Beschreibung der Studie

Doppelkronenarbeiten machen im deutschsprachigen Raum den mit Abstand größten Anteil an herausnehmbarem Zahnersatz aus. Der Goldstandard für die verwendeten Materialien sind Goldlegierungen. In den letzten Jahren ist der Goldpreis jedoch exponentiell angestiegen, was diese die Zahntechnik dazu veranlasste die auf den Zähnen befestigten und die über diese geschobenen Kronen aus Nicht-Edelmetalllegierungen zu fertigen. So konnten die Kosten drastisch reduziert werden. Jedoch ist die wissenschaftliche Studienlage bezüglich der Langlebigkeit solcher Versorgung noch unzureichend vorhanden. Deshalb ist das Ziel dieser Studie, Patienten, die eine auf Basis von Nicht-Edelmetalllegierungen hergestellte Teilprothese erhalten haben nachzuuntersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Klinische Evaluation von Passgenauigkeit, Friktion, Retention, Funktion, Zustand des Parodontiums, Pfeilerzahnzustand, Nachsorgeaufwand, Reparaturanfälligkeit zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Abschlussbefund (klinisch, radiologisch) bei Eingliederung der Versorgung muss vorhanden sein
  • mindestens 1 Kiefer mit einer NEM-Doppelkronenarbeit versorgt
  • mindestens 2 Pfeilerzähne
  • Schriftliche Einverständniserklärung muss unterschrieben vorliegen

Ausschlusskriterien

  • Fehlender Abschlussbefund bei Eingliederung der Arbeit
  • Fehlende Einwilligung des Patienten

Adressen und Kontakt

Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde; Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Freiburg im Breisgau

Ansprechpartner: Dr. med. dent.; MSc. Sebastian Patzelt

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Häufig gestellte Fragen

Doppelkronenarbeiten machen im deutschsprachigen Raum den mit Abstand größten Anteil an herausnehmbarem Zahnersatz aus. Es konnte beobachtet werden, dass in den letzten Jahren vermehrt Patrizen (Primärkronen) und Matrizen (Sekundärkronen) aus Nichtedelmetalllegierungen (NEM) hergestellt wurden. Bis dato gilt jedoch die Herstellung der Primärkronen und Sekundärkronen aus Edelmetalllegierungen auf Grund der materialtechnischen Eigenschaften als Goldstandard.Mit verantwortlich für den Wechsel von Goldlegierungen zu Nichtedelmetalllegierungen ist der in den letzten Jahren exponentiell ansteigende Goldpreis (>200%). Ausgehend von der kaum zu übertreffenden Passgenauigkeit von Doppelkronenarbeiten, die aus Edelmetallen gefertigten werden, wiesen die aus NEM gefertigten Doppelkronenarbeiten bisher eine schlechtere Passgenauigkeit und Präzision auf. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Patientenzufriedenheit, die in Hinblick auf die Wahl des “neuen“ Werkstoffs zu untersuchen ist. Da bisher kaum klinische Untersuchungen zur Langzeitbewährung, Retention, auftretenden Komplikationen sowie der Patientenzufriedenheit von Doppelkronenarbeiten mit Patrizen und Matrizen aus Nichtedelmetalllegierungen existieren, soll die vorliegende Untersuchung zur Aufklärung dieser Parameter beitragen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien