Beschreibung der Studie

Es ist unklar, inwiefern Störungen der Occipitalnerven (Kopfnerven) einen Einfluss bei Kopfschmerzen haben. Trotzdem werden manuelle Untersuchungen der peripheren Nerven am Kopf bei verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, wie Spannungskopfschmerzen, Migräne oder halswirbelsäulenbedingten Kopfschmerzen empfohlen. Daher soll in dieser Studie untersucht werden, ob sich u.a. die manuelle Untersuchung der Druck- und Längensensitivität der Occipitalnerven vor und nach einer Injektion in diese Nerven verändern.

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Studiendetails

Studienziel Alle Tests jeweils vor und nach der Injektion an den N. occipitalis major (GON Block): Druckmechanosensitivität der Nn. occipitalis major mittels mechanischem Druckalgometer am Hinterkopf; Zugmechanosensitivität der Nn. occipitalis major im Occipitalis-Longsittingslump; Flexions-Rotations-Test; aktives Bewegungsausmaß der Halswirbelsäule; manuelle Gelenkspalpation der Halswirbelsäule;
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle International Maitland Teacher Association

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Probanden mit einer ärztliche Indikation für eine Injektion an den Nervus occipitalis major auf Grund von Kopfschmerzen.

Ausschlusskriterien

  • relevante diagnostizierte zervikale Pathologien (z.B. Bandscheibenprolaps), zervikale Traumata (z.B. Schleudertrauma) innerhalb der letzten zwei Jahre, rheumatoiden Erkrankung, psychiatrische Erkrankungen oder andere Erkrankungen/Pathologien, die eine Kontraindikation für eine manuelle Untersuchung sein könnten

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg

Ansprechpartner: Dr. Kerstin Luedtke

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Häufig gestellte Fragen

Der Einfluss von Dysfunktionen von peripheren Nerven auf primäre und sekundäre Kopfschmerzarten wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Ziel dieser Studie ist es einerseits zu überprüfen, ob lokale Injektionen an den Nervus occipialis major von Patienten mit verschiedenen Kopfschmerzarten die manuelle Untersuchung der Druckmechanosensitivität und der Neurodynamik signifikant verändert. Eine postinjektive Veränderung könnte Rückschlüsse auf die Relevanz und die Validität dieser Test bei der manuellen Untersuchung bei Kopfschmerzpatienten zulassen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien