Beschreibung der Studie

Es wird vermutet, dass im Rahmen von Bewegung zu Musik (Tanz, hier rhythmischer Faustschluss als Vereinfachung zum Tanz) alternative Verarbeitungswege genutzt werden, was die Bewegungsfähigkeit bei an Parkinson erkrankten Patienten verbessert. Man nimmt an, dass bei der Parkinson Erkrankung der „interne Rhythmusgeber“ gestört ist, was sich durch so genannte Beta-Oszillationen im Nucleus subthalamicus und in Teilen des Globus pallidus (das sind Regionen im Gehirn) nachweisen lässt. Hierdurch wird der Start von Bewegungsabläufen (=Bewegungsinitiation) bei Parkinsonpatienten beeinträchtigt. Es wird nun vermutet, dass beim Tanz die Motorik bzw. die Einleitung von Bewegungsabläufen gebessert wird, da der Rhythmus der Musik als externer Taktgeber (bei gestörtem inneren Taktgeber) wirkt. Ziel dieser Bildgebungsstudie ist die Untersuchung spezieller Verarbeitungswege im Gehirn bei Parkinsonpatienten. Es soll untersucht werden, ob und wie diese Aktivierung von alternativen Verarbeitungswegen im Gehirn mit verbesserter Beweglichkeit zusammen hängt. In der hier vorgesehenen Untersuchung soll der rhythmische Faustschluss als Verinfachung zum Tanz genutzt werden. Dies macht einerseits Sinn, da der Faustschluss selbst schon im Rahmen des L-Dopa-Tests (UPDRS, Teil III) getestet wird. Zudem kann eine komplexere Bewegung wie z.B. Tanz im Rahmen einer MRT nicht durchgeführt oder untersucht werden. Die Aktivierung der Hirnstrukturen bei Parkinsonpatienten soll mit einem so genannten Normalkollektiv (das sind in diesem Fall gesunde Probanden) verglichen werden. Die Messungen erfolgen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) bei 1,5 Tesla unter Verwendung einer Standardspule. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für ähnliche Untersuchungen bei Parkinsonpatienten mit Tiefer Hirnstimulation (THS) dienen, für deren Stimulationssysteme seit kurzem eine „Zulassung“ für MRT-Untersuchungen bei 1,5 Tesla besteht.

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Studiendetails

Studienziel Untersuchung der Unterschiede in der gemessenen Hirnaktivierung bei der Bewegung zu Rhythmus bzw. zu Musik, bzw. in Stille bei der Parkinson-Erkrankung. Diese unterschiedliche Hirnaktivierung wird durch eine Änderung des Magnetresonanz-Signals im fMRT dargestellt und dadurch messbar.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Neuroradiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • Patienten über 18 Jahre mit idiopathischem Parkinson Syndrom des akinetisch-rigiden Typs.
  • Schriftlich erteilte Einwilligung des Patienten.
  • Probanden:
  • neurologisch gesunde Probanden gleichen Alters, gleichen Geschlechts und gleicher Händigkeit.
  • Schriftlich erteilte Einwilligung des Probanden.

Ausschlusskriterien

  • Patienten:
  • i) Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung (siehe MRT-Aufklärungsbögen), (ii) schlechter Allgemeinzustand, so dass eine 30 - 45 minütige MRT-Untersuchung nicht möglich ist, (iii) Gehirnpathologien wie alter Schlaganfall, ausgeprägte cerebrale Mikroangiopathie, Tumoren, entzündliche Läsionen, (iv) Schwangerschaft, (v) Patienten mit Tiefer Hirnstimulation.
  • Probanden:
  • i) Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung (siehe MRT-Aufklärungsbögen), (ii) schlechter Allgemeinzustand, so dass eine 40 minütige MRT-Untersuchung nicht möglich ist, (iii) Gehirnpathologien wie alter Schlaganfall, ausgeprägte cerebrale Mikroangiopathie, Tumoren, entzündliche Läsionen, (iv) jegliche Art der Parkinson-Erkrankung, (v) parkinsonoide Symptome, (vi) Schwangerschaft.

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Ziel dieser Bildgebungsstudie ist die Untersuchung zerebraler Verarbeitungswege bei Parkinsonpatienten. Es wird vermutet, dass im Rahmen der Bewegung zu Musik (Tanz, hier rhythmischer Faustschluss als simplifiziertes Analogon zum Tanz) alternative zerebrale Verarbeitungswege aktiviert werden, was beim Patienten die Bewegungsfähigkeit verbessert. Es soll untersucht werden, ob und wie diese Aktivierung mit verbesserter Beweglichkeit korreliert. Die Aktivierung der Hirnstrukturen bei Parkinsonpatienten soll mit einem Normalkollektiv verglichen werden. Die Messungen erfolgen mittels fMRT bei 1,5 Tesla unter Verwendung einer Standardspule. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für ähnliche Untersuchungen bei Parkinsonpatienten mit Tiefer Hirnstimulation (THS) dienen.

Quelle

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