Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, die Versorgung von Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades, welche in berufsgenossenschaftlichen Kliniken erstbehandelt werden, zu dokumentieren und zu beschreiben. Durch Verlaufsuntersuchungen sollen Risikofaktoren für einen ungünstigen Verlauf identifiziert werden. In einem eingebetteten Teilprojekt sollen darüber hinaus Patienten mit leichter Schädel-Hirn-Verletzung (Gehirnerschütterung) innerhalb von 4 Wochen und dann noch einmal nach 3 und 12 Monaten neurologisch, neuropsychologisch und kernspintomographisch eingehend untersucht werden, um das Risiko für anhaltende Beschwerden nach einer solchen leichten Schädel-Hirn-Verletzung erfassen zu können.

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Studiendetails

Studienziel Das Ziel der Studie ist es, epidemiologische Daten über die Versorgung und das Outcome von Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzung in berufsgenossenschaftlichen Kliniken zu generieren. Dabei wird zum einen der Ist-Zustand der Versorgung von SHT-Patienten in diesen Kliniken mittels 3 standardisierter Erhebungsbögen beschrieben. Daneben sollen durch systematische Nachverfolgung der Patienten über 12 Monate das Outcome der Patienten mit SHT unterschiedlichen Schweregrades erfasst, und dadurch Risikofaktoren identifiziert werden, welche einen negativen Verlauf nach SHT begünstigen. Das Outcome nach 3 und 12 Monaten wird mittels eines standardisierten Telefoninterviews erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 3000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle DGUV-Forschungsförderung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Epidemiologisches Basisprojekt:
  • Volljähriger Patient mit der Angabe bzw. dem Befund einer akuten Kopfverletzung, Vorstellung in einer der beteiligten Kliniken innerhallb von 24 Stunden nach dem Trauma, und
  • Mindestens einem der Symptome:
  • belkeit und / oder Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Bewusstlosigkeit mit anterograder / retrograder Amnesie
  • Bewusstseinstrübung bzw. Beeinträchtigung der Bewusstseinslage
  • Gesichts- und/oder Schädelfraktur
  • fokales neurologisches Defizit
  • und/oder
  • Einer der folgenden Diagnosen aus ICD-10:
  • S02: Fraktur des Schädels und der Gesichtsschädelknochen (ohne S02.5: Zahnfraktur)
  • S04: Verletzung der Hirnnerven
  • S06: intrakranielle Verletzungen
  • S07: Zerquetschung des Kopfes
  • S09: sonstige und nicht näher bezeichnete Verletzungen des Kopfes
  • Teilprojekt "leichtes SHT":
  • Leichtes SHT, definiert durch Kopfanprall und mindestens eines der Symptome
  • oVorübergehende Bewusstlosigkeit, Dauer < 30min
  • oRetro-/anterograde Amnesie, Dauer < 24 Stunden
  • oVorübergehende quantitative oder qualitative Bewusstseinsstörung
  • Der Glascow Coma Scale 30 Minuten nach Trauma muss zwischen 13 und 15 liegen.

Ausschlusskriterien

  • Basisprojekt:
  • Alter <18J
  • Teilprojekt:
  • Fokal-neurologisches Defizit
  • Frakturen oder intrakranielle Blutungen im CCT
  • Relevante Begleitverletzungen
  • Neuropsychiatrische Vorekrankungen
  • Kontraindikation für MRT (z.B. Metallimplantate)
  • Mangelnde deutsche Sprachkenntnisse

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Schädelhirntrauma-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Die Studie untergliedert sich in ein epidemiologisches Basisprojekt „SHT-Register“ und ein Teilprojekt „leichtes SHT“. Im Rahmen des Basisprojektes sollen in den beteiligten BG-Kliniken alle Patienten, die im Zeitraum zwischen dem 01.10.2014 und 30.09.2015 neu in diesen Kliniken diagnostiziert und behandelt werden, prospektiv dokumentiert und über 1 Jahr nachverfolgt werden. Dabei soll zunächst der Ist-Zustand der Versorgung von SHT-Patienten in den beteiligten Kliniken beschrieben werden. Daneben sollen durch die systematische Nachverfolgung der Patienten das Outcome erfasst und Risikofaktoren identifiziert werden, welche einen negativen Verlauf begünstigen. Im Rahmen des Teilprojektes soll in einer Untergruppe von Patienten mit leichtem SHT die Häufigkeit von neuropsychologischen Auffälligkeiten und ihre Dynamik im zeitlichen Verlauf untersucht werden. Daneben soll die Wertigkeit neuer MRT-Techniken (insbesondere DTI) als Prognoseparameter evaluiert werden.

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