Beschreibung der Studie

Die laparoskopische Resektionrektopexie ist ein etabliertes Verfahren zur Korrektur de Rektumprolaps. Einige Patienten berichten nach dieser Operation eine Veränderung der Funktion der Harnblase. Im Allgemeinen verbessert sich bei den meisten Patienten die Harnblasenfunktion nach der Operation. Die Harnblasenfunktion kann sich nach der Operation in seltenen Fällen aber auch verschlechtern. Beide potentielle Effekte sind zwar bekannt, in der Literatur bisher aber nur unzureichend erfasst, obwohl sich die laparoskopische Resektionsrektopexie unter Spezialisten als ein mittlerweile gängiges Verfahren etabliert hat. Mit der Studie möchten wir diesen Effekt erfassen.

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Studiendetails

Studienziel Rate der subjektiv wahrgenommener Veränderung einer Harnwegssymptomatik (positiv und/oder negativ) vor und nach laparoskopischer Resektionsrektopexie Die Raten werden ermittelt durch einen Vergleich des präoperativen Status mit dem Status 6 Wochen postoperativ anhand von ICIQ-Fragebogen, speziellem Studienfragebogen, sonographischer Restharnbestimmung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie, KoloproktologieSt. Barbara-Klinik Hamm

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen, bei denen eine laparoskopische Resektionsrektopexie indiziert wurde.
  • Einwillligung zur Studienteilnahme nach Aufklärung
  • Alter über 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • keine Einwilligung zur Studienteilnahme
  • Patientinnen, die jünger als 18 Jahre sind

Adressen und Kontakt

Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie, KoloproktologieSt. Barbara-Klinik Hamm, Hamm

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Häufig gestellte Fragen

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Der Rektumprolaps ist ein funktionell bedeutsamer Teilaspekt einer umfassenden bindegeweblichen und muskulo-ligamentären Schwächung des Beckenbodens und der Beckenorgane. Diese Veränderungen werden oftmals unter dem Überbegriff „Beckenbodeninsuffizienz“ zusammengefasst. Im Rahmen des degenerativen Geschehens senkt sich bei der Beckenbodeninsuffizienz vor allem bei der Frau auch die Harnblase kaudalwärts ab. Diese anatomische Verlagerung begünstigt wiederum Funktionsprobleme der Harnblase. Viele Patientinnen mit Rektumprolaps berichten daher zusätzlich zu den bestehenden darmbezogenen Beschwerden auch Entleerungs- und Inkontinenzsymptome der Harnblase. Umgekehrt ergibt die genaue Befragung von Patientinnen mit Harnblasenfunktionsstörungen nicht selten Hinweise auf begleitende Stuhlentleerungsstörungen oder Stuhlinkontinenz(1,2). Nicht zuletzt aus der Erkenntnis, dass sich bei der Beckenbodeninsuffizienz morphologische Veränderungen und Funktionsdefizite in aller Regel nicht nur auf ein Organ beschränken, ergibt sich die Rationale für eine interdisziplinäre Vorgehensweise in sogenannte Beckenbodenzentren, die sich an einigen Orten schon etablieren konnten(3-5). Für die operative Behandlung des Rektumprolaps hat sich die laparoskopische Resektionsrektopexie als ein bewährtes Verfahren etabliert(6-9). Das Prinzip dieser Operation ist die vollständige Auslösung des Rektum bis zum Beckenboden, sowie die Resektion des überhängenden Sigmas, so dass hiernach das gesamte linksseitige Kolorektum angehoben und im Verlauf gestrafft und ohne wesentliche Schleifenbildung weitgehend gerade zur linken Flexur verläuft. Ein häufiger Nebeneffekt dieser Operation ist, dass sich durch die Straffung des Rektum auch eine zumindest partielle Anhebung der Blasenregion ergibt und somit eine Korrektur der oft vorbestehenden Absenkung dieses Organs im Rahmen der Beckenbodeninsuffizienz. Entsprechend berichten auch einige Patientinnen, dass sie eine verbesserte Blasenentleerung wahrnehmen. Dem steht entgegen, dass auf der anderen Seite durch die tiefe Präparation nervale Schäden verursacht werden können, die wiederum die Blasenentleerung vorübergehend oder dauerhaft behindern können. Beide potentielle Effekte sind aber in der Literatur bisher allenfalls sporadisch erfasst. Literatur: 1. Ellington D, Mann M, Bowling C, Drelichman E, Greer W, Szychowski J, Richter H. Pelvic floor symptoms and quality of life analyses in women undergoing surgery for rectal prolapse. World J Colorectal Surg. 2013;3:1-10 2. Pironi D, Pontone S, Podzemny V, Panarese A, Vendettuoli M, Mascagni D, Filippini A. Combined Burch urethropexy and anterior rectopexy in pelvic organ prolapse: skip the mesh. Langenbecks Arch Surg. 2012;397:1157-65 3. Caraballo R, Bologna RA, Lukban J, Whitmore KE. Sacral nerve stimulation as a treatment for urge incontinence and associated pelvic floor disorders at a pelvic floor center: a follow-up study. Urology. 2001;57(6 Suppl 1):121 4. Iachetta RP, Cola A, Villani RD. Sacral nerve stimulation in the treatment of fecal incontinence - the experience of a pelvic floor center : short term results. J Interv Gastroenterol. 2012;2:189-192 5. Kapoor DS, Sultan AH, Thakar R, Abulafi MA, Swift RI, Ness W. Management of complex pelvic floor disorders in a multidisciplinary pelvic floor clinic. Colorectal Dis. 2008;10:118-23 6. Foppa C, Martinek L, Arnaud JP, Bergamaschi R. Ten-year follow up after laparoscopic suture rectopexy for full-thickness rectal prolapse. Colorectal Dis. 2014;16:809-14 7. Johnson E, Stangeland A, Johannessen HO, Carlsen E. Resection rectopexy for external rectal prolapse reduces constipation and anal incontinence. Scand J Surg. 2007;96:56-61 8. Kim M, Reibetanz J, Boenicke L, Germer CT, Jayne D, Isbert C. Quality of life after laparoscopic resection rectopexy. Int J Colorectal Dis. 2012;27:489-95 9. Laubert T, Kleemann M, Roblick UJ, Bürk C, Hildebrand P, Lewejohann J, Schlöricke E, Bruch HP. Obstructive defecation syndrome: 19 years of experience with laparoscopic resection rectopexy. Tech Coloproctol. 2013;17:307-14

Quelle

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