen zwischen tatsächlicher und angezeigter Schulterposition auf. Im Fall eines nicht zur Aufgabenstellung passenden Feedbacks ist ein Error Potential in der hochauflösenden (64-Elektroden) EEG-Ableitung zu erwarten.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: