Beschreibung der Studie

30-50% der Reizdarmpatienten könnten in Wirklichkeit unter einer Weizenempfindlichkeit leiden. Studienziel: In der Studie wird geprüft, ob ein neues hochempfindliches Verfahren voraussagen kann, welche Reizdarmpatienten weizenempfindlich sind. Studienablauf: Durch konfokale Laserendomikroskopie wird die Reaktion des Dünndarms auf Weizen untersucht. Das Ergebnis dieses Tests wird verglichen mit dem Ansprechen der Reizdarmbeschwerden auf eine glutenfreie Diät.

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Studiendetails

Studienziel Indextest: RDS-Patienten werden mittels CLE (konfokalen Laser Endomikroskopie) auf weizeninduzierte Veränderungen untersucht. Referenztest: RDS-Patienten, die auf eine glutenfreien Diät (GFD) ansprechen, werden als weizensensitiv klassifiziert. Als „ansprechend“ werden Patienten definiert, die an mindestens 50% der Wochen während einer zweimonatigen GFD bei wöchentlicher Befragung entweder Beschwerdefreiheit oder eine deutliche Besserung angeben und bei denen der mittels Beschwerdetagebuch erhobene Bauchschmerzenscore um mindestens 30% zurückgeht.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 130
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ≥ 18 Jahren ≤ 60;
  • Rom-III-Kriterien für RDS erfüllt;
  • tägliche Beschwerden, die sich bei Nahrungsaufnahme verschlimmern;
  • mindestens 175 Punkte beim IBS-SSS;
  • Unauffällige ÖGD inkl. Duodenalhistologie
  • unauffällige Ileo-Koloskopie in den letzten fünf Jahren;
  • Fähigkeit und Bereitschaft, eine GFD konsequent einzuhalten;
  • Schriftliche Einverständniserklärung der aktuellen Protokollversion

Ausschlusskriterien

  • chronische gastrointestinale Grunderkrankung;
  • Anti-TTG IgA positiv (Referenzbereich < 10 mU/l);
  • Weizenallergie (weizenspezifisches IgE positiv);
  • pathologischer Laktose-Atemtest;
  • Einnahme von Beta-Blockern;
  • Einnahme von Antidepressiva;
  • ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 10% in 6 Monaten;
  • Fieber (Körpertemperatur > 38,5 Grad Celsius);
  • CRP > 0,5 mg/l;
  • Leukozyten > 10,5/nl;
  • Chronische Herzinsuffizienz (NYHA III und IV);
  • Schwangerschaft;
  • Niereninsuffizienz mit erhöhtem Kreatinin;
  • Allergie gegen Fluorescein und/ oder Soja;
  • Personen, die klinisch eine offensichtliche Beeinträchtigung Ihrer kognitiven Funktionen erkennen lassen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Das Reizdarmsyndrom (IBS) betrifft etwa 12% der Bevölkerung in Nordeuropa. Bei bis zu einem Drittel der Patienten, welche die Rom-III-Kriterien eines IBS erfüllen, könnte eine Weizensensitivität vorliegen und die Patienten von einer glutenfreien Diät (GFD) profitieren, obwohl sie keine Zöliakie haben. Jedoch fehlt ein diagnostischer Test für Weizensensitivität (WS). In dieser diagnostischen Untersuchung soll die Prognosefähigkeit der konfokalen Laser Endomikroskopie (CLE) im Vergleich von Patienten mit und ohne WS ausgewertet werden. Nicht-Zöliakie-Patienten, welche die Rom-III-Kriterien für IBS erfüllen, werden durch die CLE für Weizen bedingte Veränderungen (Index-Test) getestet. IBS-Patienten, die auf GFD reagieren werden als WS (Referenztest ) klassifiziert. Unsere Studie zielt darauf ab, CLE als zuverlässige Methode für die Diagnose WS bei Reizdarmpatienten zu etablieren.

Quelle

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