Beschreibung der Studie

Die Implantation eine totalen Knieendoprothese gilt als ein sehr schmerzhafter Eingriff, der mit intensiven postoperativen Schmerzen einhergeht. Eine suffiziente Analgesie mit minimalen Nebenwirkungen bei möglichst erhaltener Muskelfunktion ist anzustreben, um eine schnelle Wiederherstellung der Gelenksfunktionalität zu ermöglichen und immobilitätsbedingte Komplikationen zu vermeiden. Ein an der Literatur orientierter Standard für die effektive postoperative Schmerztherapie nach Kniegelenkersatz besteht aus einer Kombination aus kontinuierlicher Blockade des N. femoralis und einer einmaligen Blockade des N. ischiadicus. Die Blockade des N. femoralis wird häufig als Goldstandard für die postoperative Schmerztherapie nach Knieeingriffen bezeichnet. Bis dato ist im Gegenzug noch nicht eindeutig geklärt, inwieweit eine kontinuierliche im Vergleich zu einer einmaligen N. ischiadicus-Blockade positive Effekte auf das postoperative Ergebnis in Bezug auf Schmerzen und Mobilisierung hat, da die bisher durchgeführten Studien hier keine verlässlichen Ergebnisse bieten.

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Studiendetails

Studienziel Ermittlung des postoperativen Morphin-Verbrauchs in mg bis zum Zeitpunkt 48h postoperativ
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum MarburgKlinik für Anästhesie und Intensivtherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • PatientInnen mit geplantem Kniegelenkersatz in Vollnarkose
  • PatientInnen, die mindestens 18 Jahre alt sind
  • Vorliegen einer schriftlichen Einverständniserklärung des/der Patienten/in
  • Messungen mit dem Dynamometer präoperativ durchführbar

Ausschlusskriterien

  • NotfallpatientInnen
  • BMI >40
  • ASA 4-5 Patienten
  • Schwere COPD (Gold Stadium ≥ IV)
  • Vorbestehende Läsion des Plexus lumbosacralis auf der zu operierenden Seite
  • Nicht-einwilligungsfähige PatientInnen
  • Vorbekannte, relevante Koagulopathie mit Blutungstendenz
  • Bekannte Allergie gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp
  • Infektion im Bereich des Punktionsgebiets
  • PatientInnen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind
  • PatientInnen mit geplanter Spinalanästhesie für den Eingriff

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Implantation einer totalen Knieendoprothese (Knie-TEP) gilt als sehr schmerzhafter Eingriff, der mit intensiven postoperativen Schmerzen einhergeht. Eine suffiziente Analgesie mit minimalen Nebenwirkungen bei möglichst erhaltener Muskelfunktion ist anzustreben, um eine schnelle Wiederherstellung der Gelenksfunktionalität zu ermöglichen und immobilitätsbedingte Komplikationen zu vermeiden sowie die Krankenhausverweildauer zu senken . Eine solche ideale Methode für eine peri- und postoperative Schmerztherapie nach einem Kniegelenkersatz ist bisher noch nicht eindeutig belegt worden und erfordert weitere Studien zu deren Effektivität und Nebenwirkungen. Verschiedene Analgesietechniken an der unteren Extremität wurden bereits untersucht und auf Risiken und Vorteile der jeweiligen Methode getestet. PatientInnen, die sich einer Spinal- oder Epiduralanästhesie unterzogen, hatten exzellente Analgesie-Ergebnisse in Ruhe und unter körperlicher Aktivität, zeigten jedoch eine eingeschränkte Mobilisierbarkeit und neurologische Beurteilbarkeit. Außerdem traten technikbedingte Risiken in der unmittelbar postoperativen Periode auf. Mittlerweile nehmen viele dieser PatientInnen gerinnungshemmende Medikamente aufgrund kardiovaskulärer Grunderkrankungen ein. Dadurch werden neuraxiale Verfahren aufgrund der notwendigen Unterbrechung dieser Medikation zunehmend seltener eingeführt. Periphere Nervenblockaden werden inzwischen routinemäßig bei Operationen an der unteren Extremität verwendet. Ein an der Literatur orientierter Standard für die effektive postoperative Schmerztherapie nach Kniegelenkersatz besteht aus einer Kombination aus kontinuierlicher Blockade des N. femoralis, der afferente Informationen aus dem anterioren Oberschenkel, dem Knie und dem medialen Malleolus bekommt, und einer einmaligen Blockade des N. ischiadicus, der posteriore Oberschenkel- und Knieregionen und einige Teile des Unterschenkels und des Fußes innerviert. Die Blockade des N. femoralis wird häufig als Goldstandard für die postoperative Schmerztherapie nach Knieeingriffen bezeichnet und geht mit einer hohen Patientenzufriedenheit einher Bis dato ist im Gegenzug noch nicht eindeutig geklärt, inwieweit eine kontinuierliche im Vergleich zu einer einmaligen N. ischiadicus-Blockade positive Effekte auf das postoperative Ergebnis in Bezug auf Schmerzen und Mobilisierung hat, da die bisher durchgeführten Studien hier keine verlässlichen Ergebnisse bieten.

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