Beschreibung der Studie

Patienten, die am variablen Immundefekt (CVID) leiden, haben ein geschwächtes Immunsystem, da bei Ihnen bestimmte Stoffe der Immunabwehr, so genannte Immunglobuline, in geringerer Menge vorhanden sind. Sie erkranken deshalb häufig an Erkältungen, Lungenentzündungen und anderen Erkrankungen der Atemwege. Diese Entzündungen können, wenn sie häufig und lange bestehen, über verschiedene Prozesse das Gewebe der Atemwege schädigen. Geschädigtes Gewebe der Atemwege und der Lunge kann zu Aussackungen, genannt Bronchiektasen, und damit zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion führen. Es wurde bereits gezeigt, dass CVID-Patienten mit Bronchiektasen eine erhöhte Sterblichkeit haben. Wir gehen davon aus, dass nicht alle Entzündungen mit Symptomen wie Halsschmerzen, Husten und Auswurf einhergehen. Diese "symptomlosen" Entzündungen (subklinische Infektionen) bleiben oft unentdeckt und können so über einen langen Zeitraum das Gewebe schädigen. Es soll deshalb untersucht werden, ob ein Zusammenhang zwischen "symptomlosen" Entzündungen bei CVID-Patienten und dem Auftreten von Bronchiektasen.sowie niedrigen Spiegeln an Immunglobulinen besteht. Sollte dies der Fall sein, so könnten die Patienten von einer intensiveren Behandlung profitieren.

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Studiendetails

Studienziel Prävalenz einer subklinischen Infektion/Besiedlung der oberen Atemwege bei Patienten mit CVID: Bestimmung anhand eines tiefen Nasenabstriches
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 70
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle CSL Behring AG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienteneinverständniserklärung,
  • Diagnose eines CVID,
  • Volljährigkeit

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Immundefekt-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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CVID ist gekennzeichnet durch einen variablen Immunglobulinmangel und geht mit rezidivierenden Infektionen einher. Patienten leiden vor allem an Infektionen der oberen und unteren Atemwege. Es wird davon ausgegangen, dass diese Infektionen zu einer chronischen Entzündung mit folgender Schädigung des respiratorischen Epithels, fibrotischem Umbau und der Entstehung von Bronchiektasen mit möglicher Reduktion der Lungenfunktion führen. Komplikationen des CVID wie Bronchiektasen gehen mit einer erhöhten Mortalität einher. Wir nehmen an, dass nicht bei allen Infektionen klinische Symptome auftreten - subklinische Infektionen bleiben oft unentdeckt und könnten so über einen längeren Zeitraum das Epithel der Atemwege schädigen. Es soll deshalb untersucht werden, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen subklinischen Infektionen bei CVID-Patienten und erhöhtem Auftreten von Bronchiektasen und einem erniedrigten IgA/IgM-Spiegel besteht. Sollte dies der Fall sein, könnten diese Patienten von einer intensiveren Therapie profitieren.

Quelle

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