Beschreibung der Studie

Diese Studie soll Faktoren ermitteln, die zu übermäßigem Alkoholkonsum von Jugendlichen führen. Außerdem sollen die Mechanismen dieser Faktoren erforscht werden, d.h. es soll untersucht werden, wie diese Faktoren dazu führen, dass Jugendlichen besonders anfällig für übermäßigen Alkoholkonsum sind oder wie andere Faktoren Jugendliche davor schützen. Dafür wird in einem ersten Teil der Studie ein kurzer Fragebogen entwickelt, der von ca. 500 Jugendlichen beantwortet werden soll. Danach werden ausgewählte Jugendliche an einer detaillierten Studie teilnehmen, wobei sie mit neuropsychologischen Tests und funktioneller Magnetresonanztomografie auf ihr Verhalten in Stress-Situationen untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich resilienter und nicht-resilienter Jugendlicher, gemessen mit Trier Social Stress Test für Kinder und Montreal Imaging Stress Test.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • freiwillige Teilnahme, Alter 14-18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • nicht freiwillige Teilnahme, Alter < 14 oder > 18

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Verschiedene Risikofaktoren wie genetische Prädisposition und belastende Lebensereignisse tragen zur Entwicklung psychischer Störungen bei. Immer gibt es aber resiliente Menschen, die trotz eines erhöhten Risikos keine Störungen entwickeln. Dabei ist die Untersuchung von Jugendlichen von besonderem Interesse, da sie sehr vulnerabel für die Entwicklung psychischer Störungen sind und Präventionsmaßnahmen deshalb besonders wirksam sind. Ein psychiatrisch relevantes Verhalten, das auch schon bei Jugendlichen zu beobachten ist, ist übermäßiger Alkoholkonsum, der auch mit anderen psychischen Erkrankungen in Zusammenhang steht. Durch die Identifizierung von Resilienz-Faktoren gegen übermäßigen Alkoholkonsum und die Aufklärung ihrer Mechanismen, soll mit diesem Projekt ein entscheidender Beitrag für die Entwicklung von wirksamen Präventionsmaßnahmen geleistet werden. Im Rahmen der IMAGEN-Studie, bei der uns psychologische Fragebögen, genetisches Material und funktionelle Hirndaten von mehr als 2000 Jugendlichen über einen Zeitraum von mehreren Jahren zur Verfügung stehen, werden die stärksten Risikofaktoren für übermäßigen Alkoholkonsum und die stärksten protektiven Faktoren dagegen ermittelt. Daraus wird ein kurzer Fragebogen erstellt, der an die jugendliche Allgemeinbevölkerung in Mannheim und Umgebung ausgegeben werden soll mit einem angestrebten Rücklauf von ungefähr 500 Fragebögen. So werden die Ergebnisse der statistischen Analyse der IMAGEN Studie in der lokalen Bevölkerung überprüft und darüber hinaus dient dieser Fragebogen als erste Kontaktaufnahme für die nachfolgenden Untersuchungen zu Resilienz-Mechanismen. Dafür werden 60 Jugendliche zu einer detaillierten Untersuchung in das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit eingeladen. Drei verschiedene Gruppen werden rekrutiert: 1) eine risikoarme Gruppe, die starken Alkoholkonsum zeigt, 2) eine risikobehaftete Gruppe, die starken Alkoholkonsum zeigt und 3) eine risikobehaftete Gruppe, die Alkohol nicht übermäßig konsumiert. Die Probanden durchlaufen eine neuropsychologische Testbatterie inklusive funktioneller Magnetresonanztomografie. Die Lebenssituationen der risikobehafteten Gruppen werden von Stress geprägt sein, wobei resiliente Jugendliche mutmaßlich Strategien entwickelt haben oder Mechanismen zur Verfügung haben, die sie in besonderer Weise auf diesen Stress reagieren lassen. Inhaltlich steht deshalb vor allem die Frage im Vordergrund, ob resiliente Jugendliche Stress anders verarbeiten können. Wir untersuchen, wie sich diese Mechanismen auf neuronaler Ebene zeigen, wie sie sich in der Persönlichkeitsstruktur widerspiegeln und welche Verhaltensmuster auftreten, die für verhaltenstherapeutische Maßnahmen und Präventionsstrategien genutzt werden können.

Quelle

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