Beschreibung der Studie

Im Rahmen chirurgischer Eingriffe ist oft eine künstliche Beatmung mit Hilfe eines Narkosegerätes erforderlich. Wir möchten in dieser Zeit einige EigenschIaften des Atemtraktes erfassen und auswerten. Es kommt während der künstlichen Beatmung in Narkose regelmäßig vor, dass die Lungenbläschen in umschriebenen Lungenbereichen zusammenfallen (Atelektasen). Diese Atelektasenbildung wird durch die intraoperative Seitenlage und der Einlungenbeatmung und damit die Neigung der Lungen zur intraoperativen bzw. postoperativen Atelektasenbildung deutlich erhöht ist noch verstärkt. Ein Ansatzpunkt dabei ist es, die Beatmung so einzustellen, dass das Lungengewebe möglichst wenig durch das Aufblähen der Alveolen am Anfang, bzw das Kollabieren am Ende des Atemzuges, geschädigt wird. Gleichermaßen soll auch eine Überblähung am Ende der Einatmung vermieden werden. Ein Maß dafür gibt uns die sogenannte Compliance, die Fähigkeit der Lunge sich auszudehnen. Sie nimmt zu Beginn der Einatmung mit der Öffnung der Alveolen zu, erreicht dann ein Plateau und fällt zum Ende der Einatmung und beginnender Überblähung wieder ab. Um sich zwischen den beiden Bereichen zu bewegen, kann der sogenannte Positive Endexspiratorische Druck (PEEP) angepasst werden. Dieser Druck wird durch das Beatmungsgerät am Ende der Ausatmung aufrecht erhalten, um die Lunge vor dem völligen Kollabieren zu bewahren. In unserer Studie zeichnen wir das Complianceprofil auf. Gleichzeitig errechnet eine Software aus diesen Daten einen Vorschlag, wie der PEEP zu ändern ist, um in den beschriebenen optimalen Bereich der Compliance zu kommen. Dieser wird dann eingestellt. Randomisiert wird so bei 45 Patienten vorgegangen, 45 Patienten erhalten eine empirische meist gleichbleibende Einstellung des PEEP. Wir denken, dass eine Anpassung des PEEP auf Basis der intratidalen Atemmechanik sich positiv auf die Eigenschaften der Lunge (Compliance, Ventilation, Oygenierung) und somit protektiv, respektive Atelektasenbildung, auf die Lungenfunktion während thoraxchirurgischen Eingriffen auswirkt. Potentielle Probanden sind volljährige die sich einem thoraxchirurgischen Eingriff unterziehen müssen

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Studiendetails

Studienziel Postoperative pulmonale Komplikation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinUniklinik Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ab 18 Jahren, elektiver Eingriff, kontrollierte Beatmung, thoraxchirurgische Eingriffe

Ausschlusskriterien

  • Herzschrittmacher oder andere aktive Implantate, intrakardiale Herzvitien, Notfalleingriff

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die atemmechanische Analyse während der perioperativen Beatmung rückt zunehmend ins wissenschaftliche Interesse. Die Beurteilung der Qualität der Beatmung orientiert sich dabei am Gasaustausch, insbesondere an der peripheren Sauerstoffsättigung und dem endtidalen CO2. Aufgrund der Ergebnisse vorhergehender Studien gibt es Grund zur Annahme, dass eine Erhöhung des positiven endexspiratorischen Drucks (PEEP) möglichen Lungenschädigungen durch eine künstliche Beatmung vorbeugen könnte und die Atelektasenbildung vermindert. Thoraxchirurgische Patienetn weisen durch einen erhöhten intrathorakalen Druck, Einlungenventilation, Seitlagerung gesteigertes Risiko für eine Atelektasenbildung auf: Bei diesem Kollektiv wird intraoperativ das Lungengewebe komprimiert und damit die Dehnbarkeit (Compliance) der Lunge und des Brustkorbs herabgesetzt, was einer restriktiven Ventilationsstörung gleich kommt. Daher soll an lungengesunden Patienten, die sich elektiven Eingriffen unterziehen, intraoperativ untersucht werden, wie sehr der PEEP erhöht werden muss, um eine möglichst lungenschonende Beatmung zu gewährleisten. Dazu wird der PEEP mit Hilfe dem von unserer Arbeitsgruppe entwickelten Graphical User Interface (GUI) so weit erhöht, bis sich die dynamischen Compliance-Werte so einstellen, dass weder mit schädlichem Recruitment/Derecruitment noch mit Überblähung der Alveolen zu rechnen ist. Für die Datenanalyse kommt die auch in unserer Arbeitsgruppe entwickelte gliding-SLICE-Analyse zur Anwendung.

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