Beschreibung der Studie

Bei der Behandlung von Harnsteinen kommen ab einer bestimmten Steingröße und Lokalisation interventionelle Verfahren zum Einsatz bei welchen zuerst eine Steinzertrümmerung (Lithotripsie) und anschließende Extraktion der dabei entstehenden Fragmente durchgeführt werden. Während einer Steinzertrümmerung im Nierenbecken entstehen sehr häufig mittelgroße Restfragmente/‚Gries‘ (< 2 mm), die mit dem aktuell zur Verfügung stehenden endourologischen Instrumentarium und Techniken nicht komplett entfernt werden können. Reststeine dieser Größe rutschen durch die Maschen der Greifinstrumente (Greifer oder Fangkorb) und können daher nicht geborgen werden. Weiterhin ist eine Steinextraktion bei hohem „Gries“-Aufkommen sehr zeitaufwendig und bei größeren Steinmassen praktisch nicht durchführbar. Die Niere ist somit zum Abschluss der Behandlung nicht vollständig steinfrei. Verbleibende Restfragmente dienen als Kristallisationskeime und erhöhen entscheidend das Rezidivrisiko. Mit einem neu entwickelten biokompatiblen, durch das Spiegelungsgerät applizierbaren Klebstoff sollen die verbliebenen Restkonkremente/Gries verklebt und in einem Stück vollständig und zeiteffektiv entfernt werden. Der neuartige Klebstoff soll zunächst in vitro und im Schweinenierenmodell getestet werden. Hierfür sollen prospektiv asservierte Steinfragmente von Patienten in den Experimenten Restfragmente simulieren. Für den Patienten entstehen dabei keinerlei zusätzliche Interventionen und Belastungen, bestehende Behandlungspfade werden in keiner Weise verändert. Die asservierten Konkremente würden ansonsten zur Entsorgung anfallen. Es sollen lediglich die entfernten Steinfragmente weiter wissenschaftlich untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel endoskopische und makroskopische Steinfreiheit
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten bei welchen im Rahmen einer konventionellen Harnsteinbehandlung überschüssiges Steinmaterial anfällt, welches ansonsten verworfen werden würde. Es ist nur Steinmaterial - kein Patient an der vorliegenden Studie beteiligt.

Ausschlusskriterien

  • Patienten/d.h. Steinmaterial von Patienten < 18 Jahre

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Harnsteine-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Erprobung und Entwicklung eines biokompatiblen Klebstoffes zur vollständigen Entfernung von Restfragmenten nach Lithotripsie unter möglichst realitätsnahen Bedingungen (ex vivo Organmodell Schweineniere). Harnsteine humanen Ursprungs, die während der herkömmlichen Steinbehandlung extrahiert werden, werden für die Erprobung des neu-entwickelten Klebstoffes in vitro/ ex vivo Organmodell (Schweineniere) im Rahmen einer flexiblen Ureterorenoskopie verwendet. Bestehende Behandlungsabläufe werden dabei in keinster Weise verändert, das Steinmaterial würde ansonsten entsorgt werden. Ziel des entwickelten Systems ist die komplette Steinfreiheit.

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