Beschreibung der Studie

Durch einen erhöhten Energiebedarf bei gleichzeitig reduzierter Nahrungsaufnahme kann es während eines Aufenthaltes auf Intensivstation zur Mangelernährung kommen, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflusst. Deshalb wird oft eine vorübergehende künstliche Ernährung nötig. Meistens erfolgt die künstliche Ernährung über den Verdauungstrakt. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, kann die Ernährung auch über die Vene verabreicht werden. Im Rahmen einer ausschließlich venös verabreichten Ernährung kann es jedoch zur Beeinträchtigung von an der Verdauung beteiligten Organsystemen wie dem Gallengangssystem kommen. Deshalb möchten wir mit dieser Studie herausfinden, ob es durch die künstliche Ernährung von Patienten auf Intensivstation zum vermehrten Auftreten von Gallengangssteinen sowie weiterer Komplikationen der Leber und des Gallengangsystems kommt. Dazu werden klinische Daten pseudonymisiert in einer Datenbank erfassen. Aus den routinemäßig entnommenen Blutproben werden wir gezielt weitere Werte bestimmen. Zu Beginn und beim Beenden der künstlichen Ernährung sowie bei Komplikationen währenddessen wird eine Ultraschalluntersuchung des rechten Oberbauchs durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Auftreten einer Choledocholithiasis (im Ultraschall)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle II. Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der TU München

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten auf Intensivstation mit enteraler oder parenteraler Ernährung
  • Aufklärung und schriftliches Einverständnis des Patienten oder dessen Bevollmächtigen

Ausschlusskriterien

  • Minderjährige Patienten
  • Schwangere Patientinnen

Adressen und Kontakt

II. Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar der TU München, München

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Häufig gestellte Fragen

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Im Rahmen eines Intensivaufenthaltes besteht bei den meisten Patienten vorübergehend ein kataboler Stoffwechsel durch reduzierte Nahrungsaufnahme bei erhöhtem Energieverbrauch. Da Malnutrition auf Intensivstation jedoch mit einem schlechteren Outcome assoziiert ist, wird möglichst früh mit einer künstlichen enteralen Ernährung der Patienten begonnen. Eine enterale Ernährung ist jedoch nicht bei allen Patienten möglich. Im Gegensatz zur enteralen Ernährung sind Nutzen und Risiken einer parenteralen Ernährung jedoch umstritten. Im Vergleich zur enteralen Ernährung ist eine parenterale Ernährung mit einem höheren Risiko infektiöser Komplikationen assoziiert. Bei Patienten, die aufgrund einer chronischen Insuffizienz der Verdauungsorgane dauerhaft parenteral ernährt werden, konnte ein vermehrtes Auftreten von Gallblasenhydrops und Gallenblasensludge festgestellt werden. Ebenso wurde gezeigt, dass Gallenblasensludge eine häufige sonographische Diagnose auf Intensivstationen ist. Ziel dieser Studie ist es daher, zu untersuchen, ob eine parenterale Ernährung bei Erwachsenen auf Intensivstation zu einem vermehrten Auftreten von Choledocholithiasis sowie weiterer hepato-biliärern Komplikationen führt. Die Studie ist als unizentrische, prospektive Kohortenstudie konzipiert. Es sollen erwachsene Patienten auf Intensivstation mit einer künstlichen enteralen oder parenteralen Ernährung eingeschlossen werden. Es handelt sich um eine beobachtende Studie, die keinen Einfluss auf die Behandlung der Patienten nimmt. Dazu sollen im Rahmen des Routinebetriebs entnommene Daten pseudonymisiert in einer Datenbank erfasst werden. Zudem findet zu Beginn und beim Absetzen der künstlichen Ernährung sowie beim Auftreten von Komplikationen wie Anstieg der Entzündungs- und Cholestasewerte ein abdomineller Ultraschall der Leber und Gallengänge statt. Im Rahmen dieser Studie sind keine invasiven Diagnostik- und Behandlungsmaßnahmen vorgesehen. Für diese prospektive Studie werden für eine Power > 80% min. 91 Patienten pro Studiengruppe benötigt und entsprechend ca. 1,5-2 Jahre veranschlagt.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien