Beschreibung der Studie

Blutstrominfektionen verursacht durch das Bakterium Staphylococcus aureus sind schwer verlaufende Erkrankungen, die bei fast jedem 3. Erkranktem zum Tode führen können. Die Behandlung der Erkrankung ist kompliziert und langwierig. Erste wissenschaftliche Daten zeigen, dass das Behandlungsergebnis und das Überleben der Patienten verbessert werden kann, wenn ein Spezialist für Infektionserkrankungen in die Behandlung einbezogen wird. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Deutschland nur wenige klinisch tätige Infektiologen. So arbeiten in Thüringen, einem Bundesland mit 2,2 Mio Einwohnern, lediglich 3 ausgebildete Infektiologen im klinischen Bereich. Ein Großteil der Patienten wird jedoch in Krankenhäusern kleinerer und mittlere Größe behandelt. Das Ziel der SUPPORT Studie ist es herauszufinden, ob eine telefonische Beratung (Konsil) durch einen Infektiolgen, das Überleben von Patienten mit S.aureus Bakteriämie in Thüringen verbessert. Dafür sollen insgesamt 500 Patienten eingeschlossen werden. Bei der Hälfte der Patienten wird ein Telefonkonsil durchgeführt. Bei der anderen Hälfte nicht. Anschliessend wird verfolgt ob sich das Überleben der Patienten innerhalb von 90 Tagen nach der Diagnose unterscheidet.

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Studiendetails

Studienziel 30 Tages Mortalität
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • dokumentierte SAB (Staphylococcus aureus-Bakteriämie)
  • unterschriebene Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • Positive Blutkulturen mit ausschliesslich anderen Erregern in der Blutkultur; S. aureus Infektionen ohne Bakteriämie; Patienten mit Therapiebeschränkung oder –einstellung; Patienten mit einer Lebenserwartung < 90 Tage; Patienten mit Palliativversorgung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Sepsis-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Staphylococcus aureus Bakteriämien (SAB), sind wesentliche Verursacher von Morbidität, Mortalität und folglich Kosten im Gesundheitswesen. Die SAB Inzidenz in der westlichen Welt liegt bei ca. 26 pro 100.000 Einwohnern. Bisher unveröffentlichte Daten aus der am Universitätsklinikum Jena durchgeführten Alerts Studie (Studienleiter Prof. FM Brunkhorst, Universitätsklinikum Jena), zeigen eine Krankenhaussterblichkeitsrate von 25%. Die adäquate Behandlung der SAB ist nicht trivial und umfasst richtige Wahl und Dauer der anti-mikrobiellen Therapie, Infektfokussanierung und die Suche nach septische Metastasen sowie den Ausschluss einer infektiösen Endokarditis. Daten aus nicht-randomisierten und retrospektiven Studien belegen, dass die konsiliarische Mitbetreuung durch klinische Infektiologen zu einem signifikant verbesserten Überleben, kürzeren Krankenhausverweildauern und zu einer geringeren Rate an Komplikationen führen sowie den Gesamtantibiotikaverbrauch senken. Dem entgegen steht, dass eine bedeutende Anzahl von Patienten in kleinen und mittelgroßen Krankenhäusern behandelt werden und aufgrund des derzeit bestehenden Mangels an klinischen Infektiologen, nicht direkt von einem solchen betreut werden können. In Thüringen mit über 20.000 Krankenhausbetten sind derzeit nur 3 klinische Infektiologen stationär tätig. Die beantragte, cluster randomisierten, kontrollierten cross-over SUPPORT Studie soll prüfen, ob ein Telefonkonsil durch einen klinischen Infektiologen das Überleben von Patienten mit SAB in Thüringen erhöht. Die Hypothese der SUPPORT Studie lautet: Telefonkonsile durch einen klinischen Infektiologen verbessern das Überleben von Patienten mit SAB in Thüringen.In diese Studie sollen mindestens 15 der 34 am AlertsNet (Studienleiter Prof. FM Brunkhorst, Universitätsklinikum Jena, DRKS00004825) teilnehmenden Krankenhäusern und eine Gesamtzahl von 500 Patienten eingeschlossen werden. Die teilnehme Krankenhäuser werden in 2 Gruppen und 2 Sequenzen randomisiert: A-B oder B-A. Hierbei stellt A die Intervention und B die Kontrollgruppe (standard of care) dar. Während der Intervention werden die behandelnden Ärzte in den teilnehmenden Krankenhäusern unaufgeforderte Telefonkonsile erhalten.

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