Beschreibung der Studie

Körperliche Aktivität und Sport haben das Potenzial das Erkrankungsrisiko für Krebserkrankungen, wie z.B. dem Prostatakarzinom, zu senken. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind jedoch unbekannt. Eine Hypothese, die häufig genannt wird, ist eine Aktivierung des Immunsystems, genauer der körpereigenen Tumorabwehr durch körperliche Aktivität. Hierfür spielen vor allem die natürlichen Killerzellen (NK Zellen) eine besondere Rolle. NK Zellen haben die Fähigkeit Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. Sie können darüber hinaus durch körperliche Aktivität beeinflusst werden. Es konnte bereits gezeigt werden, dass sich durch Sport die Anzahl an NK Zellen im Blut verändert. Weiter verändert sich die Häufigkeit, in der Gene für Oberflächenstrukturen abgelesen werden, welche zur Erkennung von Tumorzellen beitragen. In diesem Projekt soll untersucht werden, ob die Aktivierung von NK Zellen einen Mechanismus darstellen können, wie körperliche Aktivität vor einer Krebserkrankung schützen kann. Hierzu sollen Prostatakarzinompatienten vor der operativen Entfernung des Tumors eine einmalige Ausdauerbelastung absolvieren. Dabei soll die Regulation relevanter Oberflächenstrukturen (epigenetische Regulation des aktivierenden Rezeptors NKG2D) sowie die Fähigkeit der NK Zellen Tumorzellen abzutöten untersucht werden. Ferner soll untersucht werden, ob durch Sport eine Einwanderung der NK Zellen in das Tumorgewebe erfolgt und das Tumorgewebe leichter durch die NK Zellen erkannt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt sind Interventionsbedingte epigenetische Modifikationen (Promotormethylierung) des NKG2D Gens in NK Zellen (natürlichen Killerzellen). Vor, direkt nach und 12h nach der Belastung (IG) bzw. der Ruhephase (KG) erfolgen Blutabnahmen. Hieraus werden mittels Dichtegradientenzentrifugation die Lymphozyten aus dem Blut gewonnen und anschließend für die Isolation der NK Zellen mittels Magnetbead-Isolation genutzt. Aus den NK-Zellen wird die DNA extrahiert und mittels Bisulfit-Behandlung und Real Time-PCR die Methylierung des NKG2D Promotor untersucht.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 28
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Sporthochschule Köln Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung für molekulare und zelluläre Sportmedizin

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit diagnostiziertem High-Risk-Prostatakarzinom (PSA>20ng/ml oder Biopsie Gleason Score von 8-10 oder klinisches cT3 Stadium); bevorstehende Tumorresektion; Alter > 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Neoadjuvante Chemotherapie oder Bestrahlung; Vorangegangene Chemotherapie aufgrund vorheriger Tumorerkrankung; Thrombopenie < 20.000/µl; kardiovaskuläre Erkrankungen

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Urologie, Köln

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Epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass körperliche Aktivität und Sport das Erkrankungsrisiko für onkologische Erkrankungen senken kann. Zugrunde liegende Mechanismen sind jedoch noch unbekannt. Als vielversprechende Theorie wird eine belastungsinduzierte Aktivierung der endogenen Tumorabwehr durch das Immunsystem diskutiert. Besonders die natürlichen Killerzellen (NK Zellen) sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung, das Sie ohne vorherige Immunisierung Tumorzellen erkennen und abtöten können. Es konnte bereits gezeigt werden, dass sich die Anzahl der NK Zellen im Blut als Reaktion auf eine sportliche Belastung ändert und dass die Genexpression des aktivierenden Rezeptors NKG2D ändert. Weiter konnte für einige Krebsentitäten gezeigt werden, dass die Anzahl intratumoraler NK Zellen positiv mit der Prognose des Patienten korreliert. In diesem Projekt soll der Einfluss einer einmaligen Ausdauerbelastung auf die epigenetische Regulation von NKG2D untersuchen. Weiter soll als funktionaler Parameter die NK-Zell-Zytotoxizität bestimmt werden. Ebenfalls wird die Anzahl der NK Zellen im Tumorgewebe sowie die Zugänglichkeit der Tumorzellen zur NK-Zell-Erkennung anhand der Expression von NK-Zell-Liganden untersucht werden.

Quelle

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