Beschreibung der Studie

Die Studie beschäftigt sich mit Notfallpatienten und einer sehr spezifischen Behandlungsart, mit dieser Behandlungsart (im weiteren als "ECMO") können sowohl Herz als auch Lunge, im Falle eines Versagens, ersetzt bzw. unterstützt werden. Damit besteht die Möglichkeit, dass das bestehende Problem therapiert werden kann und der Patient wieder ohne ECMO behandelt werden kann. In der Studie werden diese Patienten untersucht, die mit so einem notfallmäßigen System behandelt wurden. Deren Überleben und Nachuntersuchung wird abgebildet und verwendet um bessere Indikationen und neue Erkenntnisse zu erlangen.

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Studiendetails

Studienziel Systematische Datenanalyse von Patienten mit extrakorporaler Membranoxygenation / extrakorporalem Life-support im Rahmen des HELP-Projektes. Analyse der Überlebensrate der HELP-ECMO/ECLS-Patienten im Krankenhaus
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 71
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Halle (Saale)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die mit ECMO/ECLS im Rahmen des HELP-Projektes versorgt wurden

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die nicht mit ECMO/ECLS im Rahmen des HELP-Projektes behandelt wurden.
  • Patienten, die mit ECMO/ECLS behandelt wurden, aber nicht im Rahmen des HELP-Projektes

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Trotz allen medizinischen Fortschritts sowie Implementierungen von aktuellen Leitlinien bleibt das kardiopulmonale Organversagen, ungeachtet der Ätiologie, eine der führenden Todesursachen in der Intensivmedizin. Die Letalität ist mit bis zu 70 % unverändert hoch. Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) und das extracorporeal life support (ECLS) – System sind intensivmedizinische Techniken, durch deren Einsatz die Organfunktionen des Herzens bzw. der Lungen teilweise oder vollständig übernommen werden. Diese Behandlung wird bei Patienten angewendet, die mit schweren Organschäden bzw. -dysfunktionen insbesondere an Herz und Lungen wie einem kardiogenen Schock oder einem ARDS konfrontiert sind. Dabei wird über den notwendigen Zeitraum die Funktion des betroffenen Organs übernommen bzw. unterstützt. Diese Systeme können über Tage oder Wochen eine ausreichende Oxygenierung und Perfusion gewährleisten. Deshalb werden sie bei kardialen (z.B. dekompensierte Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt oder Lungenembolie mit kardiogenem Schock) und pulmonalen Erkrankungen (z.B. ARDS) eingesetzt. Kardiale Erkrankungsformen werden mit einem venoarteriellen Zugang behandelt, um durch die Zentrifugalpumpe des Systems die Herzfunktion zu unterstützen oder zu ersetzen. Bei pulmonalem Organversagen wird ein venovenöser Anschluss vorgenommen, um eine extrakorporale Oxygenierung des Blutes durch den Oxygenator vorzunehmen und so die Lunge zu entlasten. Aufgrund immer noch bestehenden hohen Risiken und Komplikationsraten und der nötigen Erfahrung im Umgang mit ECLS/ECMO-Patienten wird empfohlen, dass die Behandlung, in spezialisierten Zentren vorgenommen wird. Durch die Etablierung eines krankenhausübergreifenden ECMO/ECLS erfahrenen Notfall-Teams, dass vor Ort in dem jeweiligen Krankenhaus die ECMO/ECLS Implantation vornimmt und den konsekutiven Patiententransport an ein Spezialzentrum durchführt, konnte die schlechte Überlebensrate von Patienten mit Herz-Stillstand außerhalb eines ECMO/ECLS Zentrums von 4-13% auf 55% angehoben werden. Insbesondere vor dem Hintergrund eines besseren Outcomes von Patienten mit akutem Herz-Lungenversagen erscheint die Etablierung von mobilen ECMO/ECLS Teams – organisiert von Kompetenzzentren – vielversprechend. Deshalb wurde 2010 das überregionale „Hallesche Extrakorporale Life Support Programm“ (HELP) vom Universitätsklinikum Halle (Saale) ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projekt kann das mobile HELP Team bei akutem Herz-/Lungenversagen via 24h-Notfall-Hotline durch externe Kliniken kontaktiert und nach Indikationsstellung für ein ECMO/ECLS-System innerhalb kürzester Zeit dorthin transportiert werden. Vor Ort wird der Patient mit einem portablen extrakorporalen Device versorgt und vom HELP Team boden- oder luftgebunden ans Universitätsklinikum Halle verlegt. Ziel der retrospektiven Beobachtungstudie ist es, die erhobenen präinterventionellen, Krankenhaus- und Follow-up-Daten der bisher im Rahmen des HELP behandelten Patienten systematisch zu untersuchen, da es zu dem beschriebenen Patientenkollektiv in der Literatur nur ungenügende Daten gibt. Referenzen: - Combes et al. – Outcomes and long-term quality-of-life of patients supported by extracorporeal membrane oxygenation for refractory cardiogenic shock; Crit Care Med 2008; 36(5):1404-11.

Quelle

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