Beschreibung der Studie

Psychische Störungen äußern sich nicht nur in einer negativen Befindlichkeit und Stimmung, sondern sind auch durch Veränderungen der Tag-Nacht-Rhythmik sowie der Stress- und Schmerzempfindlichkeit gekennzeichnet. Die Zusammenhänge zwischen negativer Stimmung, Tag-Wach-Rhythmik, Stressreaktionen und Schmerzerleben sollen bei ausgewählten psychischen Störungen (Depressionen, Schizophrenien, Borderline-Persönlichkeitsstörungen) untersucht werden; zudem werden diese Merkmale und Zusammenhänge mit denen von gesunden Probanden (d.h. ohne eine psychische Störung) verglichen. In der Studie kommen unterschiedliche Untersuchungsinstrumente und -methoden für die Dauer von 10 Tagen zum Einsatz: 1. Fragebogen zur Erfassung von Stimmung/Befinden, Schlafqualität, Stresserlebnissen am Tag, Schmerzbeschwerden sowie auch zur Bestimmung des sogenannten Chronotyps (in seiner Extremausprägung Abend- oder Morgentyp bzw. "Eule" oder "Lerche"), 2. Maße der kognitiven Leistungsfähigkeit, 3. Aktigraphie zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Tag-Nacht-Aktivität (inkl. Schlaf), 4. Messungen der Schmerzempfindlichkeit sowie 5. Erhebung von Speichelproben zur Erfassung biologischer Stressmaße.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel Aktigraphisch erhobene Schlafparameter bzw. der Ruhe-Aktivitäts-Rhythmizität (Verhältnis zwischen Nacht- und Tagesaktivität, sogenannte relative Amplitude) im Verlauf des Beobachtungszeitraums von 10 Tagen; Maße der Schmerzverarbeitung: Qualität und Intensität von Schmerzbeschwerden an jedem Abend/Morgen über einen Fragebogen (Kurzversion des McQuill Pain Questioinnaires, MPQ). Schmerzempfindlichkeit: An jedem zweiten Abend und dem darauf folgenden Morgen wird eine Druckschmerzschwellenbestimmung durchgeführt. Thermische Schmerzschwellen werden bestimmt von Tag 3 (Abends) auf Tag 4 (Morgens) sowie von Tag 7 (Abends) auf Tag 8 (Morgens).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Vitos-Klinikum Gießen-Marburg

Finden Sie die richtige Schizophrenie-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Stationär, teilstationär oder ambulant behandelte Patienten, die unter einer der folgenden psychischen Störungen leiden:
  • Depressive Störunge: depressive Episode (ICD-10: F32), rezidivierende depressive Störung (ICD-10: F33), Dysthymie (ICD-10: F34.1), Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F 43.2) oder
  • Spektrum der schizophrenen Störungen (ICD-10: F2 einschließlich ICD-10: F25) oder
  • Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.3)
  • oder
  • keine manifeste psychische Störung zeigen.
  • Weitere Kriterien sind:
  • Entweder unmediziert oder unter stabiler Medikation (seit mindestens 5 Tagen unveränderte Medikation, d.h. „steady state“)
  • Einwilligungsfähigkeit und freiwillige Behandlung sowie
  • Keine relevante andere körperliche Erkrankung oder Medikationseinnahme

Ausschlusskriterien

  • Patientengruppen: A) Hinweis auf eine psychische Störung innerhalb des letzten 1/2 Jahres aus den ICD-10 Kategorien: F0, F1 (ausgenommen F17), F5-F7. B) Hinweis auf endokrine Erkrankungen (insbesondere Nebennierenfunktionsstörungen, Hyper-oder Hypothyreose), C) Hinweis auf neurologische Erkrankungen mit schweren Störungen der Somatosensorik, D) Hinweis auf organische Schlafstörungen (z.B. Schlafapnoe), E) Aktuelle oder höchstens 3 Monate zurückliegende Steroidbehandlung (außer Kontrazeptiva bei Frauen), F) Schwangerschaft (Ausschluss durch Screening bei Frauen im gebärfähigen Alter), G) Vorliegen einer höchstens 4 Wochen vorausgehenden bedeutsamen Veränderung der Schlaf-Wach-Rhythmizität, die nicht in der psychischen Störung begründet war (Schichtarbeit oder Zeitzonenwechsel mit Jetlag). Für gesunde Kontrollprobanden: aktuelle oder zurückliegende psychische Störung (ausgenommen ICD-10: F17) sowie die unter B bis G beschriebenen Ausschlusskriterien für die Patientengruppen.

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen.Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Störungen der Affektregulation, Veränderungen des Schlafs und weiterer circadianer Rhythmen sowie von Stressreagibilität und Schmerzwahrnehmung finden sich gehäuft bei psychischen Störungen wie etwa bei Depressionen, Schizophrenien oder Borderline Persönlichkeitsstörungen. Die Zusammenhänge zwischen diesen klinischen Charakteristika sind noch wenig verstanden, weswegen die Studie darauf zielt: a) Maße der Stimmung, kognitiver Leistung, Schlaf-Wach Aktivität, Schmerzbeschwerden und -empfindlichkeit und der Stressreagibiliät zwischen Patientengruppen und gesunden Kontrollprobanden zu vergleichen; sowie b) nach allgemeinen und störungsspezifischen Zusammenhängen dieser Variablen zu fahnden. Für einen Beobachtungszeitraum von 10 Tagen durchlaufen die Studienteilnehmer verschiedene Untersuchungen, zumeist gebunden an bestimmte Tageszeiten (Abends vs. Morgens) oder Aktivitäten: Selbstbeurteilungsverfahren (z.B. zur Erfassung von aktuellem Befinden oder der Intensität von Schmerzsymptomen, jedoch auch von zeitlich-stabileren Persönlichkeitseigenschaften wie des Chronotyps), neuropsychologische Untersuchungen, Aktigraphie (kontinuierliche Aufzeichnung über 10 Tage), Bestimmung von Druck- und thermischen Schmerzschwellen, Speichelproben.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: