Beschreibung der Studie

Diese Studie untersucht die Auswirkungen von Behandlungsvereinbarungen in der routinemäßigen stationären psychiatrischen Versorgung in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Behandlungsvereinbarung ist ein gut bekanntes, aber selten genutztes einvernehmliches Vorsorgedokument über künftige Behandlungsmöglichkeiten, über Patientenpräferenzen und notwendigen Aktivitäten im Falle einer künftigen Wiederaufnahme. Sie wird zwischen dem Patienten und dem dazu autorisierten Klinikpersonal vereinbart. Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen, wie Schizophrenie oder bipolarer Störung (teilnehmende Stationen PAEG, PA 2), welche sich zur Nutzung des Angebots Behandlungsvereinbarung im Rahme der Studie entschieden habe, werden zu Beginn des neu geschaffenen Verhandlungsprozedere (startet bereits während des Klinikaufenthaltes) und 4 Wochen später befragt. Wir untersuchen dabei, ob sich bei Patienten die Einschätzung zur persönlichen Kontrolle über ihre Erkrankung, zur Kontrollierbarkeit durch Behandlung, ihr Krankheitsverständnis und ihr Vertrauen in Klinikärzte verbessert. Dazu wird eine Behandlungsgruppe mit einer Wartekontrollgruppe verglichen. Teilnehmer der Wartekontrollgruppe durchlaufen die gleiche Prozedur in einer ambulanten Einrichtung der Klinik (SPA, Sozialpsychiatrische Spezial Ambulanz für Psychosen und Bipolare Störungen) jedoch erst nach der Posttreatment-Messung und nach Aufenthaltsende. Kommt es bei Teilnehmern mit einer Behandlungsvereinbarung innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren nach der Entlassung zu einem erneuten Klinikaufenthalt, soll wie schon beim vorherigen Aufenthalt erneut erfragt werden, wie die Aufnahmesituation, die psychiatrische stationäre Versorgung im Allgemeinen und die Anwendung von Zwang beurteilt wird. Damit sollen mögliche Verbesserungen bei den Teilnehmern vom Klinikaufenthalt ohne Behandlungsvereinbarung hin zum Aufenthalt mit einer Behandlungsvereinbarung untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel ---------------- IPQ-R Persönliche Kontrolle ---------------- Was: „Persönliche Kontrolle“ als Element des subjektiven Krankheitskonzeptes (Kontrollierbarkeit der Krankheit durch Patientenverhalten) Wann: pre, post, fup (fup nur in Treatmentgruppe) Wie: Illness Perception Questionnaire – Revised, Subskale „Persönliche Kontrolle“, deutsche Version (IPQ-R; Gaab, Bunschoten, Sprott, & Ehlert, 2004, 2008; Moss-Morris et al., 2002), Selbstratingfragebogen Übersicht zum Ablauf und Messzeitpunkten: 1. Pretreatment-Messung zu Studieneintritt 2. Durchführung des Treatments oder Wartekontrollgruppe 3. Posttreatment-/Postwaitlist-Messung: 4 Woche nach Pretreatment-Messung 4. Follow-up: 26 Wochen nach der Posttreatment-Messung, nur in Treatmentgruppe 5. Wiederkehrerbefragung bei Folgeaufenthalt der max. 3 Jahre nach Indexaufenthalt beginnt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligungsfähigkeit hinsichtlich der Studienteilnahme und der damit verbundenen Aktivitäten und Anforderungen (Abschluss einer BV)
  • Alter ab 18 Jahre
  • ausreichendes Verständnis der deutschen Sprache
  • Hauptdiagnose ICD-10 Hauptgruppe: F20-F29 oder F30-F39
  • Anzahl und Dauer psychiatrisch-stationäre Aufenthalte: 2 und mehr Aufenthalte mit zusammen mind. 14 Tage Aufenthaltsdauer gerechnet zum Zeitpunkt des Studieneintritts.
  • Hinweis: Kriterium 5 ist nicht erforderlich bei Sektor-Patienten des UKE und Patienten mit gegenwärtig initial unfreiwilligem Aufenthalt.
  • mindestens 14 Tage bis zu einer voraussichtlichen Entlassung nach klinischer Beurteilung

Ausschlusskriterien

  • fehlende schriftliche Einverständniserklärung
  • gravierende somatische oder hirnorganische Erkrankung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Diese RCT-Studie (n=40) nutzt ein Pre-post-follow-up-Design mit einer Behandlungs- und einer Wartelisten-Kontrollgruppe. Dabei werden unter Feldbedingungen die unmittelbaren Auswirkungen eines neuen, routinemäßig angeboten Verhandlungsprozedere untersucht, mit dem Behandlungsvereinbarung auf dem Stationen abgeschlossen werden. Das Angebot Behandlungsvereinbarung zielt vor allem auf Patienten mit schweren psychischen Störungen (z.B. Schizophrenie oder bipolarer Störung) bei denen es zu wiederholten Klinikaufenthalten kommt und die ein höheres Risiko haben, von Zwangsmaßnahmen im Rahmen der psychiatrischen Behandlung betroffen zu sein. Es werden bei den freiwilligen Teilnehmern per Selbstrating-Fragebogen Aspekte des subjektiven Krankheitsbildes (IPQ-R Subskalen persönliche Kontrolle, Behandlungskontrolle, Kohärenz) sowie das Vertrauen in Klinikärzte (VIA) erhoben. Dies erfolgt jeweils vor dem Verhandlungsprozedere (Pretreatment-Messung) und erneut 4 Wochen später (Posttreatment-/Postwaitlist-Messung, Verhandlungsprozedere in Behandlungsgruppe ist beendet) sowie als Follow-up-Messung in der Behandlungsgruppe (26 Wochen nach Posttreatment-Messung). Bei einem möglicherweise erneuten Krankenhausaufenthalt der Teilnehmer mit Behandlungsvereinbarung innerhalb von 3 Jahren werden diese hinsichtlich der subjektiven Qualität der Aufnahme (FEA-P), der psychiatrischen Krankenhausversorgung im Allgemeinen (ZUF-8) und in Bezug auf die Anwendung von Zwangsmaßnahmen (CI) befragt. Auf Grundlage der bereits in der Pretreatment-Messung des RCTs erhobenen Baseline-Daten kann die Verbesserung genannter Aspekte der Versorgung per Vergleich der Klinikaufenthalte mit und ohne Behandlungsvereinbarung untersucht werden. Übersicht zum Ablauf und Messzeitpunkten: 1. Pretreatment-Messung zu Studieneintritt 2. Durchführung des Treatments oder Wartekontrollgruppe 3. Posttreatment-/Postwaitlist-Messung: 4 Woche nach Pretreatment-Messung 4. Follow-up: 26 Wochen nach der Posttreatment-Messung, nur in Treatmentgruppe 5. Wiederkehrerbefragung bei Folgeaufenthalt der max. 3 Jahre nach Indexaufenthalt beginnt.

Quelle

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