Beschreibung der Studie

Wir untersuchen, ob praktisches Training in der chirurgischen Aus- und Weiterbildung von der Zuhilfenahme von Videolehrmaterial aus der Egoperspektive profitiert. Außerdem erfolgt ein Vergleich dieser Methode des elektronischen Lernens (E-Learning) mit Videolehrmaterial, das aus der "gewöhnlichen" Perspektive eines Zuschauers gefilmt wurde. Studierende der Humanmedizin aus dem klinischen Studienabschnitt werden so hinsichtlich ihres Lernerfolgs beim laparoskopischen Nähen und Knoten (Schlüssellochtechnik) untersucht und die einzelnen Methoden des E-Learnings miteinander verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Gesamtzeit des Trainings, in der Kompetenz im laparoskopischen Nähen und Knoten erreicht wird in [s]
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Heidelberger Stiftung Chirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Studierender der Humanmedizin im klinischen Studienabschnitt

Ausschlusskriterien

  • Teilnahme an einem Laparoskopiekurs oder Assistenz bei laparoskopischen Eingriffen >2h

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das wiederholte Einüben chirurgischer Basic Skills ist die Grundlage einer soliden klinischen Aus- und Weiterbildung und profitiert gleichermaßen von didaktischen Weiterentwicklungen wie technischen Innovationen. Insbesondere die immer mehr in den Vordergrund tretende Minimal Invasive Chirurgie (MIC) verlangt durch ihre spezielle Herangehensweise und technische Umgebung den Lernenden zusätzliche Anstrengungen hinsichtlich psychomotorischer Fähigkeiten und räumlicher Orientierung ab. Um dennoch eine möglichst effiziente Ausbildung und steile Lernkurven zu ermöglichen, bedienen sich die meisten MIC-Abteilungen verschiedener Trainingsmethoden. Diese – idealerweise aufeinander aufbauenden – Möglichkeiten sollen dem (herangehenden) Chirurgen eine möglichst realitätsgetreue Trainingsumgebung vor dem ersten Patientenkontakt schaffen. Dabei können sie auch von webbasierten Plattformen und anderen E-Learning-Methoden unterstützt werden, sorgen diese in Kombination mit den Simulatoren neben technischen und anatomischen Grundlagen auch für ein geradezu spielerisches Trainingsgefühl. Die aktuell in Ausbildung befindliche Generation von Medizinstudierenden besitzt das bis dato einzigartige Privileg, mit heutiger Technik und Multimedialität aufgewachsen zu sein. Dass dies auch das Lernverhalten beeinflusst, scheint offensichtlich. Neue Trainingsmethoden, die die zur Verfügung stehende Technik ausschöpfen, können – wenn ausreichend evaluiert – zur Optimierung der medizinischen Aus- und Weiterbildung dieser Ärztegeneration beitragen. Insbesondere vor dem Hintergrund demographischen Wandels und zunehmender Ärzteknappheit ist die Notwendigkeit für zeit- und kosteneffektive Trainingscurricula evident. Der intuitiv erlernte Umgang mit neuen Techniken ermöglicht heutigen Studierenden sich Lerninhalte, die entsprechend vermittelt werden, auf eine fast spielerische Art anzueignen; zumal Computerspiele fester Bestandteil der Jugend insbesondere männlicher Studenten waren. Sogenannte „Serious Games“ werden zunehmend als Ergänzung zu regulären Unterrichtseinheiten entwickelt und evaluiert. Deren Konzept basiert auf ebendiesen Voraussetzungen, die heutige Studierende mitbringen. Der Synthese aus spielerischer Trainingsumgebung und direkter Beobachtung praktischer Prozeduren soll sich die vorliegende Studie widmen. Wir untersuchen, ob ein Trainingscurriculum, das dem Erwerb chirurgischer Grundlagenfähigkeiten dient, durch die Zuhilfenahme von Videomaterial der zu übenden Prozedur aus der Egoperspektive in Kombination mit der laparoskopischen sinnvoll ergänzt werden kann im Vergleich mit Videomaterial aus der rein laparoskopischen Perspektive.

Quelle

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