Beschreibung der Studie

Bei den kryptogenen Epilepsien ist die MRT-Bildgebung unauffällig. Aus diesem Grund ist die Identifizierung einer chirurgisch behandelbarer Ursache sehr schwierig. In der Regel ist eine besonders aufwändige prächirurgische, häufig invasive, Epilepsiediagnostik nötig. Wenn diese Diagnostik zur Abgrenzung eines für die Epilepsie ursächlichen Hirnareals führt, kann eine umschriebene opserative Entfernung von Hirngewebe mit dem Ziel der postoperativen Anfallsfreiheit erfolgen. Die klinischen Ergebnisse eines solchen Eingriffs sind gemäß der vorhandenen Literatur in dieser Patientengruppe in der Regel jedoch schlechter im Vergleich zu Epilepsiepatienten mit auffälliger MRT-Bildgebung. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist die retrospektive Untersuchung der vorliegenden Langzeit-Ergebnisse nach epilepsiechirurgischen Operationen bei kryptogener Epilepsie und die Evaluation des Stellenwertes verschiedener Modalitäten der prächirurgischen Epilepsiediagnostik.

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Studiendetails

Studienziel Epileptologisches Outcome nach Engel Classification und neurologisches Outcome 1 Jahr nach der Operation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 33
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Neurochirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit pharmakotherapieresistenter Epilepsie und nicht-läsioneller 3 Tesla Kernspintomographie (d.h.: kryptogener Epilepsie), welche mit einer resektiven Operation behandelt wurden in dem Zeitraum von 2004 to 2015.

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit läsioneller Kernspintomographie; Patienten, welche nur mit nicht-resektiver Operation behandelt wurden (z.B Vagus-Nerv-Stimulation, Multiple subpiale Transsektionen)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Kryptogene Epilepsien stellen im Hinblick auf ein mögliches epilepsiechirurgisches Vorgehen die größte Herausvorderung der pharmakotherapieresistenten Epilepsien dar. Bei diesen Epilepsien ergibt die hochauflösende MRT-Bildgebung keinen Anhalt auf eine potentielle epileptogene Läsion und somit keinen bildmorphologischen Hinweis auf das epileptogene Areal. Zur Identifzierung des epileptogenen Areals und zur Prüfung der Optionen eines individuell maßgeschneiderten epilepisechirurgischen Eingriffs ist in der Regel eine besonders aufwändige prächirurgische Epilepsiediagnostik erforderlich, wobei häufig umfassende nicht-invasive Untersuchungen durch eine zusätzliche invasive Diagnostik mit Implantation intrakranieller Elektroden ergänzt werden müssen. Im Falle einer möglichen Abgrenzung des multimodal bestimmten epileptogenen Areals von funktionstragenden eloquenten Hirnarealen kann anschliessend auch bei kryptogenen Epilepsien eine umschriebene Resektion von Hirngewebe mit dem Ziel der postoperativen Anfallsfreiheit erfolgen. Die klinischen Ergebnisse eines solchen epilepsiechirurgischen Eingriffs sind gemäß der vorhandenen Literatur in dieser Patientengruppe in der Regel jedoch schlechter im Vergleich zu Epilepsiepatienten mit auffälliger ("läsioneller") MRT-Bildgebung. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist die retrospektive Untersuchung der vorliegenden Langzeit-Ergebnisse nach epilepsiechirurgischen Operationen bei kryptogener Epilepsie und die Evaluation des Stellenwertes verschiedener Modalitäten der prächirurgischen Epilepsiediagnostik.

Quelle

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