Beschreibung der Studie

Die Studie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Allgemeinzustand bei Bewohnern in Altenpflegeheimen. Bei über 80% der Heimbewohner besteht zahnärztlicher Behandlungsbedarf und etwa zwei Drittel der Bewohner benötigen bei der Mundpflege Unterstützung durch das Pflegepersonal. Dabei überschätzt das Pflegepersonal oft sein Wissen bezüglich oraler Erkrankungen. Auf Initiative der Landeszahnärztekammer Hessen wurden im Rahmen einer Pilotstudie zahnmedizinische Schulungen des Pflegepersonals durchgeführt, wodurch die Mundhygiene der Bewohner verbessert werden konnte. Da es Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen des Mundraumes und des Gesamtorganismus gibt, wie beispielsweise bei Diabetes, soll mittels dieser Studie erörtert werden, ob sich durch eine spezifische Schulung des Pflegepersonals neben einer verbesserten Mundhygiene auch eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und so auch eine Reduktion der Medikationslast erzielen lässt. Letztere wird aus den Medikamentenblättern der Bewohnermappen ermittelt. Es wird davon ausgegangen, dass die Schulung des Pflegepersonals keine Auswirkungen auf die Medikationslast der Heimbewohner hat. Die Probanden sind Bewohner ausgewählter hessischer Pflegeheime.

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Studiendetails

Studienziel Hauptzielvariable ist die Medikationslast. Diese wird deskriptiv anhand der Medikamentenblätter, die als Bestandteil der üblichen Pflegedokumentation in den Bewohnermappen enthalten sind, ermittelt. Dort ist tabellarisch für jeden Bewohner verzeichnet welches Medikament, in welcher Dosis, wie oft am Tag verabreicht wird. Ebenso ist das Datum der Verordnung, einer möglichen Dosisänderung sowie des Absetzens vermerkt. Die verabreichten Pharmaka werden retrospektiv nach Abschluss aller vier Schulungen im monatlichen Raster erfasst. Der zu erfassende Zeitraum erstreckt sich über drei Jahre und beginnt ein Jahr vor der ersten Schulung. So ist ein Vergleich der durchschnittlichen Dosierung pro Arzneimittelgruppe vor und nach der Schulung möglich.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Hessisches Sozialministerium; Landeszahnärztekammer Hessen; Kassenzahnärztliche Vereinigung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Studienteilnehmer müssen in einem der ausgewählten
  • Altenpflegeheime leben. Sie müssen mindestens bereits ein Jahr vor Schulungsbeginn in dem Pflegeheim gelebt haben.

Ausschlusskriterien

  • Bewohner, die vor Schulungsbeginn nicht mindestens ein Jahr im Pflegeheim lebten.
  • Bewohner die in der prospektiven Phase versterben, werden nur in die Sterbestatistik aufgenommen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Mittels dieser Interventionsstudie soll erörtert werden, ob sich durch eine zahnmedizinische Schulung des Pflegepersonals neben einer verbesserten Mundhygiene auch eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und so auch eine Reduktion der Medikationslast erzielen lässt. Bidirektionale Wechselwirkungen zwischen parodontalen Erkrankungen und Diabetes sind bereits belegt, Zusammenhänge mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Aspirationspneumonien werden diskutiert. Das Pflegepersonal der Interventionsgruppe wurde im Abstand von sechs Monaten über zwei Jahre von einem Zahnarzt geschult. Das Personal der Kontrollgruppe erhielt keine Schulung. Nun soll aus den Medikamentenverordnungsbögen der Bewohnermappen im monatlichen Raster erfasst werden, welche Medikamente, in welcher Dosis aufgrund welcher Indikation jeweils ein Jahr vor und ein beziehungsweise zwei Jahre nach der Schulung verabreicht wurden. So ist ein Vergleich zwischen Interventions- und Kontrollgruppe als auch ein intraindividueller Vergleich als verbundene Stichprobe möglich. Es wird davon ausgegangen, dass die Schulung des Pflegepersonals keine Auswirkungen auf die Medikationslast der Heimbewohner hat.

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