Beschreibung der Studie

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die Kernsymptomatik, die sich durch eine verminderte Aufmerksamkeitsleistung, eine geringe Impulskontrolle sowie durch eine erhöhte motorische Aktivität auszeichnet, steht dabei in einem starken negativen Zusammenhang mit der kognitiven Leistung und dem daraus resultierenden Schulerfolg. Die medikamentöse Behandlung zeigt zwar meist Wirkung, allerdings wird aufgrund von Nebenwirkungen und noch weitgehend unbekannten Spätfolgen beständig nach alternativen Behandlungsmethoden gesucht. Während die empirische Evidenz zu den positiven Effekten von sportlicher Aktivität auf die Denkleistung von Kindern und Jugendlichen stetig steigt, gibt es erst wenige Studien, welche dieselbe Wirkung für Kinder und Jugendliche mit ADHS belegen. Auch kognitives Training soll bestehende neuropsychologische Funktionsdefizite verbessern. Aufgrund von Motivationsproblemen mit diesen oft monoton gestalteten kognitiven Trainingsprogrammen sind eine Ausweitung der positiven Effekte auf nicht trainierte Aufgaben oder in den Alltag (Transfereffekte) allerdings umstritten und Rufe nach neuen innovativen Therapie-Methoden werden laut. Eine Kombination aus physischem und kognitivem Training für Zuhause soll den Motivationsproblemen mittels spieltypischer Elemente (Exergaming) Rechnung tragen, um einen möglichst grossen Nutzen für die Denkleistung und mögliche Transfereffekte zu erreichen. Die geplante Untersuchung will daher mit Hilfe eines randomisiert kontrollierten Studiendesigns mit Wartekontrollgruppe der Frage nachgehen, ob eine gezielte Auswahl von sowohl physisch als auch kognitiv anspruchsvollen Exergames die kognitive Leistung von Kindern mit ADHS kurzfristig (akut) als auch langfristig (chronisch) verbessern kann. Zur Überprüfung der langfristigen Effekte werden die gleichen Kinder entweder der 8-wöchigen Exergame-Interventions- oder der Wartekontrollgruppe zugeteilt. Die Effekte auf die Denkleistung werden untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Exekutive Funktionen – Jeweils als Baseline Messung und nach 8 Wochen gemessen. Messmittel: Speziell modifizierte kindgerechte Versionen der Fish-flanker task (Röthlisberger, Neuenschwander, Cimeli, Michel, & Roebers, 2011), des N-back task (Drollette, E. S., Shishido, T., Pontifex, M. B., & Hillman, C. H. 2012), der Simon task (Kauer & Roebers, 2012). Als primären Endpunkt, erwarten wir eine Verbesserung im Bereich der exekutiven Funktionen und wir einen signifikanten Effekt mit kleinen bis mittleren Effektstärken verzeichnen können.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 66
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In der vorliegenden Studie können alle Personen teilnehmen, die mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) diagnostiziert wurden und im Alter von 8-12 Jahren sind. Darüber hinaus müssen sich die Teilnehmer mit der Studieninformation auseinandersetzen und einwilligen, an der Studie teilnehmen zu wollen.

Ausschlusskriterien

  • Im Vordergrund der Studie steht das Wohl der Teilnehmer, daher dürfen Personen, deren psychische oder physische Integrität durch die Studie gefährdet wäre, nicht teilnehmen. Aus Sicherheitsgründen, dürfen ausserdem Personen, die an einer neurologischen Erkrankung, einer Autismusspektrumsstörung, einem Tourette Syndrom, einer epileptischen Erkrankung leiden, nicht teilnehmen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die Kernsymptomatik, die sich durch eine verminderte Aufmerksamkeitsleistung, eine geringe Impulskontrolle sowie durch eine erhöhte motorische Aktivität auszeichnet, steht dabei in einem starken negativen Zusammenhang mit der kognitiven Leistung und dem daraus resultierenden Schulerfolg. Die medikamentöse Behandlung zeigt zwar meist Wirkung, allerdings wird aufgrund von Nebenwirkungen und noch weitgehend unbekannten Spätfolgen beständig nach alternativen Behandlungsmethoden gesucht. Während die empirische Evidenz zu den positiven Effekten von sportlicher Aktivität auf die kognitive Leistung von Kindern und Jugendlichen stetig steigt, gibt es erst wenige Studien, welche dieselbe Wirkung für Kinder und Jugendliche mit ADHS belegen. Auch kognitives Training soll bestehende neuropsychologische Funktionsdefizite verbessern. Aufgrund von Motivationsproblemen mit diesen oft monoton gestalteten kognitiven Trainingsprogrammen sind Transfereffekte allerdings umstritten und Rufe nach neuen innovativen Therapie-Methoden werden laut. Eine Kombination aus physischem und kognitivem Training für Zuhause soll den Motivationsproblemen mittels spieltypischer Elemente (Exergaming) Rechnung tragen, um einen möglichst grossen Nutzen für die exekutiven Funktionen und mögliche Transfereffekte zu erreichen. Die geplante Untersuchung will daher mit Hilfe eines randomisiert kontrollierten Studiendesigns mit Wartekontrollgruppe der Frage nachgehen, ob eine gezielte Auswahl von sowohl physisch als auch kognitiv anspruchsvollen Exergames die kognitive Leistung von Kindern mit ADHS kurzfristig (akut) als auch langfristig (chronisch) verbessern kann. Für die Überprüfung der kurzfristigen Effekte (unmittelbar nach der Ausübung der sportlichen Aktivität) werden 66 Mädchen und Knaben im Alter von 8-12 Jahren randomisiert entweder einem 15-minütigen Exergame-Training oder einer Kontrollgruppe zugeteilt, die sich während 15 Minuten einen Dokumentarfilm über einen Trailrunner anschaut. Die exekutiven Funktionen werden vorher und nach der 15-minütigen Intervention resp. Kontrollbedingung getestet. Zur Überprüfung der langfristigen Effekte werden die gleichen Kinder entweder der 8-wöchigen Exergame-Interventions- oder der Wartekontrollgruppe zugeteilt. Vorher sowie nach der 8-wöchigen Intervention sollen die exekutiven Funktionen mit computerbasierten Messverfahren erhoben und (mit Blick auf differentielle Fragen) relevante Hintergrundvariablen und die aktuelle Lebenssituation der Kinder erfasst werden. Die Ergebnisse werden mit denjenigen der Wartekontrollgruppe verglichen.

Quelle

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