Beschreibung der Studie

In einer ersten Studie konnten wir zeigen, dass Patienten mit Anorexia nervosa ähnlichen Schwankungen der Anspannung im Tagesverlauf unterliegen, wie Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (Kolar, 2014). Seit 2011 gibt es bereits das erste DBT-Manual für Essstörungen im deutschsprachigen Raum (Sipos, Bohus & Schweiger, 2011). Bisher liegen jedoch wenige Untersuchungen zu dysfunktional eingesetzten Emotionsregulationsstrategien bei Essstörungen vor. Ziel dieser Studie ist es, über ein ambulantes Monitoring zu untersuchen, ob körperliche Aktivität im Sinne von motorischer Unruhe oder Sporttreiben von Patienten mit Anorexia nervosa zur Regulation von inneren Anspannungsgefühlen eingesetzt wird. Darüber hinaus wird anhand zweier weiterer Patientengruppen mit depressiven und hyperkinetischen Störungen überprüft, ob es sich bei körperlicher Aktivität um eine Emotionsregulationsstrategie handelt, die spezifisch für das Störungsbild der Anorexia nervosa ist.

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Studiendetails

Studienziel Korrelation der mittleren Anspannung und der mittleren Aktivität am Erhebungstag in Abhängigkeit von der Gruppenzugehörigkeit (erfasst durch kontinuierlich messendes Actiometer und stündliche Fragebogen auf Smartphones am Erhebungstag)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Rheinhessen-Fachklinik MainzKinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und –psychosomatik

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligung der Patientin und beider Eltern
  • bei Minderjährigkeit
  • Besitz eines Android-Smartphones oder Bereitschaft, ein Klinikgerät zu nutzen
  • Anorexiegruppe: gesicherte Diagnose einer Anorexia nervosa (F50.0 oder F50.1)
  • Depressionsgruppe: gesicherte Diagnose einer depressiven Störung (F32.0-32.2 / F33.0-33.2)
  • hyperkinetische Gruppe: gesicherte Diagnose einer hyperkinetischen Störung (F90.0-90.9)

Ausschlusskriterien

  • Anorexiegruppe:
  • Diagnose einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (F60.31)
  • Diagnose einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode (F32.1-32.2 oder F33.1-33.2)
  • Diagnose einer hyperkinetischen Störung (F90.0-90.9)
  • Depressionsgruppe:
  • Diagnose einer Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa (F50.0-50.3)
  • Hyperkinetische Gruppe:
  • gesunde Kontrollgruppe:
  • jegliche psychiatrische Diagnose in den letzten 5 Jahren
  • erhöhter Wert in der Symptombelastungsskala (BSI-18)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Depression-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Seit 2011 gibt es bereits das erste DBT-Manual für Essstörungen im deutschsprachigen Raum (Sipos, Bohus & Schweiger, 2011). Da bisher jedoch erst wenige Studien zu dysfunktional eingesetzten Emotionsregulationsstrategien bei Patienten mit Anorexia nervosa existieren, soll die vorliegende Beobachtungsstudie einen Forschungsbeitrag zu der Frage, ob körperliche Aktivität zur Regulation von negativem Affekt und Anspannung eingesetzt werden, leisten. Über ein ambulantes Monitoring soll der Zusammenhang zwischen dem emotionalen Erleben - insbesondere dem Empfinden von Anspannung - und körperlicher Aktivität bei jugendlichen Patienten mit Anorexia nervosa untersucht werden. Die gewonnenen Daten sollen mit einer Kontrollgruppe gesunder Jugendlicher sowie mit einer Gruppe mit depressiven Patienten und einer Gruppe mit hyperkinetischen Patienten verglichen werden. In allen vier Gruppen wird die Aktivität über einen Aktigraphen (SOMNOwatchTM - SOMNOmedics, Randersacker, Deutschland) am Handgelenk über einen Zeitraum von 34 Stunden (einen Tag und zwei Nächte) aufgezeichnet. An dem Erhebungstag füllen die Probanden zusätzlich stündlich einen kurzen Fragebogen in einer Smartphone-App (movisensXS® - movisens GmbH, Karlsruhe, Deutschland) aus. Diese Form der Erhebung von Fragebogendaten wurde in einer vorangehenden Studie bereits evaluiert mit dem Ergebnis einer hohen Akzeptanz von Seiten der Probanden (Kolar et al., 2015). Primäre Zielgröße ist die Korrelation der mittleren Anspannung und der mittleren Aktivität am Erhebungstag in Abhängigkeit von der Gruppenzugehörigkeit. Im Sinne eines adaptiven Studiendesigns werden zunächst 10 Probanden pro Gruppe erhoben. Eine endgültige Fallzahlkalulation wird durchgeführt, sollten die Daten Hinweise auf zeitliche Zusammenhänge zwischen Anspannung und Aktivität in Abhängigkeit der Gruppenzugehörigkeit liefern. Eine zeitliche Analyse (Multilevel-Analyse) der Daten ist geplant, sobald die dann endgültige Fallzahl erhoben wurde.

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