Beschreibung der Studie

Die akute bakterielle Infektion der Fingerbeugesehnenscheide kann in kurzer Zeit zu einem dramatischen Krankeitbild führen und bedarf einer schnellen und aggressiven Therapie. Schon beim klinischen Verdacht infolge Schwellung, Überwärmung, Rötung, Schonhaltung des betroffenen Fingers in Beugestellung, Druckschmerzen über der digitalen Sehnenscheide und typischerweise starken Schmerzen beim passiven Überstrecken des Fingers durch den Untersucher ist die Indikation für eine dringende operative Behandlung gegeben. Dies gilt im Zweifel auch, wenn keine sichtbare Keimeintrittspforte auszumachen ist und/oder Laborparameter, z.B. durch Vorbehandlung mit einem Antibiotikum im Normbereich liegen. Die operative Therapie einer Fingerbeugesehnenscheideninfektion wandelte sich mit Einführung der Antibiotika vom Debridement und Spülung mit postoperativ offener Wundbehandlung zu minimal-chirurgischen Techniken mit limitierten Hautinzisionen und Katheterspülungen. Trotzdem die Fingerbeugesehnenscheideninfektion ein regelmäßig anzutreffendes Kranksheitsbild ist, herrscht auch in Anbetracht fehlender aussagekräftiger Studien weiterhin keine Einigkeit über ein einheitliches Therapiekonzept. Die Mehrzahl empfiehlt nach operativer Spülung und ggf. offenem Debridement der Beugesehnenscheide neben einer Antibiotikabehandlung eine postoperative kontinuierliche Katheterspülung mit steriler Kochsalzlösung und/oder antimikrobiellen Lösungen über 24 – 48 h. Nach unserer Kenntnis gibt es bisher keine Veröffentlichung über die Behandlung der Fingerbeugesehnenscheideninfektion mittels einmaligem offenen Debridement, Spülung, primärem Wundverschluss und nachfolgender Antibiotikatherapie. Das Ziel dieser retrospektiven Studie ist es, die Ergebnisse von Patienten, bei denen zwischen 2011 und 2015 eine Fingerbeugesehnenscheideninfektion einmalig offen debridiert, gespült, primär verschlossen und anschließend mit Antibiotika behandelt wurde, zu präsentieren. Die Hypothese ist, dass eine Fingerbeugesehnenscheideninfektion einmalig offen debridiert, gespült, primär verschlossen und mit einer anschließenden Antibiotikatherapie regulär zur Ausheilung gebracht werden. Eine postoperative kontinuierliche Katheterspülung über 24 – 48 h, wie mehrheitlich in der Literatur empfohlen, ist nicht notwendig.

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Studiendetails

Studienziel DASH (Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand) Score aller eingeschlossenen Patienten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Elbe Klinikum Stade Abteilung für Hand-, Ästhetische und Plastische Chirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten mit einer akuten Fingerbeugesehnenscheideninfektion, die zwischen dem 01.01.2011 und 31.12.2015 operativ behandelt wurden, werden in die Studie eingeschlossen.

Ausschlusskriterien

  • Alle Patienten die die Nachuntersuchung ablehnen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

In einer retrospektiven Studie werden die Ergebnisse von Patienten, bei denen zwischen 2011 und 2015 eine Fingerbeugesehnenscheideninfektion einmalig offen debridiert, gespült, primär verschlossen und anschließend mit Antibiotika behandelt wurde präsentiert. Alle Patienten werden für eine mündliche Befragung und klinische Untersuchung des Fingers eingeladen.

Quelle

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