Beschreibung der Studie

Hintergrund: Fehlstellungen der Beinachse (X- oder O-Bein) führen zu einer übermäßigen einseitigen Belastung des Knies, und stehen in Zusammenhang mit einer erhöhten Abnutzung des Gelenkknorpels. Eine effiziente Therapie ist die sogenannte operative Wachstumslenkung. Dabei stellt die temporäre Wachstumslenkung unter Verwendung von kleinen Platten (z.B. eight-plates) oder Schrauben an den Wachstumsfugen des Kniegelenks die Standardtherapie für Achsfehlstellungen der Beine im Kindesalter dar und ermöglicht eine frühzeitige Korrektur schwerer Deformitäten durch Ausnutzung des vorhandenen Restwachstums. Allerdings tritt bei dieser Behandlung häufig ein Rebound-Effekt (Wiederauftreten der Fehlstellung) nach der Entfernung des Implantats auf. Die Ursachen dieses Effektes sind noch unzureichend erforscht. Somit existieren keine einheitlichen Vorgaben für den optimalen Zeitpunkt für das chirurgische Entfernen des Implantats. Dieser Zeitpunkt ist aber entscheidend für den langfristigen Erfolg der axialen Korrekturen. Zudem basiert die Indikation für die Implantat Entfernung auf statischen Messungen im Stand, die nicht die tatsächliche Belastungssituation und die individuellen Kompensationsmechanismen während des Gehens repräsentieren. Ziel: Ziel dieser Studie ist es auftretende Abweichungen im Gangbild bei Achsfehlstellungen der Beine mittels instrumenteller Ganganalyse zu messen. Der prä- und postoperative Vergleich bzw. der Vergleich dieser Daten mit Daten gesunder Probanden mit physiologischer Beinachse soll das Verständnis über die Kompensationsmechanismen und die Gelenkbelastungen sowie der muskulären Aktivität und Ansteuerung vor und nach einer temporären Wachstumslenkung erweitern. Durch die in dieser Studie durchgeführte Ganganalyse soll sowohl die Planung der Wachstumslenkung optimiert, als auch ein langfristiges gutes Operationsergebnis gewährleistet werden. Methoden: Die Ganganalyse und die Röntgenaufnahmen im Stand werden am Tag vor der Implantation und Explantation der Platten durchgeführt. Um die Rebound-Effekte zu analysieren, wird eine nicht-invasive Ganganalyse 6, 12 und 18 Monate nach der Explantation durchgeführt. Die tägliche kumulative Last wird mit einem Aktivitätsmesser bestimmt. Darüber hinaus werden Mehrkörpersimulationen angewendet, um Kniekontaktkräfte zu bestimmen und diese mit konventionellen Methoden der Bestimmung der Kniegelenkbelastung vergleichen zu können. Teilnehmer: 142 Kinder mit idiopathischen Varus oder Valgus Beinfehlstellungen und 60 normal entwickelte Kinder als Kontrollgruppe im gleichen Altersbereich. Zeitrahmen: Die voraussichtliche Dauer beträgt 3 Jahre. Im ersten Jahr werden Patienten mit operativer Wachstumslenkung sowie eine normal entwickelte Kontrollgrupperekrutiert. Die erwartete Zeit bis zur Achsenkorrektur durch Wachstumslenkung beträgt im Durchschnitt 12 Monaten, das Follow-up nach der Entfernung der Platten beträgt 18 Monate. Erwartete Ergebnisse: Nach dem aktuellen Algorithmus zum Entfernen der Hardware, der nur auf statische Messungen basiert, werden nach Explantation nicht alle Patienten eine natürliche Belastung am Knie zeigen. Da sich die Lastsituation auf den Knochenumbau auswirkt, könnte eine unphysiologische Belastung den Rebound-Effekt verstärken. Die Ergebnisse dieser Studie könnten erstmalig Einblicke in die mechanische Integrität von Knochen und Muskeln während und nach der Wachstumslenkung zeigen. Diese Erkenntnisse könnten zu einer Optimierung bzw. Anpassung des Behandlungsalgorithmus bei Wachstumslenkung führen.

