Beschreibung der Studie

Bei Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindesalter finden sich in Folge von Erkrankung und Therapie häufig Erkrankungen des hormonellen (endokrinen) Systems und des Knochens (Osteopathologien). Diese Störungen treten möglicherweise nicht erst im Erwachsenenalter, sondern bereits früh nach der Krebsbehandlung auf. Mit der Studie 'BONE-OK?' wird im Rahmen der jährlichen Nachsorge die hormonelle Funktion und die Knochengesundheit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen umfassend untersucht. Zusätzlich werden die Studienteilnehmer gebeten einen Fragebogen zu Lebensgewohnheiten und Lebensqualität auszufüllen. Ziel der Studie ist es, die Entstehung der skeletalen Spätfolgen zu erfassen, die Nachsorgekonzepte für Überlebende einer Krebserkrankung anzupassen und Präventionsmöglichkeiten zu entwickeln.

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Studiendetails

Studienziel Knochengesundheit erfasst durch einen Score (BPH) der klinische, biochemische und radiologische Kriterien berücksichtigt Untersuchungen jährlich im Rahmen der regulären Nachsorgetermine. Die Untersuchungen sind für einen Zeitraum von 5 Jahren geplant.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Essen

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • berlebende einer Krebserkrankung im Kindesalter nach Abschluss der Intensivtherapie

Ausschlusskriterien

  • keine

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Zentrum für Kinderheilkunde, Essen

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Häufig gestellte Fragen

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Die Studie ist die Folgestudie der Querschnittstudie: ‚Untersuchungen zur Knochengesundheit bei Kindern und Jugendlichen nach onkologischer Erkrankung und Therapie‘. Im Rahmen dieser ersten Querschnittsstudie wurden seit April 2012 die Auswirkungen von onkologischer Grunderkrankung und Therapie auf den Knochenstoffwechsel bisher an 586 Patienten untersucht. Dazu wurde bei den Patienten eine gezielte klinische Untersuchung durchgeführt, die laborchemischen Parameter des Kalzium-Knochenstoffwechsels in Blut und Urin bestimmt und eine gezielte Ernährungs- und Bewegungsanamnese mittels Fragebogen erhoben. Alle verfügbaren Informationen zur Grunderkrankung und bisheriger Therapie (einschließlich der Einzeldosen und Gesamtmengen von Chemotherapie, Glukokortikoiden und ionisierter Strahlung) wurden aus den Akten erhoben. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Osteopenie (Knochenschmerzen, auffällige Parameter des Knochenstoffwechsels) wurde zusätzlich die Knochendichte mittels Osteodensitometrie (DXA) bestimmt Im Rahmen der Querschnittsstudie fand sich ein unerwartet hoher Anteil an Osteopathologien und endokrinologischen Spätfolgen bei den überlebenden Kindern und Jugendlichen. Schon im Verlauf der Querschnittsstudie wurden deshalb Therapie-algorithmen für den sehr häufigen Vitamin D Mangel und sekundären Hyperparathyreoidismus entwickelt und die Nachsorgepläne für verschiedene onkologische Erkrankungen angepasst um den häufigsten Problemen besser begegnen zu können. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche kinderendokrinologische Sprechstunde eingerichtet in der einmal wöchentlich die auffälligen Befunde im Team besprochen und das weitere Procedere für die jeweiligen Patienten festgelegt werden. Da Osteopathologien im Kindes- und Jugendalter für den behandelnden Arzt schwierig zu erfassen sind, haben wir einen 8-Punkte Score entwickelt (BPH), in den klinische, laborchemische und radiologische Aspekte eingehen, um ein Werkzeug zu entwickeln mit dem in der Nachsorge leichter Patienten mit Schädigung des Knochens erkannt werden können. Insgesamt fanden sich überraschend viele hormonelle Probleme bei den Überlebenden. So zeigten sich z. B. im Kollektiv der Überlebenden einer akuten lymphatischen Leukämie (N= 128) bei über 60% der untersuchten Kinder und Jugendlichen hormonelle Auffälligkeiten, von denen das Skelettsystem in der Hälfte der Fälle direkt betroffen war. Aufgrund der unerwartet hohen Zahl der, von hormonellen Spätfolgen betroffenen Kinder und Jugendlichen, und der Vielzahl der beobachteten Auffälligkeiten halten wir eine langfristige Beobachtung der Patienten für klinisch notwendig und wissenschaftlich informativ und sinnvoll. Es stellen sich folgende Fragestellungen: a) Wie ist der Verlauf der Osteopathologien und der hormonellen Spätfolgen bei den Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindesalter mit zunehmendem Abstand zur Erstdiagnose? b) Lassen sich Einfluss-Faktoren von Erkrankung und Therapie aufdecken die zu einer frühen Schädigung von Hormonsystem und Skelettsystem beitragen? c) Führt die frühzeitige Erkennung und Behandlung eines Vitamin D Mangels langfristig zu einer Verbesserung der Knochengesundheit in der Kohorte?

Quelle

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