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Studiendetails

Studienziel Die mittels instrumenteller Ganganalyse bestimmte mechanische Beinachse (varus/valgus) im Stand definiert den klinischen Endpunkt der Intervention, nämlich den Rebound der Knieachse 6, 12 und 18 Monate nach Explantation der Platte an der Wachstumsfuge.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 202
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit idiopathischer varus oder valgus Fehlstellung bezüglich der mechanischen Beinachse (Moreland et al., 1997) und einer klinischen Indikation für eine temporäre Hemipiephyseodese (Wachstumslenkung) mit einer Platte

Ausschlusskriterien

  • Anzeichen von Rheuma, Defekt des vorderen Kreuzbandes, neuromuskuläre Dysfunktion, Achondroplasie, Kleinwuchs, Flexionskontraktur im Knie- oder Hüftgelenk größer als 15°, Beinlängendifferenz größer als 1 cm, avaskuläre Knochennekrose, Frühere Verletzungen an den unteren Extremitäten, Operationen am Kniegelenk in den letzten 12 Monaten, chronische Gelenksinfektionen, intraartikuläre Injektionen, Kinder jünger als 6 Jahre.

Adressen und Kontakt

Waldkrankenhaus Rudolf Elle GmbH, Eisenberg

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Orthopädische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hanover

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Orthopädische Kinderklinik, Behandlungszentrum Aschau gGmbH, Aschau im Chiemgau

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Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim gGmbH, Frankfurt

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Häufig gestellte Fragen

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Motivation: Fehlstellungen der Knieachse in der Frontalebene führen zu einer übermäßigen einseitigen Belastung des Knies, und stehen in Zusammenhang mit einer erhöhten Degeneration des Gelenkkompartiments. Eine effiziente Therapie ist die Wachstumslenkung bei bestehendem Restwachstum des Patienten. Allerdings tritt bei dieser Behandlung häufig ein Rebound-Effekt (Wiederauftreten der Fehlstellung) nach der Entfernung des Implantats auf. Die Ursachen dieses Effektes sind noch unzureichend erforscht. Somit existieren keine einheitlichen Vorgaben für den optimalen Zeitpunkt für das chirurgische Entfernen des Implantats. Dieser Zeitpunkt ist aber entscheidend für den langfristigen Erfolg der axialen Korrekturen. Zudem basiert die Indikation für die Implantat Entfernung auf statischen Messungen im Stand, die nicht die tatsächliche Belastungssituation und die individuellen Kompensationsmechanismen während des Gehens repräsentieren. Ziel: Das Ziel der Studie ist es, den Einfluss der dynamischen Belastung beim Gehen auf den Rebound-Effekt nach einer operativen Wachstumslenkung mit Zuggurtungs-Platten zu untersuchen. Methoden: Die Ganganalyse und die Röntgenaufnahmen im Stand werden am Tag vor der Implantation und Explantation der Platten durchgeführt. Um die Rebound-Effekte zu analysieren, wird eine nicht-invasive Ganganalyse 6, 12 und 18 Monate nach der Explantation durchgeführt. Die tägliche kumulative Last wird mit einem Aktivitätsmesser bestimmt. Darüber hinaus werden Mehrkörpersimulationen angewendet, um Kniekontaktkräfte zu bestimmen und diese mit konventionellen Methoden der Bestimmung der Kniegelenkbelastung vergleichen zu können. Teilnehmer: 142 Kinder mit idiopathischen Varus oder Valgus Beinfehlstellungen und 60 normal entwickelte Kinder als Kontrollgruppe im gleichen Altersbereich. Zeitrahmen: Die voraussichtliche Dauer beträgt 3 Jahre. Im ersten Jahr werden Patienten mit operativer Wachstumslenkung sowie eine normal entwickelte Kontrollgrupperekrutiert. Die erwartete Zeit bis zur Achsenkorrektur durch Wachstumslenkung beträgt im Durchschnitt 12 Monaten, das Follow-up nach der Entfernung der Platten beträgt 18 Monate. Erwartete Ergebnisse: Nach dem aktuellen Algorithmus zum Entfernen der Hardware, der nur auf statische Messungen basiert, werden nach Explantation nicht alle Patienten eine natürliche Belastung am Knie zeigen. Da sich die Lastsituation auf den Knochenumbau auswirkt, könnte eine unphysiologische Belastung den Rebound-Effekt verstärken. Die Ergebnisse dieser Studie könnten erstmalig Einblicke in die mechanische Integrität von Knochen und Muskeln während und nach der Wachstumslenkung zeigen. Diese Erkenntnisse könnten zu einer Optimierung bzw. Anpassung des Behandlungsalgorithmus bei Wachstumslenkung führen.

Quelle

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